20. November
Der Rennsteigverein 1896 e.V. erhält den Thüringer Denkmalschutzpreis 2025
"Engagement für Tradition und Zukunft"
Seit mehr als hundert Jahren pflegen wir die Tradition des Rennsteiges.
Es ist uns als Verein ein besonderes Bedürfnis,
geschichtliche Zeitzeugen zu pflegen, zu bewahren, zu dokumentieren und zu publizieren.
Rennsteigverein 1896 e.V., Ulrich Rüger, Hauptwegewart, im Oktober 2025
Pflegen



Traditionspflege und Wissensvermittlung über geschichtliche Zusammenhänge waren schon immer
eng verbunden mit den Prinzipien des Rennsteigvereins und war von Beginn an erklärtes Ziel in der Satzung unseres Vereins.

Bewahren
Indem wir aktiv am Erhalt des Rennsteiginventars mitarbeiten, leisten wir einen großen Beitrag dafür, dass auch zukünftige Generationen geschichtliche Zusammenhänge erkennen, visuell erleben und interpretieren können, ganz im Sinne des Spruches: "Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht beherrschen".








Dokumentieren
Dokumentieren geschichtlicher Zeitzeugen ist ein wichtiges Standbein der historischen Forschungsarbeit. Bei unserer Tätigkeit orientieren wir uns an der Vorarbeit ehemaliger aktiver Vereinsmitglieder. Wir verfeinern deren wichtige Forschungsarbeit mit neuen Erkenntnissen unter der Nutzung moderner Technik und neuer Kommunikationsformen. Wichtig erscheint uns auch, ein umfassendes digitales Archiv zum Thema Rennsteig zu etablieren, um künftigen Generationen zu ermöglichen, auf unsere Erkenntnisse zugreifen zu können, erwarten aber im Gegenzug von den nachfolgenden Generationen, dass sie sich kritisch mit unseren Forschungen auseinandersetzen und diese Forschungen weiterführen.




Publizieren
Publizieren im Sinne der Veröffentlichung von Erkenntnissen, sei es in gedruckter oder digitaler Form.




Es war ein langer, im wahrsten Sinne des Wortes "steiniger Weg" bis hin zur Preisverleihung. Nachdem im Jahre 2000, die Unterlagen unseres damaligen Antrages auf mysteriöse Art und Weise verloren gegangen sind, hat es im Jahre 2025 endlich geklappt.
Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Hildburghausen in Person ihres Mitarbeiters Daniel Reiche, schlug uns zu Beginn des Jahres 2025 für die diesjährige Preisverleihung vor.



Der Antrag wurde von uns kurz vor Meldeschluss am 27. Februar 2025 handschriftlich eingereicht, vom Landratsamt Hildburghausen bearbeitet und nach Erfurt weitergeleitet. Im Oktober erhielten wir von der zuständigen Stelle dann eine erste Bestätigung, dass wir als Preisträger bestätigt worden sind. Um unsere Leistungen ansprechend zu würdigen, wurden von uns noch Informationen und entsprechendes Bildmaterial zur Verfügung gestellt.



Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Auszüge aus der offiziellen Broschüre zum Thüringer Denkmalschutzpreis 2025
Am 20. November war es dann soweit: Großer Festakt im Bildungs- und Wirtschaftszentrum (BWZ) der Bundesfinanzverwaltung in Erfurt, in den Räumen der ehemaligen Bezirksparteischule der SED in der Werner-Seelenbinder-Straße.





Die Moderatorin: Christina Halwas, Foto: Heßland-Wissel
Insgesamt 11 Preisträger wurden an diesem Tag geehrt.

Für den als Nummer 6 gesetzten Preisträger, dem Rennsteigverein 1896 e.V. hielt der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Dr. Sven Ostritz persönlich die Laudatio.

Foto: Heßland-Wissel

von links nach rechts: Dr. Sven Ostritz (Präsident TLDA), Ulrich Rüger (Hauptwegewart Rennsteigverein), Ernst Haberland (stellv. Fürsteher Rennsteigverein, Vorsitzender der OG Suhl), Sylvia Rüger (Rennsteigverein), Prof. Dr. Harald Töpfer (Fürsteher Rennsteigverein), Willi Lehmann (Rennsteigverein), Prof. Dr. Steffen Teichert (Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur), Jörg Klinge (Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen)
Foto: Heßland-Wissel

Gratulation durch den Staatssekretär Prof. Dr. Steffen Teichert
Foto: Heßland-Wissel

links im Bild: Daniel Reiche vom Landratsamt Hildburghausen, als Einreicher des Antrages


die Urkunde

Die Metallplakette



Im Anschluss an die Feierstunde fand im Rahmen eines kleinen Imbisses ein reger Erfahrungsaustausch unter den Preisträgern, Gästen und Veranstaltern statt. Wir bedankten uns noch einmal ausdrücklich bei den Ministeriumsmitarbeitern für das Interesse an unserer Arbeit, betonten aber auch in diesem Zusammenhang, dass es eines größeren Engagements der oberen Behörden zur Würdigung und Unterstützung unserer ehrenamtlichen Arbeit für den Denkmalschutz am Rennsteig bedarf.
Unsere Auszeichnung war mit einem Geldpreis in Höhe von 2000 Euro verbunden.
Über die Verwendung des Geldes entscheidet der Vereinsvorstand.Einen kleinen Teil der Summe werden wir dazu verwenden, ein digitales Rennsteigarchiv einzurichten für welches wir ein geeignetes Speichermedium anschaffen werden. Nach der Erstinstallation, momentan liegen ca. 4TB Daten vor, werden wir das digitale Archiv jährlich 2x sichern und aktualisieren.
Über dieses Archiv können vereinsintern Daten unter Wahrung der Urheberrechte zur Verfügung gestellt werden.
Im Vorjahr unseres 130-jährigen Vereinsjubiläums ist dieser Preis eine Würdigung der bisher geleisteten Arbeit auf dem Gebiet des Denkmalschutzes, die sich eigentlich durch die gesamte Vereinsgeschichte wie ein roter Faden zieht. Das wollen wir beibehalten und weiter ausbauen, um das Geschichtsbewusstsein der eigenen Mitglieder aber auch das derjenigen, die sich für den Rennsteig begeistern, zu fördern. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt die Resonanz auf unsere Arbeit. Darauf können wir stolz sein.
Gut Runst!
02. Oktober
Schreiben von Staatssekretär Prof. Dr. Steffen Teichert zum Denkmalschutz am Rennsteig
Am heutigen Tag erhielt ich nachfolgendes Schreiben vom Staatssekretär für Bildung und Kultur Prof. Dr. Steffen Teichert, aus der Feder von Ricardo Münchgesang:


Diesem Schreiben ging eine E-Mail voraus, die von mir am 13.08.2025 an den Staatssekretär geschickt wurde:
Betreff: Rennsteig, Denkmalschutz, z.Hd. Herrn Staatssekretär Dr. Teichert
Von: Ulrich Rueger <
Datum: 13.08.2025, 14:17
An:
Sehr geehrter Herr Staatssekretär,
ich arbeite ehrenamtlich als Hauptwegewart des Rennsteigvereins. In dieser Funktion begehe ich den kompletten Rennsteig mindestens 2x im Jahr. In den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts war ich aktiv an der Unterschutzstellung des Rennsteiges nach dem Thüringer Denkmalschutzgesetz beteiligt. Besonderes Augenmerk legte ich dabei auf die lückenlose exakte Erfassung aller historischen Grenzsteine am Rennsteig. Die Ergebnisse dieser Ersterfassungen liegen auch dem Landesamt für Denkmalpflege in Erfurt vor.
Seit mehreren Jahren besorgt mich der allgemeine Umgang mit den historischen Grenzsteinen am Rennsteig.
Aus diesen Gründen hatte ich versucht, bei den Denkmalschutzbehörden darzulegen, wie es um den Zustand der Grenzsteine steht - leider ohne nennenswerten
Erfolg. Anfragen und Anregungen meinerseits wurden, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nicht beantwortet, ja sogar abgelehnt.
Im letzten Jahr beschwerde ich mich im Namen unseres Vereins beim Thüringer Denkmalrart und bei der damals noch zuständigen Staatskanzlei. Nach einer langen Wartezeit auf eine Antwort, wurde mir schließlich mitgeteilt, dass ein Faltblatt, speziell für die Forstdienstleister erarbeitet werden sollte, um die Forstarbeiter vor Ort auf die historische Bedeutung der Grenzsteine hinzuweisen. Nachdem ich über ein halbes Jahr vergeblich auf eine Antwort wartete, entschlossen sich meine Ehefrau und ich in Absprache mit unserem Verein, selbst einen Vorschlag für ein Faltblatt zu erarbeiten, welches ich Ihnen in der Anlage zusenden möchte. Im Übrigen soll das Faltblatt ohne Nennung von Gründen zwischenzeitlich nicht mehr erstellt werden und durch eine Broschüre ersetzt werden, die in ihrer Form und Aussage als Handreichung für die in Leistung arbeitenden Forstdienstleister völlig ungeeignet ist.
Ich glaube nicht, dass sich ein Forstdienstleister im Wald auf seinen Harvester setzt und vor Beginn der Arbeiten eine 64-seitige Hochglanzbroschüre zu recht allgemein gehaltenen Vorschlägen zum Schutz von Bodendenkmalen durchliest und dann mit der Arbeit beginnt. Für solche arbeitsvorbereitenden Maßnahmen haben wir übrigens auch eine Technologie entwickelt, die aber den Rahmen dieses Schreibens sprengen würde (Datenbank mit Grenzsteinkoordinaten
zur Einlesung in den Bordcomputer des Harvesters).
Um den Sachverhalt besser zu verstehen, verweise ich noch auf meine Internetseite:
www.rennsteig-rueger.de
Navigieren Sie bitte dort weiter: Chronik 2025, 25. Januar.
Unser Verein arbeitet gemeinnützig. In unserer Satzung ist seit 1896 der Schutz, die Pflege und die Erforschung des Rennsteiges verankert.
Deswegen ist der momentane Umgang mit denkmalschutzrechtlichen Anliegen unseres Vereins nicht zufriedenstellend.
Wir bieten unsere Erfahrung und Hilfe bei der Lösung anstehender Probleme an und erwarten im Gegenzug, dass man uns anhört und uns Vorschläge unterbreitet, wie wir unsere Hilfe zukünftig einbringen können.
Ich würde mich über eine baldige Antwort sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Rüger
Hauptwegewart Rennsteigverein 1896 e.V.
Vermessungsrat a.D.
Bucher Straße 8a
96524 Föritztal
Rennsteig, Denkmalschutz, z.Hd. Herrn Staatssekretär Dr. Teichert
1 von 2 02.12.2025, 11:44
0160 96742915
036764 72263
Anhänge:
faltblatt.pdf 11,9 MB
faltblatt-rueger.pdf 2,3 MB
Soweit mein Text und die Antwort, die ausgerechnet der Person überlassen wurde (Ricardo Münchgesang), deren Verhaltensweise gegenüber dem Rennsteigverein von mir kritisiert wurde. Auf unsere Anliegen wurde dabei nicht eingegangen. Ich erspare mir jeden weiteren Kommentar, weil solche Verhaltensweisen für mich nicht nachvollziehbar sind und meinen Vorstellungen von konstruktiver Regierungsarbeit nicht entsprechen.
30. August bis 06. September - Herbstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V. - Bilder einer Runst

Joseph von Eichendorff
Allgemeines Wandern
Vom Grund bis zu den Gipfeln,
Soweit man sehen kann,
Jetzt blühts in allen Wipfeln,
Nun geht das Wandern an:
Die Quellen von den Klüften,
Die Ström auf grünem Plan,
Die Lerchen hoch in Lüften,
Der Dichter frisch voran.
Und die im Tal verderben
In trüber Sorgen Haft,
Er möcht sie alle werben
Zu dieser Wanderschaft.
Und von den Bergen nieder
Erschallt sein Lied ins Tal,
Und die zerstreuten Brüder
Faßt Heimweh allzumal.
Da wird die Welt so munter
Und nimmt die Reiseschuh,
Sein Liebchen mitten drunter
Die nickt ihm heimlich zu.
Und über Felsenwände
Und auf dem grünen Plan
Das wirrt und jauchzt ohn Ende –
Nun geht das Wandern an!
Anreisetag, 30. August 2025: Sippung in Hörschel

Hörschel: im Rennsteighaus

Begleitbus "Oskar"
Am 30. August 2025, dem Vortag des Runstbeginns, trafen sich 8 Alt- und 5 Jungrenner zur Sippung im Rennsteighaus Hörschel. Die Möglichkeit, uns dort in gemeinsamer Runde mit Mitgliedern unseres Vereins aus den benachbarten Ortsgruppen zu treffen, wurde durch Christel Bindel, der Vorsitzenden der Ortsgruppe Hörschel, ermöglicht. Die Gaststätte konnten wir nicht nutzen, da dort eine private Familienfeier stattgefunden hatte. Versorgt wurden wir mit Getränken, die von uns vorab besorgt worden sind. Eine Pizzeria aus Eisenach versorgte uns mit den Köstlichkeiten der italienischen Küche, die wir dort bestellt hatten. All diese Vorbereitungen liefen zu unserer vollsten Zufriedenheit ab, bedurften aber einer immensen logistischen Vorarbeit.
Auch die Organisation der Unterkünfte gestaltet sich immer komplizierter. Hier an dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich noch einmal beim Ehepaar Lutz und Susanne Hähner für die geleistete Arbeit bedanken.
An diesem Abend besprachen wir den Runstablauf und die obligatorischen Aufgaben wurden an die Runstteilnehmer verteilt, Gedanken und Erfahrungen wurden ausgetauscht.
Erster Tag, 31. August 2025: Hörschel - Hohe Sonne - über die Drachenschlucht zur Sophienaue, Gehzeit mit Pausen 7 Stunden, ca. 17,3 km

eine der auswärtigen Unterkünfte in Hörschel
Unsere Marketenderin Sylvia ("Thüringer Madle") hatte alles voll im Griff

Pünktlich um 09.00 Uhr trafen wir uns am 31. August 2025 am Ufer der Werra, nachdem auch Detlef, unser Altrenner "Ranger" zu uns gestoßen war und starteten nach der obligatorischen Morgenzeremonie die Runst in Richtung Blankenstein. Begleitet wurden wir wieder von Mitgliedern der regionalen Ortsgruppen des Rennsteigvereins, eine Tradition, die wir pflegen und gerne in Anspruch nehmen.

Die Renner versammelten sich zu einem Foto an der Kirche von Hörschel:
Christoph Bader, Rennsteigverein 1896 e.V.
Frank Donath, Rennsteigverein 1896 e.V.
Hubert Michalski, Rennsteigverein 1896 e.V.
Annette Zimmermann
Simon Büttener, TGW Erfurter Bergfreunde
Ulrich Rüger, Rennsteigverein 1896 e.V. Wanderführer
Norbert Nirsberger, Rennsteigverein 1896 e.V.
Annelies Krell, Thüringerwald Verein
Detlef Wolf
Margit Melzer, Rennsteigverein 1896 e.V.
Marion Kunath, Rennsteigverein 1896 e.V.
Gudrun Hoffmann, Rennsteigverein 1896 e.V.
Karen Forster, Rennsteigverein 1896 e.V.
Nicht mit auf dem Foto: Sylvia Rüger, Rennsteigverein 1896 e.V., Marketender
Unter den Teilnehmern waren 5 Jungrenner.
Runstbegleitung:
Willi Lehmann, Altrenner "Druse" vom Inselsberg bis nach Neustadt am Rennsteig
Uwe Jungnickel, Altrenner "Rennsteig-Ameise" von Spechtsbrunn bis Blankenstein

Erste Rast auf dem Großen Eichelbereg


Traditionell werden, wenn wir in Richtung Blankenstein wandern, am Sühnekreuz "Wilde Sau" die Jungrenner zu Altrenneranwärtern erhoben.

Bei dieser Runst war unser Tagesziel das Hotel "Sophienaue" vor den Toren der Wartburgstadt Eisenach. Von der Hohen Sonne wanderten wir durch die Drachenschlucht hinunter zum Hotel.

Zweiter Tag, 01. September 2025: Hohe Sonne - Spießberghaus, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen,25,6 km bis Spießberghaus

Gleich im Anschluss an den Flurort "Hoher Bruch" treffen wir auf das Kneipp Becken mit einer kleinen Schutzhütte, einer Quelle und einem Rastplatz. Während die Gesamtkonstruktion der Sitzgruppe einen ordentlichen Eindruck hinterlässt, wäre es notwendig, die Tischplatte zu erneuern. In diesem Zuge könnte der Rastplatz mit einem neuen Schutzanstrich versehen werden.
Koordinaten/ UTM: 32U 593301.324E, 5642229.293N

Der Zugang zum Pummpälzweg mit erneuerten Holzreliefs.

Begrüßung der Runstteilnehmer an der Schillerbuche durch unsere Ruhlaer Rennsteigvereinsmitglieder, eine schöne Tradition für die wir uns recht herzlich bedanken möchten. Ein besonderer Gruß galt dem Ruhlaer Vereinsmitglied Karen Forster.

Ein alter Bekannter, Stein 13, Nähe Hühnerwiese.
Der gleich im Anschluss folgende Mangel am Zustand des Weges wurde noch nicht beseitigt.

Rast an der Pension "Zur Rose", das ehemalige Haus "Reitsteine", angenehm entspannend, freundliches Flair im Wiener Kaffeehausstil.


Der Aufstieg zum Großen Jagdberg über die ehemalige Schanze erwies sich als unangenehm und teilweise gefährlich. Der desolate wurde bereits bei der Pfingstrunst bemängelt, wurde aber in die Planung für Wegebauarbeiten im Jahr 2026 aufgenommen, jedoch gibt es unterschiedliche Meinungen über Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen zur Beseitigung der Mängel. Meiner Einschätzung nach müsste eine umfassende Sanierung erfolgen, um die Sicherheit der Wanderer (auch für ältere Wanderer) für einen Nutzungszeitraum von mindestens 10 Jahren zu gewährleisten. ThüringenForst und TTG streben ein Minimalprogramm an, das vorsieht nur marode Teile auszuwechseln, um die Kosten niedrig zu halten.
Die Mängel an der Schutzhütte oben auf dem Großen Jagdberg hingegen, wurden noch nicht beseitigt.



Kurz vor unserem Tagesziel in der Nähe des Spießberghauses.

Abendliche Aussichten in das Thüringer Land vom Spießberghaus aus.
Dritter Tag, 02. September 2025: Spießberghaus - Oberhof, Gehzeit 9 Stunden, 25 km bis Hotel

Der Runstgesang vor dem Beginn unseres 3. Runsttages am Spießberghaus

Riesige Holzstapel zwischen der Alten und Neuen Ausspanne gefährden die dort stehenden Grenzsteine. Von der immer wieder beteuerten "Sensibilisierung" der Forstbetriebe im Umgang mit den denkmalgeschützten historischen Grenzsteinen bleibt angesichts solcher Bilder nicht mehr allzu viel übrig.

