13. August

Alles Lug und Trug

Der Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig unternahm seine traditionelle Tour auf dem Rennsteig vom Großen Dreiherrenstein, ostwärts bis nach Neustadt am Rennsteig.

Alles sei bestens, versicherte uns die Untere Denkmalschutzbehörde des Ilmkreises schon Mitte April 2016. Allen Belangen des Denkmalschutzes am Rennsteig werde Rechnung getragen. Leider mussten wir zum wiederholten male das Gegenteil feststellen, wie folgende Bilder zeigen:

 

Am Großen Dreiherrenstein blockieren Baufahrzeuge den Rennsteigverlauf

 

im weiteren Verlauf des Rennsteiges in Richtung Neustadt am Rennsteig, mutiert der Weg zur unvollendeten Medientrasse

Rennsteig auf dem Burgberg

Phil Hoskin vom DOC (links) im Gespräch mit Sylvia Rüger

Fakt ist, dass wir am eigenen Leibe uns für die Versäumnisse Anderer rechtfertigen mussten, als nämlich eine Wandergruppe aus Ulm sich massiv über den Wegezustand beschwerte. Als Gast nahm bei unserer Wanderung ein Ranger des Department of Conservation (DOC) aus Neuseeland teil. Er selbst betreut einen der Great Walks im Fiordland Nationalpark, den Kepler Track, und wunderte sich über die Art und Weise des Umgangs mit geschützten Objekten im Freistaat Thüringen.

Es kann nicht angehen, dass in einer solchen Art mit geschützten Objekten umgegangen wird. Von der Landrätin des Ilmkreises fordere ich den gleichen Einsatz, wie bei ihren Bestrebungen zur Verhinderung der 380kV Leitung über den Rennsteig.

Wichtig für die weitere Zukunft dieses Streckenabschnittes ist ein Konzept, wie in der Zukunft die Gestaltung des Weges erfolgen soll. Die errichteten Bauwerke liegen abseits von kurzen Zufahrten. Notwendige Unterhaltungs-arbeiten oder Reparaturen müssten immer wieder unter Zuhilfenahme des Rennsteiges als Zufahrt erfolgen. Hier ist es notwendig, den Rennsteig von der Medientrasse sichtbar zu trennen, gegebenenfalls durch die Anpflanzung einer Hecke.

Der jetzige Wegezustand kann keineswegs befriedigen. Im Bereich der Alten Landesgrenze am Anstieg zum Burgberg wurde in unzulässiger Art und Weise in das Wegeprofil eingegriffen. Durch die eingebrachte Aufschüttung ist zumindest ein Grenzstein gefährdet. Die Aufschüttung solle nach Abschluss der Arbeiten zurückgebaut und dem alten Wegeprofil angeglichen werden.

Warum stellen wir etwas unter Denkmalschutz?

 

31. August

Streckenbegehung zur Zustandsfeststellung der benutzten Wegeflächen des Rennsteiges infolge Wasser-leitungsbau

Mit anwesend waren Herr Manfred Kastner vom Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig und Frau Marx von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Ilmkreises.

Folgende Mängel und Restleistungen wurden festgestellt:

Allzunah - Großer Dreiherrenstein

Durch den Thüringer Rennsteigverein wird bestätigt, dass der Zustand der Flächen und Wege nach der erfolgten Wiederherstellung sich gegenüber dem ursprünglichen Zustand verbessert hat (betrifft das Stück vom Abzweig Allzunaher Rennweg bis Marienhäuschen, vom Marienhäuschen bis  Großer Dreiherrenstein ist der Wegezustand der gleiche wie vor der Verlegung der Wasserleitung). Somit sind keine Nacharbeiten erforderlich.

Nach Parkplatz Großer Dreiherrenstein bis Knick Wasserleitung auf Wiese

Mulde und Abschlag in den Wald auf dem Waldweg herstellen, um Wasserablauf zu gewährleisten

Druckunterbrechungsbehälter (DUB) und Baustraße zum DUB

Oberboden ist auf der gesamten Länge noch aufzutragen, dabei ist ein schmaler, einseitiger Streifen (Rennsteigwanderweg) zu belassen. Bei Grenzstein Nr. 13 ist der Boden anzugleichen.

Burgberg

Am Hochpunkt ist die Oberfläche des Weges noch zu walzen und zu planieren.

sanierter Weg, Nähe Alte Landesgrenze, Foto: Manfred Kastner