Die Wegesituation am Sperrhügel ist seit der Pfingstrunst nicht besser geworden. Zwar wurden in der Vergangenheit auch in diesem Bereich immer wieder Wegeinstandsetzungen vorgenommen. Leider erwiesen sie sich als nicht zielführend. Die immer wieder auftretenden Ausspülungen lassen sich weitgehend vermeiden, würde man sich an die Erfahrungen beim Forstwegebau längst vergangener Jahre orientieren. Damals als Forstwirtschaft noch einen gewissen Anspruch auf ästhetische Grundzüge hatte, versuchte man den Wegebau auf langlebige Wege zu orientieren. Nicht weit von hier am "Hohen Schorn", kann man solche Wegeabschnitte noch vorfinden. Die damaligen Wegebauer arbeiteten mit sogenannten Packlagern, die aufgrund der Einbautechnologie, einmal das Oberflächenwasser aufnehmen konnten, es aber auch vermochten, das anfallende Wasser abzuleiten. Leider eine Technologie die heute aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr angewendet wird. Deshalb müssen wir mit solchen Wegen offenbar zukünftig leben.
Erschwerend kommt bei diesem Rennsteigabschnitt hinzu, dass es sich um Privatwald handelt.

Schmalkalder Loibe

Defekter Rastplatz und erneuerungsbedürftiger Wegweiser am "Hirtenrasen"
Koordinaten: 32U 616023.635E, 5620475,158N


Grenzstein Nr. 168, herausgerissen, am Wegrand liegend
Koordinaten: 32U 616278.697E, 5619737.59N

Vor dem Gustav-Freytag-Stein temporäre Mängel am Weg nach starken Regenfällen. Hier wäre es angebracht vorhandene Unebenheiten im Weg auszugleichen.

Ein schon oft kritisierter Schandfleck am Rennsteig, mit der Hoffnung, dass eine baldige ersatzlose Entfernung erfolgt. Der Rennsteig ist ein international anerkannter Fernwanderweg, keine Müllhalde und schon gar nicht ein Panoptikum für geistige Inkompetenz.

Wie schon erwähnt, mit geringem Aufwand könnte hier Abhilfe geschaffen werden.

Vierter Tag, 03. September 2025: Oberhof - Neustadt am Rennsteig, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen, 27,3 km

Das Maß aller Dinge, Hotel der Superlative, aber, welchen Nutzen bringt es dem Wanderer?

In die Jahre gekommener Wegweiser an der Suhler Ausspanne, sollte erneuert werden
Koordinaten: 32U 622532.55E, 5613853.341N

Christoph mit einem selbstverfassten Gedicht an Plänckners Aussicht auf dem Großen Beerberg

Am Borstenplatz, ein Höhepunkt unserer Runst. Der Besuch der Suhler Ortsgruppe. Aber nicht genug: Die Presse war da, das Regionalfernsehen, lustige Musikanten und unsere hoffentlich zukünftigen Wanderer von einem befreundeten Kindergarten. Ein gelungener Höhepunkt unserer Ortsgruppe des Rennsteigvereins. Herzlichen Dank an Ernst Haberland und seine Mitstreiter, die diesen Höhepunkt ermöglichten und gestalteten.
Nachfolgend der Link zum Fernsehbeitrag bei Rennsteig TV:
https://www.rennsteig.tv/kindergarten-lernt-wandern-vor-ort/



Sogar getanzt wurde!

Maroder Wegweiser am Mordfleck, müsste erneuert werden.
Koordinaten: 32U 625619.94E, 5610912.192N


Grazienhütte

Am Großen Dreiherrenstein, ganz nahe der Mitte des Rennsteiges

Eine Unsitte der Forstbetriebe, Holzlager in unmittelbarer Nähe von Grenzsteinen. Der Stapel im unteren Bild wurde kurzfristig auf unser Verlangen hin beseitigt.


Bergfest im "Hubertus", Neustadt am Rennsteig. Simon spielte Ukulele, Norbert Mundharmonika. Sogar ein schwedischer Besucher, der mit seiner "Indian" am Rennsteig unterwegs war, gesellte sich zu uns, weil ihm die Stimmung so gut gefiel.

Fünfter Tag, 04. September 2025: Neustadt am Rennsteig - Limbach, Gehzeit 9 Stunden mit Pausen, 21,5 km


Kurz vor dem Hohen Stock treffen wir auf diesen Grenzstein, aufwändig saniert, zerstört und beschmiert

am Triniusstein

Mittagsrast kurz nach Masserberg

auf dem Weg von Masserberg nach Friedrichshöhe

An der Pechleite wurden die wegen Forstarbeiten in Mitleidenschaft gezogenen Grenzsteine 50, 50A, 50B und 50C gefunden, bzw. die Standorte konnten wieder hergestellt werden.


in Friedrichshöhe waren wir bei Thomas Lutz zu Gast, angenehm und rustikal


nächtliche Stimmung in Friedrichshöhe

Sechster Tag, 05. September 2025: Limbach - Steinbach am Wald, Gehzeit 10 Stunden, 26,9 km

Stauseeblick auf dem Sandberg bei Steinheid, sogar an eine Smartphonehalterung für Selfies wurde gedacht.

Bei Mäharbeiten oder beim Winterdienst zerstörter Grenzstein 95a aus dem Jahre 1906. Trotz wiederholter Bitte meinerseits, den Grenzstein vor Beschädigungen aus den genannten Gründen zu sichern, wurde nichts unternommen. Das Ergebnis sieht man hier. Alle verurteilen es, aber niemand fühlt sich verantwortlich.

Ein Besuch im Thüringer Wald Shop in Neuhaus am Rennweg.


Schutzhütte gegenüber vom Wintersportehrenmal. Reparaturarbeiten am Dach wurden begonnen, sind aber ins Stocken geraten. Im Inneren der Hütte wurde der Tisch erneuert.



Rennsteig zwischen "Kalter Küche" und "Schildwiese"

Rast an der Frankenwaldhütte bei der Schildwiese. Uwe Jungnickel (im Vordergrund rechts), ist extra aus Großenhain angereist, um uns an den letzten beiden Tagen der Runst zu begleiten.

Culinarium Atmosphera in Steinbach am Wald, hier kehren wir gerne immer am Abend ein
Siebter Tag, 06. September 2025: Steinbach am Wald - Blankenstein, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen, 28,8 km

Steinkontrolle muss sein

Altrennertaufe am Kurfürstenstein.
Lieber Altrenneranwärter
Knie nieder und lege Deine rechte Hand an diesen Stein.
Nachdem Du im Kreise wackerer Altrenner nach den Sitten
und Traditionen unseres Vereins den Rennsteig des
Thüringer- und Frankenwaldes in 7 Tagen erfolgreich erwandert hast
erhebe ich Dich in den Stand eines Altrenners und gebe
Dir den Rennernamen:
………………………………………………………………………
Trage diesen Namen in Ehren und wirke fortan im Sinne des Rennsteiggedankens!
Gut Runst!


Das Grab von Eduard Birnstiel auf dem Friedhof in Brennersgrün wurde durch Auffrischung der Schriftzüge aufgebessert.

Am Waldspielplatz hinter Brennersgrün

Der überdachte Rastplatz "Am Beerholz" müsste erneuert werden
Koordinaten: 32U 685725.351E, 5587148.676N

Endspurt beim Blumenbinden vor Schlegel

Zahlreiche Wegweiser, speziell zwischen Brennersgrün und Blankenstein bedürfen einer dringenden Reparatur, bzw. müssten komplett erneuert werden. Eine ausführliche Liste dazu wurde von Simon Büttner erarbeitet und weitergeleitet.

Für jeden einen kleinen Strauß, für den Wanderführer einen Kranz, so will es die Tradition. Zum Abschluss der Runst wird der Blumenschmuck, in diesem Fall, der Selbitz übergeben. Vielen Dank an Sylvia und die Wanderfreunde, die sich um die Herstellung des Blumenschmuckes gekümmert haben.




Gruppenfoto am Steinernen Wanderer in Blankenstein

Die letzten Meter zur Selbitz

Welche Ähnlichkeiten

Der Wimpel wird zum Abschluss der Runst mit dem Wasser der Selbitz geweiht

Blumenschmuck ade, zusammen mit unseren Steinen, die wir von Hörschel bis hierher trugen, wurde alles der Selbitz übergeben.
Unsere neuen Altrenner erhielten nach eingehender Besprechung folgende Namen, die sie fortan in aller Ehre tragen dürfen:
Christoph Bader: Literat
Marion Menzel: Pfefferküchlerin
Simon Büttner: Panther
Annette Zimmermann: Alchimistin
Karen Forster: Fundamenta
Nach einer internen Ermittlung beliefen sich die Gesamtkosten der Runst auf durchschnittlich 800€ pro Person.

Es war eine gelungene Runst. Die Resonanz der Teilnehmer und diesmal auch die der Medien, bestärkt uns, weiterzumachen. Es ist nicht einfach in einer Zeit wie dieser, in welcher fast keine politische Entscheidung mehr dem Wohle der Bevölkerung dient. Fehlentscheidungen färben in gewisser Weise auch auf unsere Aktivitäten am Rennsteig ab, sie stellen Entscheidungen in Frage, die aus mangelnder Sach- und Fachkenntnis heraus getroffen werden. Sie fordern uns zur Achtsamkeit auf, damit eines Tages unsere Traditionen nicht verloren gehen.
Zur Durchsetzung der Interessen des Vereines bedarf es eines breiten Engagements aller Vereinsmitglieder, damit bei Entscheidungen über die Zukunft des Rennsteiges rechtzeitig reagiert werden kann.
28. August
Neubau der Selbitzbrücke in Blankenstein - Gemeinderatssitzung Rosenthal am Rennsteig vom 28. August 2025
Beschluss Nr. 130 - 130/25
Der Gemeinderat der Gemeinde Rosenthal am Rennsteig beschließt in seiner heutigen Sitzung Folgendes:
• Der Gemeinderat nimmt die aktuelle Entwurfsplanung des Planungsbüros Prof. Dr.-Ing. Heinrich Bechert + Partner fürden Ersatzneubau der Selbitzbrücke zur Kenntnis. Er stimmt im Grundsatz der weiteren Planung auf Basis der Entwurfsplanung zu. Änderungen aufgrund baulicher oder genehmigungstechnischer Umstände können vorgenommen werden.
•Der Gemeinderat ermächtigt den Bürgermeister eine Vereinbarung zur Kostenteilung zwischen der Gemeinde Rosenthal am Rennsteig und dem Landkreis Hof zu treffen auf Basis eines nachvollziehbaren Kostenteilungsschlüssels. Dieser beträgt lt. Vorschlag des Ingenieurbüros auf Basis der jeweiligen Anteile des Bauwerkes derzeit 42,25% für die Gemeinde Rosenthal am Rennsteig und 56,75% für den Landkreis Hof. Die Vereinbarung soll dem Gemeinderat vor deren Abschluss vorgelegt werden, falls sich dieser Verteilungsschlüssel ändert.
• Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung mit der Beantragung geeigneter Fördermittel um den Bau der Brücke in 2026 zu realisieren. Die Verwaltung wird angewiesen, die notwendigen Mittel für die Realisierung in den Haushalt 2026 einzustellen.
• Der Gemeinderat ist in geeigneter Weise über den Fortschritt der Maßnahme zu informieren.
• Durch den Bürgermeister ist zu prüfen, ob ein höherer Förderanteil bzgl. Hochwasserschutzmaßnahme im Bereich Selbitzufer zu erreichen ist.
anwesend: 11 Mitglieder des Gemeinderates stimmberechtigt: 11 Mitglieder des Gemeinderates
Abstimmungsergebnis:
10 Zustimmungen 0 nein 1 Enthaltung


Bilder der Brücke aus vergangenen Zeiten
Warum wir als Rennsteigverein gegen dieses Bauvorhaben Bedenken haben sollten:
Die neue Brücke wird nach bisher unbestätigten Aussagen nicht an der gleichen Stelle errichtet, an der die jetzige marode Holzbrücke über die Selbitz führt. Das bedeutet, dass es zu einer Verlegung des Rennsteigbeginns/Ende kommt, die auf Thüringer Seite nicht konform mit dem Denkmalschutzrecht ist.
Es wird befürchtet, dass der Landkreis Hof (Freistaat Bayern), der einen Finanzierungsanteil von 56,75% trägt, über den Standort der Brücke entscheidet. Die von Thüringer Seite aus zu erbringenden 42,25% sind bis heute finanziell nicht hinterlegt und sollen durch bisher noch nicht beantragte Fördermittel finanziert werden.
Auf eine für den Rennsteig sachdienliche Entscheidung der involvierten Thüringer Behörden können wir nicht hoffen, wie es uns bereits die Entscheidung zur Umverlegung des Rennsteiges beim Bahnübergang in Blankenstein und bei der Zustimmungshaltung zu diesem Beschluss zeigt.
In der Folge werden wir und daran gewöhnen müssen, zukünftig Veränderungen am Verlauf des Rennsteiges billigend in Kauf zu nehmen, da wir als Verein nicht in Entscheidungen mit eingebunden werden. Sollte das Bauvorhaben so durchgesetzt werden, wird eine komplette Neuvermessung des Rennsteiges erforderlich, die eine Änderung sämtlicher Entfernungsangaben auf den Wegweisern zur Folge haben wird. Der historische Charakter des Weges wird weiter an Bedeutung verlieren.
08. Juli
Thüringen: Wanderer verunglückt (Pressemitteilung)
Schweres Wander-Unglück in Thüringen! (Meldung vom 10.07.2025)
Ein Wanderer ist bei seiner Tour in Thüringen meterweit in die Tiefe gefallen – weil er den Weg abkürzen wollte.
Von der Feuerwehr und der Stadt Eisenach hieß es gegenüber Thüringen24, dass es am Dienstagabend (8. Juli) zu dem Unglück gekommen ist. Demnach war ein Wanderer aus Hamburg allein auf dem Rennsteig unterwegs und wollte eine Abkürzung nehmen – zwischen dem Wanderparkplatz „Vachaer Stein“ und der „Wilden Sau“. Dabei ist er dann offenbar an einer steilen Stelle gestolpert und mehrere Meter tief den Abhang hinuntergefallen. Dabei überschlug er sich offenbar zunächst mehrfach, bevor er dann verletzt liegenblieb – verletzt, aber ansprechbar. Er konnte sogar noch per Handy einen Notruf absetzen.
Die Leitstelle Westthüringen schickte gegen 18.40 Uhr einen Alarm mit dem Stichwort „abgestürzte Person“ raus – zu dem Zeitpunkt war die genaue Lage des Wanderers noch völlig unklar. Bis zur unwegsamen Unglücksstelle am Rennsteig zu kommen, war für die Einsatzkräfte gar nicht so einfach.
14. bis 22. Juni
156. Pfingstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V nach der politischen Wende in Deutschland - Bilder einer Rennsteigfahrt
Die 156. Runst nach der politischen Wende fand nach den Regeln der Runstordnung des Rennsteigvereins 1896 e.V. statt und führte wie immer in ungeraden Jahren von Hörschel nach Blankenstein.
14 Rennerinnen und Renner waren angetreten um die 169,3 km zwischen Hörschel und Blankenstein zu bewältigen. Ein Jung- und ein Altrenner mussten die Tour leider vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen beenden. Vier Jungrenner wurden am Kurfürstenstein traditionell zu Altrennern geschlagen.
Das Wetter war bis auf einen kurzen Regenschauer am ersten Wandertag warm und sonnig.
Wanderführer der Pfingstrunst war Lutz Hähner, einer der beiden stellvertretenden Fürsteher des Rennsteigvereins 1896 e.V.
Der Gesamteindruck der am Rennsteig vorgefundenen Verhältnisse war gemischt. Die Natur scheint sich trotz extremer werdender Umwelteinflüsse rascher zu erholen, als gedacht. Sattes Grün erwartete und dort, wo vor wenigen Jahren noch tote Wälder als Folge des Borkenkäferbefalles unsere ständigen Begleiter waren. Fast 60% befallene und zerstörte Wälder im Freistaat Thüringen hinterlassen aber auch hier auf den Höhen am Rennsteig ihre Narben. Ich habe den Eindruck, dass es der Forstwirtschaft des Freistaates Thüringen an einer gesunden Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichen und touristischen Interessen mangelt. Mängelbeseitigungen am schadhaften Rennsteiginventar gehen schleppend voran, während andererseits der ehemalige Verlauf des Rennsteiges in rasanter Art und Weise als breiter Wirtschaftsweg für die Forstwirtschaft ausgebaut wird und der Wanderer immer mehr auf wild angelegte Fußpfade neben dem ursprünglichen Rennsteig ausweicht, da das Profil der sanierten Wege schlichtweg schlecht begehbar ist und zu gesundheitlichen Problemen führen kann und führt.
Diese Erfahrungen habe ich im Laufe der diesjährigen Pfingstrunst leider sammeln müssen, sie wurden mir aber auch im Gespräch mit zahlreichen anderen Wanderern bestätigt.
Die Kosten für die Runst sind im Vergleich zum Vorjahr um 28% gestiegen. Das bedeutet, dass für eine 7-tägige Runst am Rennsteig höhere Kosten wie für einen "All-inclusive" Urlaub beispielsweise in die Türkei anfallen. Auch hier wäre ein Machtwort der Politik gefragt, um der Preistreiberei ein Ende zu bereiten - Schuldzuweisungen ausdrücklich ausgeschlossen. Die Vielzahl "touristischer Kümmerer" im Freistaat ist zu groß, gemessen an den Ergebnissen, die bei den Wandertouristen ankommen. Es nützt nichts jedes Jahr weitere Premiumwanderwege aus dem Boden zu stampfen, wenn man nicht in der Lage ist, diese Wege zu erhalten und eine entsprechende Infrastruktur dort auf Dauer zu installieren, wenn schon alleine das Auswechseln eines schadhaften Wegweisers 4 Jahre und länger nach Schadensanzeige dauert. Alleine Hochglanzprospekte, die nach dem Erscheinen in unserer schnelllebigen Zeit ohnehin schon nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen, nützen nichts. Wir sind im Freistaat Thüringen in der Lage uns in der Folge 3 Jahre mit den gleichen Missständen zu beschäftigen, ohne sie zu ändern, weil man sich über die Zuständigkeit nicht einigen kann, die uns befähigt diese Missstände abzustellen. Das ist auch ein Schlag in das Gesicht der zahlreichen Ehrenamtler, die in ihrer Freizeit an ergebnislosen Beratungen teilnehmen (Problematik Grenzsteine!).
Weniger ist oft mehr. Angeraten wäre eine Abschaffung der "Kleinstaaterei" für die Thüringen bekannt ist, im Tourismus. Gebündelte Kompetenz in wenigen Händen, die auch entscheidungsbefugt sind, wäre eine Lösung.
A long smile make a short mile.
Anreise Abendsippung, 14.06.2025


Erfreuliches gleich zu Beginn unserer Runst am Anreisetag.
In Hörschel wird am Wanderparkplatz (Bild oben) gebaut, obwohl es nicht danach aussieht, dass die Eröffnung wie geplant stattfinden wird, ist alleine die Errichtung des Parkplatzes ein großes Plus für die Region. Gleich neben dem Gasthof "Tor zum Rennsteig" wurde vorab zusätzlich ein großzügiger Parkplatz errichtet (Bild darunter).
Am Anreisetag fand abends im Gasthof "Tor zum Rennsteig" die Eröffnungssippung statt, jeder Teilnehmer erhielt entsprechend der Runstordnung eine Aufgabe, die er während der Runst gewissenhaft erledigen musste. Alle Renner stellten sich vor.
Gäste von der Ortsgruppe Hörschel-Eisenach und Stedtfeld besuchten uns am Abend.
1. Tag, Sonntag, 15.06.2025: Hörschel - Ascherbrück - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 19 km


Der Start unserer Runst erfolgte um 8 Uhr in altbewährter Art und Weise mit einem Spruch und dem Runstgesang. Begleitet wurden wir auf diesem Rennsteigabschnitt vom Mitgliedern der Ortsgruppe Hörschel-Eisenach des Rennsteigvereins 1896 e.V.
Traditionell tragen wir bei der jeder Runst einen Stein vom Anfangs- zum Endpunkt der Runst. Leider erwies sich die Suche nach einen geeigneten Stein in Hörschel als schwierig, da der Steintrog am Werraufer leer war.

Etwa 200m vor der "Wilden Sau" an dieser markanten Waldwegekreuzung ist der Verlauf des Wanderweges Rennsteiges in Richtung Hohe Sonne aufgrund fehlender Markierungen nicht exakt nachvollziehbar. Die Beschilderung sollte dringend erneuert werden, da auch der Aufsteller für das Radwegeschild nicht mehr vorhanden ist.
Koordinaten, UTM: 32U 0590542 5644682

Am Sühnekreuz "Wilde Sau" versammeln sich die Renner. Der Wanderführer erklärt die Bedeutung des Kreuzes. Die Jungrenner werden zu Altrenneranwärtern geschlagen.
Auch hier gibt es Mängel am Inventar. Die Informationstafel mit Hinweisen zum Pummpälzweg ist kaum noch lesbar und müsste erneuert werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0590719 5644569


Durch unsere Wanderfreunde von der Ortsgruppe Hainich-Rennstieg werden wir wie immer bei den traditionellen Runsten unseres Rennsteigvereins bestens versorgt. Einen herzlichen Dank an das Team, das die Versorgung übernommen hatte.

Der Altbau des historischen Hotelkomplexes Hohe Sonne wurde komplett abgerissen und beräumt. Die Bauarbeiten am Neubau stagnieren derzeit. Für die gastronomische Versorgung wurde ein kleiner mobiler Imbiss mit Eiswagen eingerichtet.



Vor uns die malerisch etwas nördlich vom Rennsteig liegende "Rennsteiggrotte", kurz bevor wir die Schutzhütte "Zollstock" erreichen, wo bereits Wanderfreunde der Ortsgruppe Ruhla mit Kaffee und Kuchen auf uns warten. Auch hier einen herzlichen Dank an die Mitglieder der Ruhlaer Ortsgruppe.


Bis Ascherbrück ist es nicht mehr weit. Nach 1,6 km, mit informativen Einlagen vom Ruhlaer Vereinsmitglied Tilo Freiboth zur Bedeutung der Rennsteigwasserleitung erreichen wir am Nachmittag unser Tagesziel, das Hubertushaus "Ascherbrück", wo wir den ersten Wandertag mit einem geselligen Abend ausklingen lassen.
2. Tag, Montag, 16.06.2025: Ascherbrück - Spießberghaus - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 20,8 km

Ruhlaer Häuschen: Neu errichtet wurde die Schutzhütte und der davor liegende Rastplatz durch Mitarbeiter des Forstamtes Marksuhl, nach dem die alte Hütte einem umstürzenden Baum zum Verhängnis geworden war. Der Hütteninnenraum wurde großzügig angelegt und wird von Wanderern gerne zur Übernachtung genutzt.




Auch die Schutzhütte an der "Großen Meilerstätte" wurde einer kleinen Verjüngungskur unterzogen.

Eine gute Idee von den Machern dieser Aktion. Es wird gebeten, die dort neu angepflanzten Setzlinge regelmäßig zu gießen. 2 volle Wasserbehälter, je 1000l und 2 Gießkannen wurden bereitgestellt. Wanderer, die etwas zum Erhalt der Natur beisteuern möchten, bekommen so die Gelegenheit, die frisch gepflanzten Bäume zu gießen. Wir haben das gerne angenommen und hoffen, dass es auch andere Wanderer tun.



Ein weiterer Mangel am Wegeprofil vor uns. Wir befinden uns an der "Hühnerwiese" kurz vor dem "Zigeunerberg". Dieser Mangel wurde bereits bei vorhergehenden Runsten festgestellt und angezeigt. Leider wurde er noch nicht abgestellt. Der Rennsteigbereich tangiert private Waldflächen im Norden. Die sichtbaren Fahrspuren deuten darauf hin, dass der private Waldbesitzer der Verursacher der Schäden ist.
Koordinaten, UTM: 32U 0600108 5633619


Auf dem Gipfel des Großen Inselsberges tut sich etwas. In das touristische "Brachland" kommt Bewegung. Der ehemalige Gothaer Gasthof ist endlich Geschichte - abgerissen und beräumt. Bleibt nur zu hoffen, dass den markigen Worten benachbarter Lokalpolitiker rasch Daten folgen, um den Berggipfel "rennsteigverträglich" wieder zu reaktivieren. Bei unserer Ankunft auf dem Gipfel des Berges, war lediglich ein Imbiss geöffnet, aus der Not heraus geboren, aber wenigstens ein Lichtblick.

Ein schon in den Vorjahren mehrfach kritisierter schlechter Wegeabschnitt: Der Aufstieg zum Großen Jagdberg von der Gabelwiese her über die ehemalige Naturschanze. Von Treppenanlage kann man hier schon nicht mehr sprechen. Der Aufstieg über die unterschiedlich hohen Treppenstufenfragmente gestaltet sich schon schwierig und kraftraubend. Der Abstieg ist noch gefährlicher, besonders bei feuchtem Wetter hat er das Flair eines ungesicherten Klettersteiges. Hier muss dringend eine grundlegende Sanierung erfolgen. Für den Wanderer ist es derzeit eine Zumutung!
Koordinaten, UTM: 32U 0605240 5632708 (Mittelwert)

Auch der Zustand der Schutzhütte auf dem Großen Jagdberg wurde von mir bereits in den Vorjahren mehrfach bemängelt und gemeldet. Eine Komplettsanierung wäre hier notwendig. Besonders Teile der Dachkonstruktion an den Giebelseiten (Ortbretter und Ortbleche) müssten dringend erneuert und das Dach gesäubert werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0605328 5632624



Neue Aussicht auf den Inselsberg vom Großen Jagdberg aus, ermöglicht durch zahlreiche Fehlstellen im Baumbestand durch Borkenkäferbefall.

bei den überdachten Rastplätzen am Abzweig zum Spießberghaus

Gegen 17 Uhr erreichten wir das Spießberghaus, eine Stätte der Ruhe hier oben auf dem Thüringer Wald, wo sich der Gast wohlfühlt und so richtig entspannen kann. Tag 2 ist geschafft.
3. Tag, Dienstag, 17.06.2025: Spießberghaus - Oberhof - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 30 Minuten, 25 km bis zum Hotel

Schutzhütte am Kreuz, originelle Idee, auch diese Hütte wird gerne zur Übernachtung von Outdoorfreunden genutzt.


Der Wegweiser unten an der Ebertswiese vor der Schmalkalder Hütte müsste gereinigt werden, vielleicht wäre auch ein Komplettaustausch und eine Erneuerung nach den aktuellen Richtlinien zur Wegemarkierung angeraten.
Koordinaten,UTM: 32U 0608422 5626762

bei der Alten Ausspanne

neues Dach auf der Schutzhütte "Nesselberg"

Am Aufstieg zum Krämerod von der Neuen Ausspanne wurde der Rennsteig von den privaten Waldbesitzern zum Forstwirtschaftshighway ausgebaut. Eine sehr einseitige Sache, wenn nur forstwirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen und der Wanderer auf seinem "Vorzeigewanderweg" Rennsteig nur geduldeter Gast ist. Sieht etwa so aus, wie die Vertreibung der Indianer im 19. Jahrhundert im Wilden Westen, die mussten auch nehmen was übrigbleibt. Vielleicht werden irgendwann auch Reservate für Wanderer ausgewiesen. So stelle ich mir gegenseitige Rücksichtnahme nicht vor.



Wegemängel verursacht durch mangelnde Ableitung von Oberflächenwasser am Sperrhügel, bereits im Vorjahr bemängelt und noch nicht abgestellt. Durch die Ausspülungen werden die Befestigungsbolzen der wenigen Querhölzer freigelegt - große Gefahr für Radfahrer.
Koordinaten UTM: 32U 0610692 5623333 (Beginn, bei der Schutzhütte) bis ca. 32U 0610912 5622926 (Nähe Gipfel Sperrhügel)


Hinweisschilder für den Bau der Gasleitung zwischen Wachsenrasen und Oberhof. Ein Zeichen, dass es auch anders geht. In die Baumaßnahme wird unser Verein mit eingebunden. In der Thüringer Hütte am Grenzadler finden regelmäßig monatliche Bauberatungen mit allen Beteiligten statt, so dass wir immer den aktuellen Baufortschritt kennen. Für den Wanderer hat das momentan keine Auswirkungen. Der Rennsteig wird lediglich für Radfahrer derzeit als Umleitung genutzt.



Abendstimmung in Oberhof beim Blick auf das Hotel "Panorama".
Unsere heutige Unterkunft war das "Waldschlösschen", ein schönes Hotel unter asiatischer Führung und sehr gutem Speiseangebot.
4. Tag, Mittwoch, 18.06.2025: Oberhof - Neustadt am Rennsteig - Laufzeit mit Pausen: 10 Stunden, 27,3 km ab Hotel Waldschlösschen

Am Rondell konnten wir Wanderfreunde der Ortsgruppe Suhl begrüßen, die uns bis zum Borstenplatz begleiteten. Auch hier ein großes Dankeschön an die Mitglieder der Ortsgruppe Suhl für die Betreuung während der Runst.

Plänckner's Aussicht, ein markanter und bekannter Aussichtspunkt am höchsten Berg des Thüringer Waldes, dem Großen Beerberg. Marietta Schlüter, die ehemalige Leiterin des Regionalverbundes Thüringer Wald hat sich hier als Baumpatin verewigt.


Einkehr und Mittagsrast in der Suhler Hütte, umrankt von Arnika

An der Zuwegung zur Suhler Hütte (Wetterstation) ist dieses Schild umgefallen. Rettungspunkte sind wichtig für die Forstwirtschaft. Durch ihre eindeutige Zuordnung ist bei Unfällen rasche Hilfe möglich. Deswegen sollte das Schild schnellstmöglich wieder aufgestellt werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0625123 5612908
Schild: IK 3284

Bergwiese am Mordfleck

Mangel bei der Richtungsweisung für den Rennsteig, links Abzweig zum Großen Finsterberg, rechts Rennsteig, zwischen Mordfleck und Alter Tränke. An dieser Stelle müssten 2 Richtungsweiser für den Rennsteigverlauf angebracht werden, Ich habe an dieser Stelle vorbeilaufende Wanderer gefragt, welchen Weg sie für den Rennsteig halten. Alle meinten es wäre der Weg zum Großen Finsterberg. Dieser Mangel wurde von mir bereits seit mehreren Jahren regelmäßig angezeigt, bisher keine Abstellung.
Koordinaten, UTM: 32U 0625996 5610645

Grazienhütte


...wieder ein historischer Entfernungsstein (Alte Landesgrenze, beim Großen Dreiherrenstein) wahrscheinlich durch Forstfahrzeuge umgefahren. Dieser Stein wurde bereits vor ca. 20 Jahren von einem bulgarischen LKW beschädigt. Obwohl Verursacher und Zeitpunkt der Beschädigung nachgewiesen werden konnten, erfolgte keine Bestrafung. Der historische Wegestein steht unter Denkmalschutz. ThüringenForst versichert immer wieder, die Forstdienstleister für die Belange des Denkmalschutzes zu sensibilisieren, davon ist nach meiner Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschütztem Kulturgut am Rennsteig nicht viel zu spüren.
Koordinaten, UTM: 32U 0634050 5608156

Maroder Wegweiser auf dem Burgberg. Gegenüber Grenzstein Nr. 30 wartet ebenfalls noch darauf "gerettet" zu werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0634925 5606453
Unsere Unterkunft in der Ortsmitte von Neustadt am Rennsteig befand sich im Hotel "Hubertus". Am Abend war Bergfest angesagt. Die Hälfte des Weges haben wir geschafft.
5. Tag, Donnerstag, 19.06.2025: Neustadt am Rennsteig - Limbach - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 21,5 km

Hoher Stock: Der Parkplatz und die anschließende Wegeeinmündung nach Altenfeld werden seit Beginn der Borkenkäferaufbereitung vorzugsweise als Holzumschlagplatz und neuerdings auch zum Abstellen von LKW genutzt. Dabei wird oftmals der Verlauf des Rennsteiges blockiert. Auch diese Unsitte wurde von mir schon mehrmals angezeigt, jedoch ohne Folgen. Hier befindet sich auch der Grenzstein Nr.120 der durch die Parkaktivitäten der LKW-Fahrer stark gefährdet ist.
Koordinaten UTM Stein 120: 32U 0637544 5601370

Grenzstein Nr. 120, gegenwärtig fehlt auch der Schutzpfahl

beschmierte Rennsteigleiter, auch eine Folge des "Wildwuchses" am Hohen Schorn

Parkplatz für ausländische LKW

defekte Bank am Laßmannstein
Koordinaten UTM: 32U 0637559 5600828

Arnika bei der Schwalbenhauptwiese

Panorama am Triniusstein

defekte Treppenanlage am Ende des Hohlweges zum Gipfel des Ersteberges
Koordinaten UTM: 32U 0638144 5598695

Mittagsrast an der Fehrenbacher Werraquelle

Stein Nr. 50 Pechleite, Rätsel geben noch seine Nachbarsteine auf: Nr. 50C wartet im Forstamt Neuhaus darauf, wieder an seinen Standort gesetzt zu werden, Nr. 50A steht noch vor Ort, wahrscheinlich angefahren, von 50B fehlt jede Spur, alles Folgen des Holzeinschlages durch die Klade-Group und ihrer osteuropäischen Forstdienstleister. Wahrscheinlich wurden auch hier trotz anderslautender Hinweise von ThüringenForst die Forstdienstleister nicht über die Bedeutung der historischen Grenzsteine informiert.

Unser Quartier war wieder bei Thomas Lutz und seine Frau Katrin in Friedrichshöhe. Die legendären 1/2 Meter langen Bratwürste von der Oberweißbacher Naturfleisch GmbH dürfen natürlich nicht fehlen.
6. Tag, Freitag, 20.06.2025: Limbach - Steinbach am Wald - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 30 Minuten, 29,6 km
Nach der Kaffeerast am Vortag sind wir noch von Friedrichshöhe nach Limbach gelaufen, so dass wir am 6. Tag unserer Runst in Limbach wieder starten konnten. Ein Bus fuhr uns am Morgen von Friedrichshöhe nach Limbach.

Herrliche, gepflegte Aussicht vom Sandberg zum Trinkwasserstausee Scheibe-Alsbach

Nach dem tristen Bau der Wasserversorgungsanlage von Rennsteigwasser am Sandwieschen, wurde auch sie Steinheider Hütte wieder auf Vordermann gebracht, hat aber durch die Baumaßnahme den Flair vergangener Jahre weitgehend verloren.

"naturbelassen" für mich auch ein Begriff von "Unfähigkeit" Wege so instand zu setzten, dass die naturbelassen wirken.

Blumenladen am Rennsteig in der Ortslage Neuhaus am Rennweg

wie wahr!

Blumenpracht in der Neuhäuser Ernst-Moritz-Arndt-Straße

Waldsterben an der Schleifenwiese und auf dem Glashügel
Danach müssen wir wohl noch das schlechteste Stück Rennsteig von der Schildwiese bis Steinbach am Wald laufen, 8km Asphalt, Freistaat Bayern!
7. Tag, Samstag, 21.06.2025: Steinbach am Wald - Blankenstein - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 30 Minuten, 28,8 km

Auf dieser Etappe werden traditionell am Kurfürstenstein von 1513 die Altrenneranwärter zu Altrennern berufen, eine Zeremonie, die auch so in der neuen Runstodnung verankert ist:
Lieber Altrenneranwärter...
Knie nieder und lege Deine rechte Hand an diesen Stein.
Nachdem Du im Kreise wackerer Altrenner nach den Sitten
und Traditionen unseres Vereins den Rennsteig des Thür-
inger- und Frankenwaldes in 7 Tagen erfolgreich erwandert
hast erhebe ich Dich in den Stand eines Altrenners und gebe
Dir den Rennernamen:...
Trage diesen Namen in Ehren und wirke fortan im Sinne des
Rennsteiggedankens!
Gut Runst!


... und überall blüht leuchtend der Fingerhut

Mängel am Rennsteiginventar, Ortseingang Brennersgrün vom Kurfürstenstein her kommend, auch die Mängel an dieser Stelle wurden in den Vorjahren bereits mehrmals gemeldet, ohne dass eine Beseitigung erfolgte.
Koordinaten UTM: 32U 0675136 5590377


Die Gedenktafel an Förster Eduard Birnstiel auf dem Friedhof Brennersgrün wurde in Ordnung gebracht und die Schriftzüge neu nachgezeichnet.
Gleich hinter dem Friedhof quert der Rennsteig die Straße von Brennersgrün nach Tschirn und verläuft im Wald, vorbei am Waldspielplatz, östlich der Straße.
Jedoch befindet sich direkt an der Straße immer noch in Sichtweite ein weißes R an seinem Straßenbaum, so dass manche Wanderer dem Verlauf der Straße in Richtung Tschirn folgen und nicht dem tatsächlichen Verlauf des Rennsteiges. Auch dieser Mangel wurde bereits mehrfach in der Vergangenheit kritisiert und nicht beseitigt.
Koordinaten UTM: 32U 0675313 5589884



Waldspielplatz "Mooshäuschen" kurz nach Brennersgrün, ein herzliches Dankeschön an die Kinder von Brennersgrün, die mit ständig neuen Ideen der Gestaltung die Wanderer zum Verweilen einladen

Forstarbeiten am Ochsenhut, beschmierte Grenzsteine durch Forstarbeiten auf Thüringer Seite, neu angelegter Forstwirtschaftsweg (Forstamt Rothenkirchen) auf bayerischer Seite, der für Wanderer sehr schlecht begehbar ist. In der Folge sind die Steine 45, 46, 47 durch die dort durchgeführten Forstarbeiten in Mitleidenschaft gezogen, wieder ein Beweis dafür, dass die Forstwirtschaft nur wirtschaftliche Interessen verfolgt. Denkmalschutzrechtliche Gegebenheiten werden nicht beachtet.
Koordinaten UTM: 32U 0675447 5589512 (Stein 44)

neuer Wendeplatz für Forstfahrzeuge, angelegt vom Bayerischen Staatsforst auf der Hohen Tanne, auch der Rennsteigverlauf ist hier betroffen

Der Dreiherrenstein "Hohe Tanne" wurde ohne behördliche Genehmigung von "Heimatfreunden" aus Tschirn zur "Aufhübschung" im Februar 2025 entfernt und bis heute noch nicht wieder an Ort und Stelle gesetzt. Die Entnahme wurde von mir bei den zuständigen Thüringer Behörden angezeigt, wahrscheinlich ohne entsprechende Reaktion.
Koordinaten UTM: 32U 0676268 5589563

Sorgenkind Meiler Hohe Tanne, Schutzhütte als Dauerbaustelle oder ganz einfach als "Lost Place" am Rennsteig, seit mehreren Jahren angezeigt, keine Änderung!
Koordinaten UTM: 32U 0676369 5589519

am Imbiss "MaReile"

Das Reußische Forstamt in Rodacherbrunn, mit der Pensionierung des letzten Försters Hartmuth Hoffmann im Jahre 2023 wurde das Forstamt geschlossen.

Tafel in Rodacherbrunn

Der Kranz für unseren Wanderführer Lutz, liebevoll angefertigt von seiner Frau Susanne

Ortsszene in Schlegel, Rennsteigverlauf

neuer überdachter Rastplatz am Sportplatz Schlegel

Kornblumen am Krähenhügel bei Schlegel

Borkenkäferaufarbeitung Taubenhügel

Gruppenfoto am Steinernen Wanderer

Abschluss der Runst in Blankenstein auf dem Selbitzsteg. Heute mussten wir aufpassen. Teilnehmer des Rennsteigstaffellaufes kühlen sich im Wasser der Selbitz ab. Das bedeutet, genau zielen wohin wir unsere Steinchen von Hörschel hinwerfen, damit wir niemanden verletzen.
22.06.2025: Rückreise
Es war wieder eine gelungene Runst mit vielen Höhepunkten und schönen Erinnerungen. Sie zeigte aber auch die Schattenseiten des Rennsteiges, teils hervorgerufen durch wirtschaftliche Zwänge der Forstwirtschaft, teils aber auch ein Ausdruck der Unfähigkeit politisch Verantwortlicher im Umgang mit solchen Krisensituationen, die oftmals im blinden Aktionismus ausartet und die Ursachen jener Entwicklung nicht erkennt und bekämpft.
Gut Runst!
09. Mai
Aufforstung
Nach Beseitigung der Forstschäden durch den Borkenkäferbefall stehen umfangreiche Aufforstungsarbeiten an. Es wird gebeten, die neugepflanzten Setzlinge bis zur vollständigen Anwurzlung regelmäßig zu gießen. Zu diesem Zweck stehen punktuell in der Nähe neuangepflanzter Flächen Container mit Gießwasser und Gießkannen bereit. Wanderer werden gebeten, die in der Nähe stehenden Setzlinge zu gießen, um so Verluste durch Wassermangel zu vermeiden.
Von Wanderfreund Tilo Freiboth erhielt ich nachfolgende Fotos, die vom Rennsteigabschnitt zwischen Glasbach und Glöckner stammen.


03. April
Neue Sitzgruppe beim "Ruhlaer Häuschen"
Am Ruhlaer Häuschen wurde eine neue Sitzgruppe aufgestellt. Sie ist einfach und zweckmäßig gebaut. An ihr finden 6 bis 8 Personen Platz.

neue Sitzgruppe. Bild: Tilo Freiboth, Ruhla
25. März
Fredi's Quell gründlich in Ordnung gebracht
Mitglieder der Ortsgruppe Ruhla vom Rennsteigverein 1896 e.V. brachten am 25. März Fredi's Quell rechts am Anstieg zwischen dem Glasbachstein und der Glöcknergruppe in Ordnung, wie mir Tilo Freiboth von der Ortsgruppe Ruhla mitteilte.
Hinweis: Das Quellwasser ist kein Trinkwasser.
Die Bilder stellte mir freundlicherweise Tilo Freiboth zur Verfügung.



11. März
Schmierereien an der Rennsteigleiter "Hoher Stock"
Bei einer Vorortbesichtigung am Inventar der Rennsteigleiter "Hoher Stock" (Gießübel-Altenfeld) stellte ich fest, dass der Aufsteller mit der Infotafel mit Farbe beschmiert wurde. Eine Meldung an den Regionalverbund erfolgte sofort.
Weiterhin wurde der Grenzstein 120 geprüft, da dieser Bereich durch Forstarbeiten (Nutzung als Lagerplatz) stark gefährdet ist. Neuerdings stellen hier auch osteuropäische Fuhrunternehmen ihre Fahrzeuge ab und blockieren teilweise den Wanderweg Rennsteig. Es wäre angebracht, wenn hier der Regionalverbund in Abstimmung mit der Verkehrspolizei ein Parkverbotsschild für LKW aufstellen würde.

beschmierte Rennsteigleiter

Grenzstein Nr. 120

Ohne Datum
Schmierereien am Rennsteiginventar
Anfang des Monats erhielt ich mehrere Hinweise, dass es besonders im westlichen Rennsteigbereich wieder zu Schmierereien am Rennsteiginventar, besonders an Wegweisern und Hinweisschildern kommt. Sogar die Presse berichtete schon darüber.

Foro: Tilo Freiboth, Ruhla
Eine gewisse Petra und ein gewisser Micha tun uns kund, dass sie ebenfalls hier waren, was aber niemanden sonderlich interessieren dürfte. Fakt ist, hier werden mutwillig teilweise im Ehrenamt aufgestellte Schilder verunstaltet. Ich hoffe darauf, dass eine entsprechende Anzeige erstattet wird und die Täter gefasst und vor allem bestraft werden.
Zur Auffindung der Verursacher hier einige Vorschläge:
Es sollte geprüft werden, ob diese Form des geistigen Dünnsch... irgendwo in den sozialen Medien veröffentlicht wurde.
Vielleicht gibt es auch in den Hotels und Gaststätten im Raum Eisenach, Ruhla einen Hinweis auf Petra und Micha.
Es könnte auch sein, dass Wanderer diese Beiden bei ihren künstlerischen Ergüssen beobachtet haben.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie Hinweise auf Petra und Micha haben. Ansprechpartner sind der Regionalverbund Thüringer Wald, die Naturparkverwaltung Thüringer Wald. Gerne können Sie sich mit sachdienlichen Hinweisen auch an mich wenden.
ohne Datum
Faltblattvorschlag für Forstdienstleister

aktuell: neutrale Seite, Ansprechpartner können sich in geeigneter Art und Weise in das freie Feld (Stempel)
eintragen

erster Entwurf noch mit Logo ThüringenForst

Innenseite, für beide gleich
Das Faltblatt sollte eigentlich eine Gemeinschaftsarbeit zwischen ThüringenForst, der Oberen Denkmalschutzbehörde und dem Rennsteigverein werden, soweit die Forderung des Thüringer Ddenkmalrates und der Thüringer Staatskanzlei aus dem Jahre 2024.
Nachfragen haben ergeben, dass ThüringenForst auf dem Faltblatt nicht namentlich genannt werden wollte und die Obere Denkmalschutzbehörde kein Interesse an diesem Faltblatt hat. Ich erspare mir jeden Kommentar über die Zusammenarbeit der Landesbehörden mit den Vereinen und vor allem der Respektlosigkeit gegenüber von Weisungen der Obersten Landesbehörde. Wir als Verein arbeiten ehrenamtlich, die Behörde wird von unseren Steuergeldern finanziert.
17. Februar

Zeitungsauschnitt OTZ, 17.02.2025
Mit diesem Artikel macht die Ostthüringer Zeitung OTZ auf eine Bundeswehrübung auf dem Rennsteig zwischen Hörschel und der Ebertswiese aufmerksam. Die Zuarbeit zum Artikel erfolgte durch das Landratsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.
Auf meine Anfrage beim Pressesprecher der Werratal-Kaserne Bad Salzungen am heutigen Tag ergab sich ein völlig anderer Sachverhalt:
Radpanzer kommen überhaupt nicht zum Einsatz. Es handelt sich lediglich um 2 allradtaugliche Begleitfahrzeuge, welche auch nicht die Soldaten auf dem Rennsteig begleiten. Sie sind dafür gedacht bei Unfällen und sonstigen Problemen rasch vor Ort zu sein. Der Einsatz erfolgt über ausgebaute Forstwege und das nur bei Bedarf, ähnlich wie bei Rettungs- und Feuerwehreinsätzen. Der Marsch der Soldaten über 45 km gehört zu deren Ausbildung. Der Pressesprecher betonte, dass der Bundeswehr durchaus die Bedeutung des Rennsteiges für den Thüringer Tourismus bekannt ist.
Ich bitte zukünftig die Presse und das Landratsamt bei der Verbreitung sensibler Nachrichten vorher korrekt zu recherchieren, damit derartige "Fake News" nicht in die Öffentlichkeit gelangen.
05. Februar
zum Schmunzeln und Nachdenken - ein Vergleich zur Preisentwicklung
Bei einem Besuch auf dem Großen Inselberg kehrten wir zum kleinen Imbiss ein. Nachfolgend ein Kostenvergleich zu einer Runsteinkehr in den Gothaer Gasthof auf dem Inselsberg im Jahre 1893, allerdings damals incl. Unterkunft, Frühstück und Abendessen:
1893: 2 Mark 15 Pfennig für Halbpension, Bedienung.
2025: 28,70€ für 2 Kännchen Kaffee, 1 kleines Kesselgulasch, 1 Hefekloss, Selbstbedienung.
Wie sich die Zeiten (Preise) ändern - was ich aber nicht den Gasthofbetreibern anlasten möchte, die täglich um das Überleben kämpfen müssen.
26. Januar
Organisatorisches zur Pfingstrunst 2025
156. Runst nach 1990, Wanderführer Lutz Hähner
14.06.2025
Anreisetag, Hörschel, 18.00 Uhr Sippung
15.06.2025
Hörschel - Ascherbrück
16.06.2025
Ascherbrück - Spießberghaus
17.06.2025
Spießberghaus - Oberhof, "Waldschlösschen"/ Stein 16
18.06.2025
Oberhof/ Stein 16 - Neustadt am Rennsteig/ "Hubertus"
19.06.2025
Neustadt am Rennsteig - Limbach/ Übernachtung in Friedrichshöhe Hotel-Pension "Rennsteig"
20.06.2025
Limbach - Steinbach am Wald/ "Hotel Rennsteig"
21.06.2025
Steinbach - Blankenstein/ Übernachtung: "Hotel Rennsteig" Steinbach am Wald
21.06.2025
Abendsippung Steinbach am Wald
22.06.2025
Heimreise nach Frühstück
Bemerkung:
Shuttleservice:
Limbach - Friedrichshöhe und umgekehrt
Blankenstein - Steinbach
Gepäcktransport in Regie des Rennsteigvereins, 1 Gepäckstück (bitte beachten!)
Organisatorisches zur Herbstrunst 2025
157. Runst nach 1990, Wanderführer Ulrich Rüger
30.08.2025
Anreisetag Hörschel, 17 Uhr (nicht 18 Uhr) Abendsippung im Gasthof "Tor zum Rennsteig"
31.08.2025
Hörschel-Hotel Sophienaue-Eisenach-Marienthal
01.09.2025
Shuttle Sophienaue-Hohe Sonne-Wanderung zum Spießberghaus
02.09.2025
Spießberghaus-Oberhof-Stein 16-Waldschlösschen
03.09.2025
Oberhof-Stein 16-Neustadt am Rennsteig-Hotel "Hubertus"
04.09.2025
Neustadt am Rennsteig-Limbach-Übernachtung Friedrichshöhe Hotel "Rennsteig"
05.09.2025
Limbach-Steinbach am Wald-Hotel "Rennsteig"
06.09.2025
Steinbach - Blankenstein/ Übernachtung: "Hotel Rennsteig" Steinbach am Wald
Abendsippung Steinbach am Wald
07.09.2025
Heimreise nach Frühstück
Bemerkung:
Shuttleservice:
Sophienaue/Marienthal/Eisenach-Hohe Sonne in Eigenregie
Limbach - Friedrichshöhe und umgekehrt in Eigenregie
Blankenstein - Steinbach, Vertragsbus, bucht Hotel
Gepäcktransport in Eigenregie, 1 Gepäckstück (bitte beachten!)
Begleitfahrzeug/ Bus: Sylvia Rüger
Die erste Etappe endet an der Hohen Sonne. Zur Unterkunft wandern wir durch die Drachenschlucht.
Durch den Start der 2. Etappe an der Hohen Sonne verlängert sich die Entfernung zum Spießberghaus auf insgesamt 25,5km.
25. Januar
Fragwürdige Post vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie
Am heutigen Tag habe ich Post vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Herrn Dr. habil. Sven Ostritz erhalten. Das hatte folgenden Anlass:
1. Gehen wir aus von meinen Ausführungen in der Chronik vom 26.11.2024. Dazu noch einmal ein entsprechendes Schreiben des Landesdenkmalrates:

Bemerkung: Die angebotene Webseite https://www.historische-grenze.net/grenzsteine-thueringen, ist für thematische Fragen zu Grenzsteinen in Thüringen nicht mehr erreichbar.
2. Aufgrund des Scheibens habe ich mich am 16.01.2025, nachdem ich seitens der Beteiligten keine Rückinformation erhalten habe, nochmals mit der Bitte an die Staatskanzlei gewendet, damit man mir einen Ansprechpartner beim Landesamt für Denkmalpflege benennt:

3. Diese Anfrage wurde mir am 20.01.2025 von der Thüringer Staatskanzlei, Herrn Münchgesang, wie folgt beantwortet:

4. Daraufhin habe ich am 21.01.2025 eine Mail an Herrn Dr. Sven Ostritz geschickt, mit der Bitte um Benennung eines Ansprechpartners:


Die im Text erwähnte Tabelle (Auszug)
5. Von Herrn Dr. Ostritz erhielt ich am 25.01.2025 einen Brief mit einem Exemplar des Heftes "Forstwirtschaft und Bodendenkmalpflege", Ausgabe 2024:



6. Fazit:
Im Brief von Dr. Ostritz werde ich als Vorsitzender des Rennsteigvereins benannt. Das trifft nicht zu, das habe ich in meiner Anfrage vom 21.01.2025 auch nicht so dargestellt (s. oben).
Im Schreiben von Dr. Ostritz wird nicht auf meine Anfrage eingegangen, mir einen Ansprechpartner zu benennen. Stattdessen werde ich auf eine Web-Seite verwiesen, die es nicht mehr gibt und zusätzlich noch als "Mögliches Sicherheitsrisiko" (http) eingestuft wird:

Die dort angebotene Seite war in ihrer aktiven Phase bereits derart mangelhaft und schlecht recherchiert, dass ich schon damals von einer Nutzung abgeraten habe.
Wir erfassen historische Grenzsteine bereits seit mehreren Jahrzehnten und legen bei der Recherchequalität die höchsten Maßstäbe an. Das ist auch im Landesamt für Denkmalpflege bekannt, leider bisher ohne Mitwirkungsangebot seitens der Behörde.
Das Schreiben von Dr. Ostritz ist bezüglich der Zuständigkeit nicht zielführend und entspricht nicht den rechtlichen Regelungen. Der Rennsteig steht als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz, dazu gehören auch die Grenzsteine, die den Weg erst so bekannt gemacht haben. Siehe hierzu auch folgende Quellen:
Das Thüringer Gesetz zur Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmale (Thüringer Denkmalschutzgesetz - ThürDSchG-) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. April 2004, mit der zuletzt berücksichtigten Änderung durch Artikel 2 des Gesetzes vom 18. Dezember 2018 (GVBl. S. 731, 735) regelt im Ersten Abschnitt, Allgemeine Vorschriften unter § 1:
(1) Denkmalpflege und Denkmalschutz haben die Aufgabe, Kulturdenkmale als Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschichte und erdgeschichtlicher Entwicklung zu schützen und zu erhalten sowie darauf hinzuwirken, dass sie in die städtebauliche und dörfliche Entwicklung sowie in die Raumordnung und Landschaftspflege einbezogen werden. Dabei obliegt dem Denkmalschutz die hoheitlich- rechtliche Aufgabe und Verantwortung, der Denkmalpflege die fachliche Beratung und Fürsorge für den hoheitlichen Denkmalschutz.
Im 3. Abschnitt wird unter § 12 Allgemeine Maßnahmen der Denkmalschutzbehörden geregelt:
(1) Die Denkmalschutzbehörden haben diejenigen Maßnahmen zu treffen, die nach pflichtgemäßem Ermessen erforderlich sind, um Kulturdenkmale zu erhalten, zu bergen und zu bewahren sowie Gefahr von ihnen abzuwenden.
Details zum Umfang werden im Staatsanzeiger geregelt:
- Staatsanzeiger Nr. 30/1999, Seiten 1665ff
- Staatsanzeiger Nr. 26/2008, Seite 992
Das im Schreiben von Dr. Ostritz benannte Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation ist lediglich mit ordnungsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem unsachgemäßen Umgang mit historischen Grenzsteinen betraut.
Interessant ist auch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt am Main vom 04.03.1983 (2 Ss 504/82, NJW 1984, 2303). Dort wurden zum Umgang mit historischen Grenzsteinen folgende Aussagen getroffen:
Grenzsteine sind in der Regel keine Bodendenkmale, sondern Baudenkmale.
Historische Grenzsteine sind lediglich Scheinbestandteile des Grundstückes. Sie sind deshalb sonderrechtsfähig und unterliegen weder dem Eigentumsrecht des Grundstückseigentümers noch seiner Dispositionsverfügung.
Mir wurde aber vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege eine Broschüre übergeben, die von Bodendenkmalen spricht (siehe oben). Falls dieses Papier gleichzeitig als Handreichung für die Forstdienstleister dienen soll und nicht ein vom Denkmalrat und von der Staatskanzlei empfohlenes Faltblatt, bei dessen Erstellung wir gerne mitarbeiten möchten, sehe ich den Sinn dieser Aktion als verfehlt an. Kein Forstdienstleister wird sich am Rennsteig hinstellen und eine 64-seitige Broschüre durchlesen, deren Inhalt rein informativ ist und nicht dazu beitragen wird, Schäden an den historischen Grenzsteinen zu vermeiden.
Ich vermisse im Schreiben von Dr. Ostritz den Bezug die hoheitlich-rechtliche Verantwortung, fachliche Beratung und Fürsorge für den hoheitlichen Denkmalschutz, außerdem ist kein pflichtgemäßes Ermessen erkenntlich, Kulturdenkmale zu erhalten, so wie es das Thüringer Denkmalschutzgesetz vorschreibt. Stattdessen werde ich an andere Behörden verwiesen. Es ist meiner Meinung nach auch die Frage des Anstandes, wenn ich als besorgter Bürger/ Verein eine Anfrage stelle und keine oder falsche Auskünfte erhalte, die letztendlich nicht zur Lösung des Problemes beitragen und andere Behörden, vor allem im regionalen Bereich verunsichern. Es ist auch nicht zweckdienlich, privaten Personen die Lösung eines hoheitlichen Missstandes zu überlassen. Wenn Probleme bei der Lösung auftreten sollten, wäre es ratsam, wenn das die Behörden unter sich klären und nicht die hilfesuchende Privatperson im Sinne eines „Buchbinder Wanninger“ zwischen den Behörden umherirren lassen.
Der Denkmalrat und die Staatskanzlei wird vom Antwotrtschreiben des Landesdenkmalamtes informiert. Ich behalte mir in diesem Falle vor, eine Fachaufsichtsbeschwerde zu stellen.
20. Januar
Wanderparkplatz Hörschel gesperrt
Die Stadt Eisenach teilt mit, dass der Wanderparkplatz in Hörschel aufgrund von Umbaumaßnahmen voraussichtlich wie folgt gesperrt ist:
Baustart ab dem 27. Februar 2025.
Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Eisenach am 24.01.2025 werden in der Ortslage von Hörschel keine Ausweichparkplätze angeboten. Wir bitten, dass sich die Wanderer darauf einstellen, können aber selbst keine Empfehlung geben, wo in diesem Zeitraum Fahrzeuge abgestellt werden können.
Folgende Verkehrsumleitungen wurden eingerichtet, um Hörschel und den Rennsteig zu erreichen:
- Von Hörschel aus kann weiterhin am Wanderparkplatz vorbei zum Bahnhof und weiter in Richtung Eisenach gefahren werden. Die Verkehrsbetriebe habe um diese Verkehrsführung gebeten, damit die Schulbusse morgens pünktlich in Eisenach an den Schulen sind.
- Die Einfahrt nach Hörschel von der L 1021 (aus Richtung Eisenach kommend) ist nicht möglich. Lediglich die Zufahrt bis zum Bahnhof ist frei.
- Wer von Eisenach kommend nach Hörschel will, muss über Wartha und Neuenhof fahren (L 1017, L 3251 und K 17). Die Umleitungsstrecke ist ausgewiesen.
- Von der Spichraer Straße aus ist eine Einfahrt in die Rennsteigstraße in Richtung Hörschel nicht möglich. Es kann nur in Richtung Bahnhof gefahren werden. Eine mobile Ampel ist an dieser Stelle nicht möglich: Zu groß ist die Gefahr, dass sich wartende Fahrzeuge stauen und womöglich auf dem Bahnübergang stehen bleiben.
- Für den Busverkehr wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet, und zwar in Wartha. Die bestehende Haltestelle kann von der Umleitung aus schlecht angefahren werden. Daher wird übergangsweise eine neue Haltestelle in der Herleshäuser Straße, schräg gegenüber der Einmündung in die Dorfstraße, geschaffen.
- Die Bushaltestelle in Hörschel bleibt von den Änderungen unberührt. Die Rückfahrt von Eisenach nach Hörschel dauert allerdings nun länger. Fahrgäste fahren bis Lauchröden mit und können dann erst auf der Rückfahrt in Neuenhof beziehungsweise Hörschel aussteigen.
(Quelle: Stadtverwaltung Eisenach)


Bilder vom Beginn der Bauarbeiten, Christel Bindel, Hörschel
Bitte beachten Sie die örtlichen Informationen der Stadt Eisenach.
Eine Bautafel vor Ort informiert über alle wichtigen Ansprechpartner und über den Umfang der geplanten Baumaßnahme.
01. Januar
"Neue Gehlberger Hütte" auf dem Schneekopfgipfel wieder offen

Wie aus der Tagespresse zu erfahren war, hat die "Neue Gehlberger Hütte auf dem Schneekopf ab sofort wieder geöffnet.
Die Öffnungszeiten werden je nach Jahreszeit angepasst.
Im Winterhalbjahr ist Montag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Im Sommerhalbjahr ebenfalls Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr.
Ab März 2025 werden wieder Übernachtungen angeboten.
Wir informieren Sie genauer, wenn uns verlässliche Unterlagen vorliegen.
Januar
Imbiss "Hohe Sonne" ist Geschichte
Tilo Freiboth, Wanderfreund aus Ruhla, stellte mir nachfolgende Bilder zur Verfügung.
Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme an der Hohen Sonne wurde bereits im letzten Jahr der Imbiss geschlossen. Unterdessen wurde das Gebäude abgerissen und die Außenanlagen beräumt.



Die Fotos entstanden im Januar 2025 und stammen von Tilo Freiboth, Ruhla
03. April
Neue Sitzgruppe beim "Ruhlaer Häuschen"
Am Ruhlaer Häuschen wurde eine neue Sitzgruppe aufgestellt. Sie ist einfach und zweckmäßig gebaut. An ihr finden 6 bis 8 Personen Platz.

neue Sitzgruppe. Bild: Tilo Freiboth, Ruhla
25. März
Fredi's Quell gründlich in Ordnung gebracht
Mitglieder der Ortsgruppe Ruhla vom Rennsteigverein 1896 e.V. brachten am 25. März Fredi's Quell rechts am Anstieg zwischen dem Glasbachstein und der Glöcknergruppe in Ordnung, wie mir Tilo Freiboth von der Ortsgruppe Ruhla mitteilte.
Hinweis: Das Quellwasser ist kein Trinkwasser.
Die Bilder stellte mir freundlicherweise Tilo Freiboth zur Verfügung.



11. März
Schmierereien an der Rennsteigleiter "Hoher Stock"
Bei einer Vorortbesichtigung am Inventar der Rennsteigleiter "Hoher Stock" (Gießübel-Altenfeld) stellte ich fest, dass der Aufsteller mit der Infotafel mit Farbe beschmiert wurde. Eine Meldung an den Regionalverbund erfolgte sofort.
Weiterhin wurde der Grenzstein 120 geprüft, da dieser Bereich durch Forstarbeiten (Nutzung als Lagerplatz) stark gefährdet ist. Neuerdings stellen hier auch osteuropäische Fuhrunternehmen ihre Fahrzeuge ab und blockieren teilweise den Wanderweg Rennsteig. Es wäre angebracht, wenn hier der Regionalverbund in Abstimmung mit der Verkehrspolizei ein Parkverbotsschild für Fahrzeuge, die außerhalb der Parkfläche abgestellt werden, aufstellen würde.

beschmierte Rennsteigleiter

Grenzstein Nr. 120

Ohne Datum
Schmierereien am Rennsteiginventar
Anfang des Monats erhielt ich mehrere Hinweise, dass es besonders im westlichen Rennsteigbereich wieder zu Schmierereien am Rennsteiginventar, besonders an Wegweisern und Hinweisschildern kommt. Sogar die Presse berichtete schon darüber.

Foro: Tilo Freiboth, Ruhla
Eine gewisse Petra und ein gewisser Micha tun uns kund, dass sie ebenfalls hier waren, was aber niemanden sonderlich interessieren dürfte. Fakt ist, hier werden mutwillig teilweise im Ehrenamt aufgestellte Schilder verunstaltet. Ich hoffe darauf, dass eine entsprechende Anzeige erstattet wird und die Täter gefasst und vor allem bestraft werden.
Zur Auffindung der Verursacher hier einige Vorschläge:
Es sollte geprüft werden, ob diese Form des geistigen Dünnsch... irgendwo in den sozialen Medien veröffentlicht wurde.
Vielleicht gibt es auch in den Hotels und Gaststätten im Raum Eisenach, Ruhla einen Hinweis auf Petra und Micha.
Es könnte auch sein, dass Wanderer diese Beiden bei ihren künstlerischen Ergüssen beobachtet haben.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie Hinweise auf Petra und Micha haben. Ansprechpartner sind der Regionalverbund Thüringer Wald, die Naturparkverwaltung Thüringer Wald. Gerne können Sie sich mit sachdienlichen Hinweisen auch an mich wenden.
17. Februar

Zeitungsauschnitt OTZ, 17.02.2025
Mit diesem Artikel macht die Ostthüringer Zeitung OTZ auf eine Bundeswehrübung auf dem Rennsteig zwischen Hörschel und der Ebertswiese aufmerksam. Die Zuarbeit zum Artikel erfolgte durch das Landratsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.
Auf meine Anfrage beim Pressesprecher der Werratal-Kaserne Bad Salzungen am heutigen Tag ergab sich ein völlig anderer Sachverhalt:
Radpanzer kommen überhaupt nicht zum Einsatz. Es handelt sich lediglich um 2 allradtaugliche Begleitfahrzeuge, welche auch nicht die Soldaten auf dem Rennsteig begleiten. Sie sind dafür gedacht bei Unfällen und sonstigen Problemen rasch vor Ort zu sein. Der Einsatz erfolgt über ausgebaute Forstwege und das nur bei Bedarf, ähnlich wie bei Rettungs- und Feuerwehreinsätzen. Der Marsch der Soldaten über 45 km gehört zu deren Ausbildung. Der Pressesprecher betonte, dass der Bundeswehr durchaus die Bedeutung des Rennsteiges für den Thüringer Tourismus bekannt ist.
Ich bitte zukünftig die Presse und das Landratsamt bei der Verbreitung sensibler Nachrichten vorher korrekt zu recherchieren, damit derartige "Fake News" nicht in die Öffentlichkeit gelangen.
05. Februar
zum Schmunzeln und Nachdenken - ein Vergleich zur Preisentwicklung
Bei einem Besuch auf dem Großen Inselberg kehrten wir zum kleinen Imbiss ein. Nachfolgend ein Kostenvergleich zu einer Runsteinkehr in den Gothaer Gasthof auf dem Inselsberg im Jahre 1893, allerdings damals incl. Unterkunft, Frühstück und Abendessen:
1893: 2 Mark 15 Pfennig für Halbpension, Bedienung.
2025: 28,70€ für 2 Kännchen Kaffee, 1 kleines Kesselgulasch, 1 Hefekloss, Selbstbedienung.
Wie sich die Zeiten (Preise) ändern - was ich aber nicht den Gasthofbetreibern anlasten möchte, die täglich um das Überleben kämpfen müssen.
26. Januar
Organisatorisches zur Pfingstrunst 2025
156. Runst nach 1990, Wanderführer Lutz Hähner
14.06.2025
Anreisetag, Hörschel, 18.00 Uhr Sippung
15.06.2025
Hörschel - Ascherbrück
16.06.2025
Ascherbrück - Spießberghaus
17.06.2025
Spießberghaus - Oberhof, "Waldschlösschen"/ Stein 16
18.06.2025
Oberhof/ Stein 16 - Neustadt am Rennsteig/ "Hubertus"
19.06.2025
Neustadt am Rennsteig - Limbach/ Übernachtung in Friedrichshöhe Hotel-Pension "Rennsteig"
20.06.2025
Limbach - Steinbach am Wald/ "Hotel Rennsteig"
21.06.2025
Steinbach - Blankenstein/ Übernachtung: "Hotel Rennsteig" Steinbach am Wald
21.06.2025
Abendsippung Steinbach am Wald
22.06.2025
Heimreise nach Frühstück
Bemerkung:
Shuttleservice:
Limbach - Friedrichshöhe und umgekehrt
Blankenstein - Steinbach
Gepäcktransport in Regie des Rennsteigvereins, 1 Gepäckstück (bitte beachten!)
Organisatorisches zur Herbstrunst 2025
157. Runst nach 1990, Wanderführer Ulrich Rüger
30.08.2025
Anreisetag Hörschel, 17 Uhr (nicht 18 Uhr) Abendsippung im Gasthof "Tor zum Rennsteig"
31.08.2025
Hörschel-Hotel Sophienaue-Eisenach-Marienthal
01.09.2025
Shuttle Sophienaue-Hohe Sonne-Wanderung zum Spießberghaus
02.09.2025
Spießberghaus-Oberhof-Stein 16-Waldschlösschen
03.09.2025
Oberhof-Stein 16-Neustadt am Rennsteig-Hotel "Hubertus"
04.09.2025
Neustadt am Rennsteig-Limbach-Übernachtung Friedrichshöhe Hotel "Rennsteig"
05.09.2025
Limbach-Steinbach am Wald-Hotel "Rennsteig"
06.09.2025
Steinbach - Blankenstein/ Übernachtung: "Hotel Rennsteig" Steinbach am Wald
Abendsippung Steinbach am Wald
07.09.2025
Heimreise nach Frühstück
Bemerkung:
Shuttleservice:
Sophienaue/Marienthal/Eisenach-Hohe Sonne in Eigenregie
Limbach - Friedrichshöhe und umgekehrt in Eigenregie
Blankenstein - Steinbach, Vertragsbus, bucht Hotel
Gepäcktransport in Eigenregie, 1 Gepäckstück (bitte beachten!)
Begleitfahrzeug/ Bus: Sylvia Rüger
Die erste Etappe endet an der Hohen Sonne. Zur Unterkunft wandern wir durch die Drachenschlucht.
Durch den Start der 2. Etappe an der Hohen Sonne verlängert sich die Entfernung zum Spießberghaus auf insgesamt 25,5km.
25. Januar
Fragwürdige Post vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie
Am heutigen Tag habe ich Post vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Herrn Dr. habil. Sven Ostritz erhalten. Das hatte folgenden Anlass:
1. Gehen wir aus von meinen Ausführungen in der Chronik vom 26.11.2024. Dazu noch einmal ein entsprechendes Schreiben des Landesdenkmalrates:

Bemerkung: Die angebotene Webseite https://www.historische-grenze.net/grenzsteine-thueringen, ist für thematische Fragen zu Grenzsteinen in Thüringen nicht mehr erreichbar.
2. Aufgrund des Scheibens habe ich mich am 16.01.2025, nachdem ich seitens der Beteiligten keine Rückinformation erhalten habe, nochmals mit der Bitte an die Staatskanzlei gewendet, damit man mir einen Ansprechpartner beim Landesamt für Denkmalpflege benennt:

3. Diese Anfrage wurde mir am 20.01.2025 von der Thüringer Staatskanzlei, Herrn Münchgesang, wie folgt beantwortet:

4. Daraufhin habe ich am 21.01.2025 eine Mail an Herrn Dr. Sven Ostritz geschickt, mit der Bitte um Benennung eines Ansprechpartners:


Die im Text erwähnte Tabelle (Auszug)
5. Von Herrn Dr. Ostritz erhielt ich am 25.01.2025 einen Brief mit einem Exemplar des Heftes "Forstwirtschaft und Bodendenkmalpflege", Ausgabe 2024:



6. Fazit:
Im Brief von Dr. Ostritz werde ich als Vorsitzender des Rennsteigvereins benannt. Das trifft nicht zu, das habe ich in meiner Anfrage vom 21.01.2025 auch nicht so dargestellt (s. oben).
Im Schreiben von Dr. Ostritz wird nicht auf meine Anfrage eingegangen, mir einen Ansprechpartner zu benennen. Stattdessen werde ich auf eine Web-Seite verwiesen, die es nicht mehr gibt und zusätzlich noch als "Mögliches Sicherheitsrisiko" (http) eingestuft wird:

Die dort angebotene Seite war in ihrer aktiven Phase bereits derart mangelhaft und schlecht recherchiert, dass ich schon damals von einer Nutzung abgeraten habe.
Wir erfassen historische Grenzsteine bereits seit mehreren Jahrzehnten und legen bei der Recherchequalität die höchsten Maßstäbe an. Das ist auch im Landesamt für Denkmalpflege bekannt, leider bisher ohne Mitwirkungsangebot seitens der Behörde.
Das Schreiben von Dr. Ostritz ist bezüglich der Zuständigkeit nicht zielführend und entspricht nicht den rechtlichen Regelungen. Der Rennsteig steht als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz, dazu gehören auch die Grenzsteine, die den Weg erst so bekannt gemacht haben. Siehe hierzu auch folgende Quellen:
Das Thüringer Gesetz zur Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmale (Thüringer Denkmalschutzgesetz - ThürDSchG-) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. April 2004, mit der zuletzt berücksichtigten Änderung durch Artikel 2 des Gesetzes vom 18. Dezember 2018 (GVBl. S. 731, 735) regelt im Ersten Abschnitt, Allgemeine Vorschriften unter § 1:
(1) Denkmalpflege und Denkmalschutz haben die Aufgabe, Kulturdenkmale als Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschichte und erdgeschichtlicher Entwicklung zu schützen und zu erhalten sowie darauf hinzuwirken, dass sie in die städtebauliche und dörfliche Entwicklung sowie in die Raumordnung und Landschaftspflege einbezogen werden. Dabei obliegt dem Denkmalschutz die hoheitlich- rechtliche Aufgabe und Verantwortung, der Denkmalpflege die fachliche Beratung und Fürsorge für den hoheitlichen Denkmalschutz.
Im 3. Abschnitt wird unter § 12 Allgemeine Maßnahmen der Denkmalschutzbehörden geregelt:
(1) Die Denkmalschutzbehörden haben diejenigen Maßnahmen zu treffen, die nach pflichtgemäßem Ermessen erforderlich sind, um Kulturdenkmale zu erhalten, zu bergen und zu bewahren sowie Gefahr von ihnen abzuwenden.
Details zum Umfang werden im Staatsanzeiger geregelt:
- Staatsanzeiger Nr. 30/1999, Seiten 1665ff
- Staatsanzeiger Nr. 26/2008, Seite 992
Das im Schreiben von Dr. Ostritz benannte Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation ist lediglich mit ordnungsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem unsachgemäßen Umgang mit historischen Grenzsteinen betraut.
Interessant ist auch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt am Main vom 04.03.1983 (2 Ss 504/82, NJW 1984, 2303). Dort wurden zum Umgang mit historischen Grenzsteinen folgende Aussagen getroffen:
Grenzsteine sind in der Regel keine Bodendenkmale, sondern Baudenkmale.
Historische Grenzsteine sind lediglich Scheinbestandteile des Grundstückes. Sie sind deshalb sonderrechtsfähig und unterliegen weder dem Eigentumsrecht des Grundstückseigentümers noch seiner Dispositionsverfügung.
Mir wurde aber vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege eine Broschüre übergeben, die von Bodendenkmalen spricht (siehe oben). Falls dieses Papier gleichzeitig als Handreichung für die Forstdienstleister dienen soll und nicht ein vom Denkmalrat und von der Staatskanzlei empfohlenes Faltblatt, bei dessen Erstellung wir gerne mitarbeiten möchten, sehe ich den Sinn dieser Aktion als verfehlt an. Kein Forstdienstleister wird sich am Rennsteig hinstellen und eine 64-seitige Broschüre durchlesen, deren Inhalt rein informativ ist und nicht dazu beitragen wird, Schäden an den historischen Grenzsteinen zu vermeiden.
Ich vermisse im Schreiben von Dr. Ostritz den Bezug die hoheitlich-rechtliche Verantwortung, fachliche Beratung und Fürsorge für den hoheitlichen Denkmalschutz, außerdem ist kein pflichtgemäßes Ermessen erkenntlich, Kulturdenkmale zu erhalten, so wie es das Thüringer Denkmalschutzgesetz vorschreibt. Stattdessen werde ich an andere Behörden verwiesen. Es ist meiner Meinung nach auch die Frage des Anstandes, wenn ich als besorgter Bürger/ Verein eine Anfrage stelle und keine oder falsche Auskünfte erhalte, die letztendlich nicht zur Lösung des Problemes beitragen und andere Behörden, vor allem im regionalen Bereich verunsichern. Es ist auch nicht zweckdienlich, privaten Personen die Lösung eines hoheitlichen Missstandes zu überlassen. Wenn Probleme bei der Lösung auftreten sollten, wäre es ratsam, wenn das die Behörden unter sich klären und nicht die hilfesuchende Privatperson im Sinne eines „Buchbinder Wanninger“ zwischen den Behörden umherirren lassen.
Der Denkmalrat und die Staatskanzlei wird vom Antwotrtschreiben des Landesdenkmalamtes informiert. Ich behalte mir in diesem Falle vor, eine Fachaufsichtsbeschwerde zu stellen.
20. Januar
Wanderparkplatz Hörschel gesperrt
Die Stadt Eisenach teilt mit, dass der Wanderparkplatz in Hörschel aufgrund von Umbaumaßnahmen voraussichtlich wie folgt gesperrt ist:
Baustart ab dem 27. Februar 2025.
Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Eisenach am 24.01.2025 werden in der Ortslage von Hörschel keine Ausweichparkplätze angeboten. Wir bitten, dass sich die Wanderer darauf einstellen, können aber selbst keine Empfehlung geben, wo in diesem Zeitraum Fahrzeuge abgestellt werden können.
Folgende Verkehrsumleitungen wurden eingerichtet, um Hörschel und den Rennsteig zu erreichen:
- Von Hörschel aus kann weiterhin am Wanderparkplatz vorbei zum Bahnhof und weiter in Richtung Eisenach gefahren werden. Die Verkehrsbetriebe habe um diese Verkehrsführung gebeten, damit die Schulbusse morgens pünktlich in Eisenach an den Schulen sind.
- Die Einfahrt nach Hörschel von der L 1021 (aus Richtung Eisenach kommend) ist nicht möglich. Lediglich die Zufahrt bis zum Bahnhof ist frei.
- Wer von Eisenach kommend nach Hörschel will, muss über Wartha und Neuenhof fahren (L 1017, L 3251 und K 17). Die Umleitungsstrecke ist ausgewiesen.
- Von der Spichraer Straße aus ist eine Einfahrt in die Rennsteigstraße in Richtung Hörschel nicht möglich. Es kann nur in Richtung Bahnhof gefahren werden. Eine mobile Ampel ist an dieser Stelle nicht möglich: Zu groß ist die Gefahr, dass sich wartende Fahrzeuge stauen und womöglich auf dem Bahnübergang stehen bleiben.
- Für den Busverkehr wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet, und zwar in Wartha. Die bestehende Haltestelle kann von der Umleitung aus schlecht angefahren werden. Daher wird übergangsweise eine neue Haltestelle in der Herleshäuser Straße, schräg gegenüber der Einmündung in die Dorfstraße, geschaffen.
- Die Bushaltestelle in Hörschel bleibt von den Änderungen unberührt. Die Rückfahrt von Eisenach nach Hörschel dauert allerdings nun länger. Fahrgäste fahren bis Lauchröden mit und können dann erst auf der Rückfahrt in Neuenhof beziehungsweise Hörschel aussteigen.
(Quelle: Stadtverwaltung Eisenach)


Bilder vom Beginn der Bauarbeiten, Christel Bindel, Hörschel
Bitte beachten Sie die örtlichen Informationen der Stadt Eisenach.
Eine Bautafel vor Ort informiert über alle wichtigen Ansprechpartner und über den Umfang der geplanten Baumaßnahme.
01. Januar
"Neue Gehlberger Hütte" auf dem Schneekopfgipfel wieder offen

Wie aus der Tagespresse zu erfahren war, hat die "Neue Gehlberger Hütte auf dem Schneekopf ab sofort wieder geöffnet.
Die Öffnungszeiten werden je nach Jahreszeit angepasst.
Im Winterhalbjahr ist Montag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Im Sommerhalbjahr ebenfalls Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr.
Ab März 2025 werden wieder Übernachtungen angeboten.
Wir informieren Sie genauer, wenn uns verlässliche Unterlagen vorliegen.
Januar
Imbiss "Hohe Sonne" ist Geschichte
Tilo Freiboth, Wanderfreund aus Ruhla, stellte mir nachfolgende Bilder zur Verfügung.
Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme an der Hohen Sonne wurde bereits im letzten Jahr der Imbiss geschlossen. Unterdessen wurde das Gebäude abgerissen und die Außenanlagen beräumt.



Die Fotos entstanden im Januar 2025 und stammen von Tilo Freiboth, Ruhla
20. November
Der Rennsteigverein 1896 e.V. erhält den Thüringer Denkmalschutzpreis 2025
"Engagement für Tradition und Zukunft"
Seit mehr als hundert Jahren pflegen wir die Tradition des Rennsteiges.
Es ist uns als Verein ein besonderes Bedürfnis,
geschichtliche Zeitzeugen zu pflegen, zu bewahren, zu dokumentieren und zu publizieren.
Rennsteigverein 1896 e.V., Ulrich Rüger, Hauptwegewart, im Oktober 2025
Es war ein langer, im wahrsten Sinne des Wortes "steiniger Weg" bis hin zur Preisverleihung. Nachdem im Jahre 2000, die Unterlagen unseres damaligen Antrages auf mysteriöse Art und Weise verloren gegangen sind, hat es im Jahre 2025 endlich geklappt.
Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Hildburghausen in Person ihres Mitarbeiters Daniel Reiche, schlug uns zu Beginn des Jahres 2025 für die diesjährige Preisverleihung vor.



Der Antrag wurde von uns kurz vor Meldeschluss am 27. Februar 2025 handschriftlich eingereicht, vom Landratsamt Hildburghausen bearbeitet und nach Erfurt weitergeleitet. Im Oktober erhielten wir von der zuständigen Stelle dann eine erste Bestätigung, dass wir als Preisträger bestätigt worden sind. Um unsere Leistungen ansprechend zu würdigen, wurden von uns noch Informationen und entsprechendes Bildmaterial zur Verfügung gestellt.



Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Auszüge aus der offiziellen Broschüre zum Thüringer Denkmalschutzpreis 2025
30. August bis 06. September - Herbstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V. - Bilder einer Runst

Joseph von Eichendorff
Allgemeines Wandern
Vom Grund bis zu den Gipfeln,
Soweit man sehen kann,
Jetzt blühts in allen Wipfeln,
Nun geht das Wandern an:
Die Quellen von den Klüften,
Die Ström auf grünem Plan,
Die Lerchen hoch in Lüften,
Der Dichter frisch voran.
Und die im Tal verderben
In trüber Sorgen Haft,
Er möcht sie alle werben
Zu dieser Wanderschaft.
Und von den Bergen nieder
Erschallt sein Lied ins Tal,
Und die zerstreuten Brüder
Faßt Heimweh allzumal.
Da wird die Welt so munter
Und nimmt die Reiseschuh,
Sein Liebchen mitten drunter
Die nickt ihm heimlich zu.
Und über Felsenwände
Und auf dem grünen Plan
Das wirrt und jauchzt ohn Ende –
Nun geht das Wandern an!
Anreisetag, 30. August 2025: Sippung in Hörschel

Hörschel: im Rennsteighaus

Begleitbus "Oskar"
Am 30. August 2025, dem Vortag des Runstbeginns, trafen sich 8 Alt- und 5 Jungrenner zur Sippung im Rennsteighaus Hörschel. Die Möglichkeit, uns dort in gemeinsamer Runde mit Mitgliedern unseres Vereins aus den benachbarten Ortsgruppen zu treffen, wurde durch Christel Bindel, der Vorsitzenden der Ortsgruppe Hörschel, ermöglicht. Die Gaststätte konnten wir nicht nutzen, da dort eine private Familienfeier stattgefunden hatte. Versorgt wurden wir mit Getränken, die von uns vorab besorgt worden sind. Eine Pizzeria aus Eisenach versorgte uns mit den Köstlichkeiten der italienischen Küche, die wir dort bestellt hatten. All diese Vorbereitungen liefen zu unserer vollsten Zufriedenheit ab, bedurften aber einer immensen logistischen Vorarbeit.
Auch die Organisation der Unterkünfte gestaltet sich immer komplizierter. Hier an dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich noch einmal beim Ehepaar Lutz und Susanne Hähner für die geleistete Arbeit bedanken.
An diesem Abend besprachen wir den Runstablauf und die obligatorischen Aufgaben wurden an die Runstteilnehmer verteilt, Gedanken und Erfahrungen wurden ausgetauscht.
Erster Tag, 31. August 2025: Hörschel - Hohe Sonne - über die Drachenschlucht zur Sophienaue, Gehzeit mit Pausen 7 Stunden, ca. 17,3 km

eine der auswärtigen Unterkünfte in Hörschel
Unsere Marketenderin Sylvia ("Thüringer Madle") hatte alles voll im Griff

Pünktlich um 09.00 Uhr trafen wir uns am 31. August 2025 am Ufer der Werra, nachdem auch Detlef, unser Altrenner "Ranger" zu uns gestoßen war und starteten nach der obligatorischen Morgenzeremonie die Runst in Richtung Blankenstein. Begleitet wurden wir wieder von Mitgliedern der regionalen Ortsgruppen des Rennsteigvereins, eine Tradition, die wir pflegen und gerne in Anspruch nehmen.

Die Renner versammelten sich zu einem Foto an der Kirche von Hörschel:
Christoph Bader, Rennsteigverein 1896 e.V.
Frank Donath, Rennsteigverein 1896 e.V.
Hubert Michalski, Rennsteigverein 1896 e.V.
Annette Zimmermann
Simon Büttener, TGW Erfurter Bergfreunde
Ulrich Rüger, Rennsteigverein 1896 e.V. Wanderführer
Norbert Nirsberger, Rennsteigverein 1896 e.V.
Annelies Krell, Thüringerwald Verein
Detlef Wolf
Margit Melzer, Rennsteigverein 1896 e.V.
Marion Kunath, Rennsteigverein 1896 e.V.
Gudrun Hoffmann, Rennsteigverein 1896 e.V.
Karen Forster, Rennsteigverein 1896 e.V.
Nicht mit auf dem Foto: Sylvia Rüger, Rennsteigverein 1896 e.V., Marketender
Unter den Teilnehmern waren 5 Jungrenner.
Runstbegleitung:
Willi Lehmann, Altrenner "Druse" vom Inselsberg bis nach Neustadt am Rennsteig
Uwe Jungnickel, Altrenner "Rennsteig-Ameise" von Spechtsbrunn bis Blankenstein

Erste Rast auf dem Großen Eichelbereg


Traditionell werden, wenn wir in Richtung Blankenstein wandern, am Sühnekreuz "Wilde Sau" die Jungrenner zu Altrenneranwärtern erhoben.

Bei dieser Runst war unser Tagesziel das Hotel "Sophienaue" vor den Toren der Wartburgstadt Eisenach. Von der Hohen Sonne wanderten wir durch die Drachenschlucht hinunter zum Hotel.

Zweiter Tag, 01. September 2025: Hohe Sonne - Spießberghaus, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen,25,6 km bis Spießberghaus

Gleich im Anschluss an den Flurort "Hoher Bruch" treffen wir auf das Kneipp Becken mit einer kleinen Schutzhütte, einer Quelle und einem Rastplatz. Während die Gesamtkonstruktion der Sitzgruppe einen ordentlichen Eindruck hinterlässt, wäre es notwendig, die Tischplatte zu erneuern. In diesem Zuge könnte der Rastplatz mit einem neuen Schutzanstrich vesehen werden.
Koordinaten/ UTM: 32U 593301.324E, 5642229.293N

Der Zugang zum Pummpälzweg mit erneuerten Holzreliefs.

Begrüßung der Runstteilnehmer an der Schillerbuche durch unsere Ruhlaer Rennsteigvereinsmitglieder, eine schöne Tradition für die wir uns recht herzlich bedanken möchten. Ein besonderer Gruß galt dem Ruhlaer Vereinsmitglied Karen Forster.

Ein alter Bekannter, Stein 13, Nähe Hühnerwiese.
Der gleich im Anschluss folgende Mangel am Zustand des Weges wurde noch nicht beseitigt.

Rast an der Pension "Zur Rose", das ehemalige Haus "Reitsteine", angenehm entspannend, freundliches Flair im Wiener Kaffeehausstil.


Der Aufstieg zum Großen Jagdberg über die ehemalige Schanze erwies sich als unangenehm und teilweise gefährlich. Der desolate wurde bereits bei der Pfingstrunst bemängelt, wurde aber in die Planung für Wegebauarbeiten im Jahr 2026 aufgenommen, jedoch gibt es unterschiedliche Meinungen über Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen zur Beseitigung der Mängel. Meiner Einschätzung nach müsste eine umfassende Sanierung erfolgen, um die Sicherheit der Wanderer (auch für ältere Wanderer) für einen Nutzungszeitraum von mindestens 10 Jahren zu gewährleisten. ThüringenForst und TTG streben ein Minimalprogramm an, das vorsieht nur marode Teile auszuwechseln, um die Kosten niedrig zu halten.
Die Mängel an der Schutzhütte oben auf dem Großen Jagdberg hingegen, wurden noch nicht beseitigt.



Kurz vor unserem Tagesziel in der Nähe des Spießberghauses.

Abendliche Aussichten in das Thüringer Land vom Spießberghaus aus.
Dritter Tag, 02. September 2025: Spießberghaus - Oberhof, Gehzeit 9 Stunden, 25 km bis Hotel

Der Runstgesang vor dem Beginn unseres 3. Runsttages am Spießberghaus

Riesige Holzstapel zwischen der Alten und Neuen Ausspanne gefährden die dort stehenden Grenzsteine. Von der immer wieder beteuerten "Sensibilisierung" der Forstbetriebe im Umgang mit den denkmalgeschützten historischen Grenzsteinen bleibt angesichts solcher Bilder nicht mehr allzu viel übrig.

Die Wegesituation am Sperrhügel ist seit der Pfingstrunst nicht besser geworden. Zwar wurden in der Vergangenheit auch in diesem Bereich immer wieder Wegeinstandsetzungen vorgenommen. Leider erwiesen sie sich als nicht zielführend. Die immer wieder auftretenden Ausspülungen lassen sich weitgehend vermeiden, würde man sich an die Erfahrungen beim Forstwegebau längst vergangener Jahre orientieren. Damals als Forstwirtschaft noch einen gewissen Anspruch auf ästhetische Grundzüge hatte, versuchte man den Wegebau auf langlebige Wege zu orientieren. Nicht weit von hier am "Hohen Schorn", kann man solche Wegeabschnitte noch vorfinden. Die damaligen Wegebauer arbeiteten mit sogenannten Packlagern, die aufgrund der Einbautechnologie, einmal das Oberflächenwasser aufnehmen konnten, es aber auch vermochten, das anfallende Wasser abzuleiten. Leider eine Technologie die heute aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr angewendet wird. Deshalb müssen wir mit solchen Wegen offenbar zukünftig leben.
Erschwerend kommt bei diesem Rennsteigabschnitt hinzu, dass es sich um Privatwald handelt.

Schmalkalder Loibe

Defekter Rastplatz und erneuerungsbedürftiger Wegweiser am "Hirtenrasen"
Koordinaten: 32U 616023.635E, 5620475,158N


Grenzstein Nr. 168, herausgerissen, am Wegrand liegend
Koordinaten: 32U 616278.697E, 5619737.59N

Vor dem Gustav-Freytag-Stein temporäre Mängel am Weg nach starken Regenfällen. Hier wäre es angebracht vorhandene Unebenheiten im Weg auszugleichen.

Ein schon oft kritisierter Schandfleck am Rennsteig, mit der Hoffnung, dass eine baldige ersatzlose Entfernung erfolgt. Der Rennsteig ist ein international anerkannter Fernwanderweg, keine Müllhalde und schon gar nicht ein Panoptikum für geistige Inkompetenz.

Wie schon erwähnt, mit geringem Aufwand könnte hier Abhilfe geschaffen werden.

Vierter Tag, 03. September 2025: Oberhof - Neustadt am Rennsteig, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen, 27,3 km

Das Maß aller Dinge, Hotel der Superlative, aber, welchen Nutzen bringt es dem Wanderer?

In die Jahre gekommener Wegweiser an der Suhler Ausspanne, sollte erneuert werden
Koordinaten: 32U 622532.55E, 5613853.341N

Christoph mit einem selbstverfassten Gedicht an Plänckners Aussicht auf dem Großen Beerberg

Am Borstenplatz, ein Höhepunkt unserer Runst. Der Besuch der Suhler Ortsgruppe. Aber nicht genug: Die Presse war da, das Regionalfernsehen, lustige Musikanten und unsere hoffentlich zukünftigen Wanderer von einem befreundeten Kindergarten. Ein gelungener Höhepunkt unserer Ortsgruppe des Rennsteigvereins. Herzlichen Dank an Ernst Haberland und seine Mitstreiter, die diesen Höhepunkt ermöglichten und gestalteten.
Nachfolgend der Link zum Fernsehbeitrag bei Rennsteig TV:
https://www.rennsteig.tv/kindergarten-lernt-wandern-vor-ort/



Sogar getanzt wurde!

Maroder Wegweiser am Mordfleck, müsste erneuert werden.
Koordinaten: 32U 625619.94E, 5610912.192N


Grazienhütte

Am Großen Dreiherrenstein, ganz nahe der Mitte des Rennsteiges

Eine Unsitte der Forstbetriebe, Holzlager in unmittelbarer Nähe von Grenzsteinen. Der Stapel im unteren Bild wurde kurzfristig auf unser Verlangen hin beseitigt.


Bergfest im "Hubertus", Neustadt am Rennsteig. Simon spielte Ukulele, Norbert Mundharmonika. Sogar ein schwedischer Besucher, der mit seiner "Indian" am Rennsteig unterwegs war, gesellte sich zu uns, weil ihm die Stimmung so gut gefiel.

Fünfter Tag, 04. September 2025: Neustadt am Rennsteig - Limbach, Gehzeit 9 Stunden mit Pausen, 21,5 km


Kurz vor dem Hohen Stock treffen wir auf diesen Grenzstein, aufwändig saniert, zerstört und beschmiert

am Triniusstein

Mittagsrast kurz nach Masserberg

auf dem Weg von Masserberg nach Friedrichshöhe

An der Pechleite wurden die wegen Forstarbeiten in Mitleidenschaft gezogenen Grenzsteine 50, 50A, 50B und 50C gefunden, bzw. die Standorte konnten wieder hergestellt werden.


in Friedrichshöhe waren wir bei Thomas Lutz zu Gast, angenehm und rustikal


nächtliche Stimmung in Friedrichshöhe

Sechster Tag, 05. September 2025: Limbach - Steinbach am Wald, Gehzeit 10 Stunden, 26,9 km

Stauseeblick auf dem Sandberg bei Steinheid, sogar an eine Smartphonehalterung für Selfies wurde gedacht.

Bei Mäharbeiten oder beim Winterdienst zerstörter Grenzstein 95a aus dem Jahre 1906. Trotz wiederholter Bitte meinerseits, den Grenzstein vor Beschädigungen aus den genannten Gründen zu sichern, wurde nichts unternommen. Das Ergebnis sieht man hier. Alle verurteilen es, aber niemand fühlt sich verantwortlich.

Ein Besuch im Thüringer Wald Shop in Neuhaus am Rennweg.


Schutzhütte gegenüber vom Wintersportehrenmal. Reparaturarbeiten am Dach wurden begonnen, sind aber ins Stocken geraten. Im Inneren der Hütte wurde der Tisch erneuert.



Rennsteig zwischen "Kalter Küche" und "Schildwiese"

Rast an der Frankenwaldhütte bei der Schildwiese. Uwe Jungnickel (im Vordergrund rechts), ist extra aus Großenhain angereist, um uns an den letzten beiden Tagen der Runst zu begleiten.

Culinarium Atmosphera in Steinbach am Wald, hier kehren wir gerne immer am Abend ein
Siebter Tag, 06. September 2025: Steinbach am Wald - Blankenstein, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen, 28,8 km

Steinkontrolle muss sein

Altrennertaufe am Kurfürstenstein.
Lieber Altrenneranwärter
Knie nieder und lege Deine rechte Hand an diesen Stein.
Nachdem Du im Kreise wackerer Altrenner nach den Sitten
und Traditionen unseres Vereins den Rennsteig des
Thüringer- und Frankenwaldes in 7 Tagen erfolgreich erwandert hast
erhebe ich Dich in den Stand eines Altrenners und gebe
Dir den Rennernamen:
………………………………………………………………………
Trage diesen Namen in Ehren und wirke fortan im Sinne des Rennsteiggedankens!
Gut Runst!


Das Grab von Eduard Birnstiel auf dem Friedhof in Brennersgrün wurde durch Auffrischung der Schriftzüge aufgebessert.

Am Waldspielplatz hinter Brennersgrün

Der überdachte Rastplatz "Am Beerholz" müsste erneuert werden
Koordinaten: 32U 685725.351E, 5587148.676N

Endspurt beim Blumenbinden vor Schlegel

Zahlreiche Wegweiser, speziell zwischen Brennersgrün und Blankenstein bedürfen einer dringenden Reparatur, bzw. müssten komplett erneuert werden. Eine ausführliche Liste dazu wurde von Simon Büttner erarbeitet und weitergeleitet.

Für jeden einen kleinen Strauß, für den Wanderführer einen Kranz, so will es die Tradition. Zum Abschluss der Runst wird der Blumenschmuck, in diesem Fall, der Selbitz übergeben. Vielen Dank an Sylvia und die Wanderfreunde, die sich um die Herstellung des Blumenschmuckes gekümmert haben.




Gruppenfoto am Steinernen Wanderer in Blankenstein

Die letzten Meter zur Selbitz

Welche Ähnlichkeiten

Der Wimpel wird zum Abschluss der Runst mit dem Wasser der Selbitz geweiht

Blumenschmuck ade, zusammen mit unseren Steinen, die wir von Hörschel bis hierher trugen, wurde alles der Selbitz übergeben.
Unsere neuen Altrenner erhielten nach eingehender Besprechung folgende Namen, die sie fortan in aller Ehre tragen dürfen:
Christoph Bader: Literat
Marion Menzel: Pfefferküchlerin
Simon Büttner: Panther
Annette Zimmermann: Alchimistin
Karen Forster: Fundamenta
Nach einer internen Ermittlung beliefen sich die Gesamtkosten der Runst auf durchschnittlich 800€ pro Person.

Es war eine gelungene Runst. Die Resonanz der Teilnehmer und diesmal auch die der Medien, bestärkt uns, weiterzumachen. Es ist nicht einfach in einer Zeit wie dieser, in welcher fast keine politische Entscheidung mehr dem Wohle der Bevölkerung dient. Fehlentscheidungen färben in gewisser Weise auch auf unsere Aktivitäten am Rennsteig ab, sie stellen Entscheidungen in Frage, die aus mangelnder Sach- und Fachkenntnis heraus getroffen werden. Sie fordern uns zur Achtsamkeit auf, damit eines Tages unsere Traditionen nicht verloren gehen.
Zur Durchsetzung der Interessen des Vereines bedarf es eines breiten Engagements aller Vereinsmitglieder, damit bei Entscheidungen über die Zukunft des Rennsteiges rechtzeitig reagiert werden kann.
08. Juli
Thüringen: Wanderer verunglückt (Pressemitteilung)
Schweres Wander-Unglück in Thüringen! (Meldung vom 10.07.2025)
Ein Wanderer ist bei seiner Tour in Thüringen meterweit in die Tiefe gefallen – weil er den Weg abkürzen wollte.
Von der Feuerwehr und der Stadt Eisenach hieß es gegenüber Thüringen24, dass es am Dienstagabend (8. Juli) zu dem Unglück gekommen ist. Demnach war ein Wanderer aus Hamburg allein auf dem Rennsteig unterwegs und wollte eine Abkürzung nehmen – zwischen dem Wanderparkplatz „Vachaer Stein“ und der „Wilden Sau“. Dabei ist er dann offenbar an einer steilen Stelle gestolpert und mehrere Meter tief den Abhang hinuntergefallen. Dabei überschlug er sich offenbar zunächst mehrfach, bevor er dann verletzt liegenblieb – verletzt, aber ansprechbar. Er konnte sogar noch per Handy einen Notruf absetzen.
Die Leitstelle Westthüringen schickte gegen 18.40 Uhr einen Alarm mit dem Stichwort „abgestürzte Person“ raus – zum dem Zeitpunkt war die genaue Lage des Wanderers noch völlig unklar. Bis zur unwegsamen Unglücksstelle am Rennsteig zu kommen, war für die Einsatzkräfte gar nicht so einfach.
14. bis 22. Juni
156. Pfingstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V nach der politischen Wende in Deutschland - Bilder einer Rennsteigfahrt
Die 156. Runst nach der politischen Wende fand nach den Regeln der Runstordnung des Rennsteigvereins 1896 e.V. statt und führte wie immer in ungeraden Jahren von Hörschel nach Blankenstein.
14 Rennerinnen und Renner waren angetreten um die 169,3 km zwischen Hörschel und Blankenstein zu bewältigen. Ein Jung- und ein Altrenner mussten die Tour leider vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen beenden. Vier Jungrenner wurden am Kurfürstenstein traditionell zu Altrennern geschlagen.
Das Wetter war bis auf einen kurzen Regenschauer am ersten Wandertag warm und sonnig.
Wanderführer der Pfingstrunst war Lutz Hähner, einer der beiden stellvertretenden Fürsteher des Rennsteigvereins 1896 e.V.
Der Gesamteindruck der am Rennsteig vorgefundenen Verhältnisse war gemischt. Die Natur scheint sich trotz extremer werdender Umwelteinflüsse rascher zu erholen, als gedacht. Sattes Grün erwartete und dort, wo vor wenigen Jahren noch tote Wälder als Folge des Borkenkäferbefalles unsere ständigen Begleiter waren. Fast 60% befallene und zerstörte Wälder im Freistaat Thüringen hinterlassen aber auch hier auf den Höhen am Rennsteig ihre Narben. Ich habe den Eindruck, dass es der Forstwirtschaft des Freistaates Thüringen an einer gesunden Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichen und touristischen Interessen mangelt. Mängelbeseitigungen am schadhaften Rennsteiginventar gehen schleppend voran, während andererseits der ehemalige Verlauf des Rennsteiges in rasanter Art und Weise als breiter Wirtschaftsweg für die Forstwirtschaft ausgebaut wird und der Wanderer immer mehr auf wild angelegte Fußpfade neben dem ursprünglichen Rennsteig ausweicht, da das Profil der sanierten Wege schlichtweg schlecht begehbar ist und zu gesundheitlichen Problemen führen kann und führt.
Diese Erfahrungen habe ich im Laufe der diesjährigen Pfingstrunst leider sammeln müssen, sie wurden mir aber auch im Gespräch mit zahlreichen anderen Wanderern bestätigt.
Die Kosten für die Runst sind im Vergleich zum Vorjahr um 28% gestiegen. Das bedeutet, dass für eine 7-tägige Runst am Rennsteig höhere Kosten wie für einen "All-inclusive" Urlaub beispielsweise in die Türkei anfallen. Auch hier wäre ein Machtwort der Politik gefragt, um der Preistreiberei ein Ende zu bereiten - Schuldzuweisungen ausdrücklich ausgeschlossen. Die Vielzahl "touristischer Kümmerer" im Freistaat ist zu groß, gemessen an den Ergebnissen, die bei den Wandertouristen ankommen. Es nützt nichts jedes Jahr weitere Premiumwanderwege aus dem Boden zu stampfen, wenn man nicht in der Lage ist, diese Wege zu erhalten und eine entsprechende Infrastruktur dort auf Dauer zu installieren, wenn schon alleine das Auswechseln eines schadhaften Wegweisers 4 Jahre und länger nach Schadensanzeige dauert. Alleine Hochglanzprospekte, die nach dem Erscheinen in unserer schnelllebigen Zeit ohnehin schon nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen, nützen nichts. Wir sind im Freistaat Thüringen in der Lage uns in der Folge 3 Jahre mit den gleichen Missständen zu beschäftigen, ohne sie zu ändern, weil man sich über die Zuständigkeit nicht einigen kann, die uns befähigt diese Missstände abzustellen. Das ist auch ein Schlag in das Gesicht der zahlreichen Ehrenamtler, die in ihrer Freizeit an ergebnislosen Beratungen teilnehmen (Problematik Grenzsteine!).
Weniger ist oft mehr. Angeraten wäre eine Abschaffung der "Kleinstaaterei" für die Thüringen bekannt ist, im Tourismus. Gebündelte Kompetenz in wenigen Händen, die auch entscheidungsbefugt sind, wäre eine Lösung.
A long smile make a short mile.
Anreise Abendsippung, 14.06.2025


Erfreuliches gleich zu Beginn unserer Runst am Anreisetag.
In Hörschel wird am Wanderparkplatz (Bild oben) gebaut, obwohl es nicht danach aussieht, dass die Eröffnung wie geplant stattfinden wird, ist alleine die Errichtung des Parkplatzes ein großes Plus für die Region. Gleich neben dem Gasthof "Tor zum Rennsteig" wurde vorab zusätzlich ein großzügiger Parkplatz errichtet (Bild darunter).
Am Anreisetag fand abends im Gasthof "Tor zum Rennsteig" die Eröffnungssippung statt, jeder Teilnehmer erhielt entsprechend der Runstordnung eine Aufgabe, die er während der Runst gewissenhaft erledigen musste. Alle Renner stellten sich vor.
Gäste von der Ortsgruppe Hörschel-Eisenach und Stedtfeld besuchten uns am Abend.
1. Tag, Sonntag, 15.06.2025: Hörschel - Ascherbrück - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 19 km


Der Start unserer Runst erfolgte um 8 Uhr in altbewährter Art und Weise mit einem Spruch und dem Runstgesang. Begleitet wurden wir auf diesem Rennsteigabschnitt vom Mitgliedern der Ortsgruppe Hörschel-Eisenach des Rennsteigvereins 1896 e.V.
Traditionell tragen wir bei der jeder Runst einen Stein vom Anfangs- zum Endpunkt der Runst. Leider erwies sich die Suche nach einen geeigneten Stein in Hörschel als schwierig, da der Steintrog am Werraufer leer war.

Etwa 200m vor der "Wilden Sau" an dieser markanten Waldwegekreuzung ist der Verlauf des Wanderweges Rennsteiges in Richtung Hohe Sonne aufgrund fehlender Markierungen nicht exakt nachvollziehbar. Die Beschilderung sollte dringend erneuert werden, da auch der Aufsteller für das Radwegeschild nicht mehr vorhanden ist.
Koordinaten, UTM: 32U 0590542 5644682

Am Sühnekreuz "Wilde Sau" versammeln sich die Renner. Der Wanderführer erklärt die Bedeutung des Kreuzes. Die Jungrenner werden zu Altrenneranwärtern geschlagen.
Auch hier gibt es Mängel am Inventar. Die Informationstafel mit Hinweisen zum Pummpälzweg ist kaum noch lesbar und müsste erneuert werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0590719 5644569


Durch unsere Wanderfreunde von der Ortsgruppe Hainich-Rennstieg werden wir wie immer bei den traditionellen Runsten unseres Rennsteigvereins bestens versorgt. Einen herzlichen Dank an das Team, das die Versorgung übernommen hatte.

Der Altbau des historischen Hotelkomplexes Hohe Sonne wurde komplett abgerissen und beräumt. Die Bauarbeiten am Neubau stagnieren derzeit. Für die gastronomische Versorgung wurde ein kleiner mobiler Imbiss mit Eiswagen eingerichtet.



Vor uns die malerisch etwas nördlich vom Rennsteig liegende "Rennsteiggrotte", kurz bevor wir die Schutzhütte "Zollstock" erreichen, wo bereits Wanderfreunde der Ortsgruppe Ruhla mit Kaffee und Kuchen auf uns warten. Auch hier einen herzlichen Dank an die Mitglieder der Ruhlaer Ortsgruppe.


Bis Ascherbrück ist es nicht mehr weit. Nach 1,6 km, mit informativen Einlagen vom Ruhlaer Vereinsmitglied Tilo Freiboth zur Bedeutung der Rennsteigwasserleitung erreichen wir am Nachmittag unser Tagesziel, das Hubertushaus "Ascherbrück", wo wir den ersten Wandertag mit einem geselligen Abend ausklingen lassen.
2. Tag, Montag, 16.06.2025: Ascherbrück - Spießberghaus - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 20,8 km

Ruhlaer Häuschen: Neu errichtet wurde die Schutzhütte und der davor liegende Rastplatz durch Mitarbeiter des Forstamtes Marksuhl, nach dem die alte Hütte einem umstürzenden Baum zum Verhängnis geworden war. Der Hütteninnenraum wurde großzügig angelegt und wird von Wanderern gerne zur Übernachtung genutzt.




Auch die Schutzhütte an der "Großen Meilerstätte" wurde einer kleinen Verjüngungskur unterzogen.

Eine gute Idee von den Machern dieser Aktion. Es wird gebeten, die dort neu angepflanzten Setzlinge regelmäßig zu gießen. 2 volle Wasserbehälter, je 1000l und 2 Gießkannen wurden bereitgestellt. Wanderer, die etwas zum Erhalt der Natur beisteuern möchten, bekommen so die Gelegenheit, die frisch gepflanzten Bäume zu gießen. Wir haben das gerne angenommen und hoffen, dass es auch andere Wanderer tun.



Ein weiterer Mangel am Wegeprofil vor uns. Wir befinden uns an der "Hühnerwiese" kurz vor dem "Zigeunerberg". Dieser Mangel wurde bereits bei vorhergehenden Runsten festgestellt und angezeigt. Leider wurde er noch nicht abgestellt. Der Rennsteigbereich tangiert private Waldflächen im Norden. Die sichtbaren Fahrspuren deuten darauf hin, dass der private Waldbesitzer der Verursacher der Schäden ist.
Koordinaten, UTM: 32U 0600108 5633619


Auf dem Gipfel des Großen Inselsberges tut sich etwas. In das touristische "Brachland" kommt Bewegung. Der ehemalige Gothaer Gasthof ist endlich Geschichte - abgerissen und beräumt. Bleibt nur zu hoffen, dass den markigen Worten benachbarter Lokalpolitiker rasch Daten folgen, um den Berggipfel "rennsteigverträglich" wieder zu reaktivieren. Bei unserer Ankunft auf dem Gipfel des Berges, war lediglich ein Imbiss geöffnet, aus der Not heraus geboren, aber wenigstens ein Lichtblick.

Ein schon in den Vorjahren mehrfach kritisierter schlechter Wegeabschnitt: Der Aufstieg zum Großen Jagdberg von der Gabelwiese her über die ehemalige Naturschanze. Von Treppenanlage kann man hier schon nicht mehr sprechen. Der Aufstieg über die unterschiedlich hohen Treppenstufenfragmente gestaltet sich schon schwierig und kraftraubend. Der Abstieg ist noch gefährlicher, besonders bei feuchtem Wetter hat er das Flair eines ungesicherten Klettersteiges. Hier muss dringend eine grundlegende Sanierung erfolgen. Für den Wanderer ist es derzeit eine Zumutung!
Koordinaten, UTM: 32U 0605240 5632708 (Mittelwert)

Auch der Zustand der Schutzhütte auf dem Großen Jagdberg wurde von mir bereits in den Vorjahren mehrfach bemängelt und gemeldet. Eine Komplettsanierung wäre hier notwendig. Besonders Teile der Dachkonstruktion an den Giebelseiten (Ortbretter und Ortbleche) müssten dringend erneuert und das Dach gesäubert werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0605328 5632624



Neue Aussicht auf den Inselsberg vom Großen Jagdberg aus, ermöglicht durch zahlreiche Fehlstellen im Baumbestand durch Borkenkäferbefall.

bei den überdachten Rastplätzen am Abzweig zum Spießberghaus

Gegen 17 Uhr erreichten wir das Spießberghaus, eine Stätte der Ruhe hier oben auf dem Thüringer Wald, wo sich der Gast wohlfühlt und so richtig entspannen kann. Tag 2 ist geschafft.
3. Tag, Dienstag, 17.06.2025: Spießberghaus - Oberhof - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 30 Minuten, 25 km bis zum Hotel

Schutzhütte am Kreuz, originelle Idee, auch diese Hütte wird gerne zur Übernachtung von Outdoorfreunden genutzt.


Der Wegweiser unten an der Ebertswiese vor der Schmalkalder Hütte müsste gereinigt werden, vielleicht wäre auch ein Komplettaustausch und eine Erneuerung nach den aktuellen Richtlinien zur Wegemarkierung angeraten.
Koordinaten,UTM: 32U 0608422 5626762

bei der Alten Ausspanne

neues Dach auf der Schutzhütte "Nesselberg"

Am Aufstieg zum Krämerod von der Neuen Ausspanne wurde der Rennsteig von den privaten Waldbesitzern zum Forstwirtschaftshighway ausgebaut. Eine sehr einseitige Sache, wenn nur forstwirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen und der Wanderer auf seinem "Vorzeigewanderweg" Rennsteig nur geduldeter Gast ist. Sieht etwa so aus, wie die Vertreibung der Indianer im 19. Jahrhundert im Wilden Westen, die mussten auch nehmen was übrigbleibt. Vielleicht werden irgendwann auch Reservate für Wanderer ausgewiesen. So stelle ich mir gegenseitige Rücksichtnahme nicht vor.



Wegemängel verursacht durch mangelnde Ableitung von Oberflächenwasser am Sperrhügel, bereits im Vorjahr bemängelt und noch nicht abgestellt. Durch die Ausspülungen werden die Befestigungsbolzen der wenigen Querhölzer freigelegt - große Gefahr für Radfahrer.
Koordinaten UTM: 32U 0610692 5623333 (Beginn, bei der Schutzhütte) bis ca. 32U 0610912 5622926 (Nähe Gipfel Sperrhügel)


Hinweisschilder für den Bau der Gasleitung zwischen Wachsenrasen und Oberhof. Ein Zeichen, dass es auch anders geht. In die Baumaßnahme wird unser Verein mit eingebunden. In der Thüringer Hütte am Grenzadler finden regelmäßig monatliche Bauberatungen mit allen Beteiligten statt, so dass wir immer den aktuellen Baufortschritt kennen. Für den Wanderer hat das momentan keine Auswirkungen. Der Rennsteig wird lediglich für Radfahrer derzeit als Umleitung genutzt.



Abendstimmung in Oberhof beim Blick auf das Hotel "Panorama".
Unsere heutige Unterkunft war das "Waldschlösschen", ein schönes Hotel unter asiatischer Führung und sehr gutem Speiseangebot.
4. Tag, Mittwoch, 18.06.2025: Oberhof - Neustadt am Rennsteig - Laufzeit mit Pausen: 10 Stunden, 27,3 km ab Hotel Waldschlösschen

Am Rondell konnten wir Wanderfreunde der Ortsgruppe Suhl begrüßen, die uns bis zum Borstenplatz begleiteten. Auch hier ein großes Dankeschön an die Mitglieder der Ortsgruppe Suhl für die Betreuung während der Runst.

Plänckner's Aussicht, ein markanter und bekannter Aussichtspunkt am höchsten Berg des Thüringer Waldes, dem Großen Beerberg. Marietta Schlüter, die ehemalige Leiterin des Regionalverbundes Thüringer Wald hat sich hier als Baumpatin verewigt.


Einkehr und Mittagsrast in der Suhler Hütte, umrankt von Arnika

An der Zuwegung zur Suhler Hütte (Wetterstation) ist dieses Schild umgefallen. Rettungspunkte sind wichtig für die Forstwirtschaft. Durch ihre eindeutige Zuordnung ist bei Unfällen rasche Hilfe möglich. Deswegen sollte das Schild schnellstmöglich wieder aufgestellt werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0625123 5612908
Schild: IK 3284

Bergwiese am Mordfleck

Mangel bei der Richtungsweisung für den Rennsteig, links Abzweig zum Großen Finsterberg, rechts Rennsteig, zwischen Mordfleck und Alter Tränke. An dieser Stelle müssten 2 Richtungsweiser für den Rennsteigverlauf angebracht werden, Ich habe an dieser Stelle vorbeilaufende Wanderer gefragt, welchen Weg sie für den Rennsteig halten. Alle meinten es wäre der Weg zum Großen Finsterberg. Dieser Mangel wurde von mir bereits seit mehreren Jahren regelmäßig angezeigt, bisher keine Abstellung.
Koordinaten, UTM: 32U 0625996 5610645

Grazienhütte


...wieder ein historischer Entfernungsstein (Alte Landesgrenze, beim Großen Dreiherrenstein) wahrscheinlich durch Forstfahrzeuge umgefahren. Dieser Stein wurde bereits vor ca. 20 Jahren von einem bulgarischen LKW beschädigt. Obwohl Verursacher und Zeitpunkt der Beschädigung nachgewiesen werden konnten, erfolgte keine Bestrafung. Der historische Wegestein steht unter Denkmalschutz. ThüringenForst versichert immer wieder, die Forstdienstleister für die Belange des Denkmalschutzes zu sensibilisieren, davon ist nach meiner Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschütztem Kulturgut am Rennsteig nicht viel zu spüren.
Koordinaten, UTM: 32U 0634050 5608156

Maroder Wegweiser auf dem Burgberg. Gegenüber Grenzstein Nr. 30 wartet ebenfalls noch darauf "gerettet" zu werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0634925 5606453
Unsere Unterkunft in der Ortsmitte von Neustadt am Rennsteig befand sich im Hotel "Hubertus". Am Abend war Bergfest angesagt. Die Hälfte des Weges haben wir geschafft.
5. Tag, Donnerstag, 19.06.2025: Neustadt am Rennsteig - Limbach - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 21,5 km

Hoher Stock: Der Parkplatz und die anschließende Wegeeinmündung nach Altenfeld werden seit Beginn der Borkenkäferaufbereitung vorzugsweise als Holzumschlagplatz und neuerdings auch zum Abstellen von LKW genutzt. Dabei wird oftmals der Verlauf des Rennsteiges blockiert. Auch diese Unsitte wurde von mir schon mehrmals angezeigt, jedoch ohne Folgen. Hier befindet sich auch der Grenzstein Nr.120 der durch die Parkaktivitäten der LKW-Fahrer stark gefährdet ist.
Koordinaten UTM Stein 120: 32U 0637544 5601370

Grenzstein Nr. 120, gegenwärtig fehlt auch der Schutzpfahl

beschmierte Rennsteigleiter, auch eine Folge des "Wildwuchses" am Hohen Schorn

Parkplatz für ausländische LKW

defekte Bank am Laßmannstein
Koordinaten UTM: 32U 0637559 5600828

Arnika bei der Schwalbenhauptwiese

Panorama am Triniusstein

defekte Treppenanlage am Ende des Hohlweges zum Gipfel des Ersteberges
Koordinaten UTM: 32U 0638144 5598695

Mittagsrast an der Fehrenbacher Werraquelle

Stein Nr. 50 Pechleite, Rätsel geben noch seine Nachbarsteine auf: Nr. 50C wartet im Forstamt Neuhaus darauf, wieder an seinen Standort gesetzt zu werden, Nr. 50A steht noch vor Ort, wahrscheinlich angefahren, von 50B fehlt jede Spur, alles Folgen des Holzeinschlages durch die Klade-Group und ihrer osteuropäischen Forstdienstleister. Wahrscheinlich wurden auch hier trotz anderslautender Hinweise von ThüringenForst die Forstdienstleister nicht über die Bedeutung der historischen Grenzsteine informiert.

Unser Quartier war wieder bei Thomas Lutz und seine Frau Katrin in Friedrichshöhe. Die legendären 1/2 Meter langen Bratwürste von der Oberweißbacher Naturfleisch GmbH dürfen natürlich nicht fehlen.
6. Tag, Freitag, 20.06.2025: Limbach - Steinbach am Wald - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 30 Minuten, 29,6 km
Nach der Kaffeerast am Vortag sind wir noch von Friedrichshöhe nach Limbach gelaufen, so dass wir am 6. Tag unserer Runst in Limbach wieder starten konnten. Ein Bus fuhr uns am Morgen von Friedrichshöhe nach Limbach.

Herrliche, gepflegte Aussicht vom Sandberg zum Trinkwasserstausee Scheibe-Alsbach

Nach dem tristen Bau der Wasserversorgungsanlage von Rennsteigwasser am Sandwieschen, wurde auch sie Steinheider Hütte wieder auf Vordermann gebracht, hat aber durch die Baumaßnahme den Flair vergangener Jahre weitgehend verloren.

"naturbelassen" für mich auch ein Begriff von "Unfähigkeit" Wege so instand zu setzten, dass die naturbelassen wirken.

Blumenladen am Rennsteig in der Ortslage Neuhaus am Rennweg

wie wahr!

Blumenpracht in der Neuhäuser Ernst-Moritz-Arndt-Straße

Waldsterben an der Schleifenwiese und auf dem Glashügel
Danach müssen wir wohl noch das schlechteste Stück Rennsteig von der Schildwiese bis Steinbach am Wald laufen, 8km Asphalt, Freistaat Bayern!
7. Tag, Samstag, 21.06.2025: Steinbach am Wald - Blankenstein - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 30 Minuten, 28,8 km

Auf dieser Etappe werden traditionell am Kurfürstenstein von 1513 die Altrenneranwärter zu Altrennern berufen, eine Zeremonie, die auch so in der neuen Runstodnung verankert ist:
Lieber Altrenneranwärter...
Knie nieder und lege Deine rechte Hand an diesen Stein.
Nachdem Du im Kreise wackerer Altrenner nach den Sitten
und Traditionen unseres Vereins den Rennsteig des Thür-
inger- und Frankenwaldes in 7 Tagen erfolgreich erwandert
hast erhebe ich Dich in den Stand eines Altrenners und gebe
Dir den Rennernamen:...
Trage diesen Namen in Ehren und wirke fortan im Sinne des
Rennsteiggedankens!
Gut Runst!


... und überall blüht leuchtend der Fingerhut

Mängel am Rennsteiginventar, Ortseingang Brennersgrün vom Kurfürstenstein her kommend, auch die Mängel an dieser Stelle wurden in den Vorjahren bereits mehrmals gemeldet, ohne dass eine Beseitigung erfolgte.
Koordinaten UTM: 32U 0675136 5590377


Die Gedenktafel an Förster Eduard Birnstiel auf dem Friedhof Brennersgrün wurde in Ordnung gebracht und die Schriftzüge neu nachgezeichnet.
Gleich hinter dem Friedhof quert der Rennsteig die Straße von Brennersgrün nach Tschirn und verläuft im Wald, vorbei am Waldspielplatz, östlich der Straße.
Jedoch befindet sich direkt an der Straße immer noch in Sichtweite ein weißes R an seinem Straßenbaum, so dass manche Wanderer dem Verlauf der Straße in Richtung Tschirn folgen und nicht dem tatsächlichen Verlauf des Rennsteiges. Auch dieser Mangel wurde bereits mehrfach in der Vergangenheit kritisiert und nicht beseitigt.
Koordinaten UTM: 32U 0675313 5589884



Waldspielplatz "Mooshäuschen" kurz nach Brennersgrün, ein herzliches Dankeschön an die Kinder von Brennersgrün, die mit ständig neuen Ideen der Gestaltung die Wanderer zum Verweilen einladen

Forstarbeiten am Ochsenhut, beschmierte Grenzsteine durch Forstarbeiten auf Thüringer Seite, neu angelegter Forstwirtschaftsweg (Forstamt Rothenkirchen) auf bayerischer Seite, der für Wanderer sehr schlecht begehbar ist. In der Folge sind die Steine 45, 46, 47 durch die dort durchgeführten Forstarbeiten in Mitleidenschaft gezogen, wieder ein Beweis dafür, dass die Forstwirtschaft nur wirtschaftliche Interessen verfolgt. Denkmalschutzrechtliche Gegebenheiten werden nicht beachtet.
Koordinaten UTM: 32U 0675447 5589512 (Stein 44)

neuer Wendeplatz für Forstfahrzeuge, angelegt vom Bayerischen Staatsforst auf der Hohen Tanne, auch der Rennsteigverlauf ist hier betroffen

Der Dreiherrenstein "Hohe Tanne" wurde ohne behördliche Genehmigung von "Heimatfreunden" aus Tschirn zur "Aufhübschung" im Februar 2025 entfernt und bis heute noch nicht wieder an Ort und Stelle gesetzt. Die Entnahme wurde von mir bei den zuständigen Thüringer Behörden angezeigt, wahrscheinlich ohne entsprechende Reaktion.
Koordinaten UTM: 32U 0676268 5589563

Sorgenkind Meiler Hohe Tanne, Schutzhütte als Dauerbaustelle oder ganz einfach als "Lost Place" am Rennsteig, seit mehreren Jahren angezeigt, keine Änderung!
Koordinaten UTM: 32U 0676369 5589519

am Imbiss "MaReile"

Das Reußische Forstamt in Rodacherbrunn, mit der Pensionierung des letzten Försters Hartmuth Hoffmann im Jahre 2023 wurde das Forstamt geschlossen.

Tafel in Rodacherbrunn

Der Kranz für unseren Wanderführer Lutz, liebevoll angefertigt von seiner Frau Susanne

Ortsszene in Schlegel, Rennsteigverlauf

neuer überdachter Rastplatz am Sportplatz Schlegel

Kornblumen am Krähenhügel bei Schlegel

Borkenkäferaufarbeitung Taubenhügel

Gruppenfoto am Steinernen Wanderer

Abschluss der Runst in Blankenstein auf dem Selbitzsteg. Heute mussten wir aufpassen. Teilnehmer des Rennsteigstaffellaufes kühlen sich im Wasser der Selbitz ab. Das bedeutet, genau zielen wohin wir unsere Steinchen von Hörschel hinwerfen, damit wir niemanden verletzen.
22.06.2025: Rückreise
Es war wieder eine gelungene Runst mit vielen Höhepunkten und schönen Erinnerungen. Sie zeigte aber auch die Schattenseiten des Rennsteiges, teils hervorgerufen durch wirtschaftliche Zwänge der Forstwirtschaft, teils aber auch ein Ausdruck der Unfähigkeit politisch Verantwortlicher im Umgang mit solchen Krisensituationen, die oftmals im blinden Aktionismus ausartet und die Ursachen jener Entwicklung nicht erkennt und bekämpft.
Gut Runst!
09. Mai
Aufforstung
Nach Beseitigung der Forstschäden durch den Borkenkäferbefall stehen umfangreiche Aufforstungsarbeiten an. Es wird gebeten, die neugepflanzten Setzlinge bis zur vollständigen Anwurzlung regelmäßig zu gießen. Zu diesem Zweck stehen punktuell in der Nähe neuangepflanzter Flächen Container mit Gießwasser und Gießkannen bereit. Wanderer werden gebeten, die in der Nähe stehenden Setzlinge zu gießen, um so Verluste durch Wassermangel zu vermeiden.
Von Wanderfreund Tilo Freiboth erhielt ich nachfolgende Fotos, die vom Rennsteigabschnitt zwischen Glasbach und Glöckner stammen.


03. April
Neue Sitzgruppe beim "Ruhlaer Häuschen"
Am Ruhlaer Häuschen wurde eine neue Sitzgruppe aufgestellt. Sie ist einfach und zweckmäßig gebaut. An ihr finden 6 bis 8 Personen Platz.

neue Sitzgruppe. Bild: Tilo Freiboth, Ruhla
25. März
Fredi's Quell gründlich in Ordnung gebracht
Mitglieder der Ortsgruppe Ruhla vom Rennsteigverein 1896 e.V. brachten am 25. März Fredi's Quell rechts am Anstieg zwischen dem Glasbachstein und der Glöcknergruppe in Ordnung, wie mir Tilo Freiboth von der Ortsgruppe Ruhla mitteilte.
Hinweis: Das Quellwasser ist kein Trinkwasser.
Die Bilder stellte mir freundlicherweise Tilo Freiboth zur Verfügung.



11. März
Schmierereien an der Rennsteigleiter "Hoher Stock"
Bei einer Vorortbesichtigung am Inventar der Rennsteigleiter "Hoher Stock" (Gießübel-Altenfeld) stellte ich fest, dass der Aufsteller mit der Infotafel mit Farbe beschmiert wurde. Eine Meldung an den Regionalverbund erfolgte sofort.
Weiterhin wurde der Grenzstein 120 geprüft, da dieser Bereich durch Forstarbeiten (Nutzung als Lagerplatz) stark gefährdet ist. Neuerdings stellen hier auch osteuropäische Fuhrunternehmen ihre Fahrzeuge ab und blockieren teilweise den Wanderweg Rennsteig. Es wäre angebracht, wenn hier der Regionalverbund in Abstimmung mit der Verkehrspolizei ein Parkverbotsschild für LKW aufstellen würde.

beschmierte Rennsteigleiter

Grenzstein Nr. 120

Ohne Datum
Schmierereien am Rennsteiginventar
Anfang des Monats erhielt ich mehrere Hinweise, dass es besonders im westlichen Rennsteigbereich wieder zu Schmierereien am Rennsteiginventar, besonders an Wegweisern und Hinweisschildern kommt. Sogar die Presse berichtete schon darüber.

Foro: Tilo Freiboth, Ruhla
Eine gewisse Petra und ein gewisser Micha tun uns kund, dass sie ebenfalls hier waren, was aber niemanden sonderlich interessieren dürfte. Fakt ist, hier werden mutwillig teilweise im Ehrenamt aufgestellte Schilder verunstaltet. Ich hoffe darauf, dass eine entsprechende Anzeige erstattet wird und die Täter gefasst und vor allem bestraft werden.
Zur Auffindung der Verursacher hier einige Vorschläge:
Es sollte geprüft werden, ob diese Form des geistigen Dünnsch... irgendwo in den sozialen Medien veröffentlicht wurde.
Vielleicht gibt es auch in den Hotels und Gaststätten im Raum Eisenach, Ruhla einen Hinweis auf Petra und Micha.
Es könnte auch sein, dass Wanderer diese Beiden bei ihren künstlerischen Ergüssen beobachtet haben.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie Hinweise auf Petra und Micha haben. Ansprechpartner sind der Regionalverbund Thüringer Wald, die Naturparkverwaltung Thüringer Wald. Gerne können Sie sich mit sachdienlichen Hinweisen auch an mich wenden.
ohne Datum
Faltblattvorschlag für Forstdienstleister

aktuell: neutrale Seite, Ansprechpartner können sich in geeigneter Art und Weise in das freie Feld (Stempel)
eintragen

erster Entwurf noch mit Logo ThüringenForst

Innenseite, für beide gleich
Das Faltblatt sollte eigentlich eine Gemeinschaftsarbeit zwischen ThüringenForst, der Oberen Denkmalschutzbehörde und dem Rennsteigverein werden, soweit die Forderung des Thüringer Ddenkmalrates und der Thüringer Staatskanzlei aus dem Jahre 2024.
Nachfragen haben ergeben, dass ThüringenForst auf dem Faltblatt nicht namentlich genannt werden wollte und die Obere Denkmalschutzbehörde kein Interesse an diesem Faltblatt hat. Ich erspare mir jeden Kommentar über die Zusammenarbeit der Landesbehörden mit den Vereinen und vor allem der Respektlosigkeit gegenüber von Weisungen der Obersten Landesbehörde. Wir als Verein arbeiten ehrenamtlich, die Behörde wird von unseren Steuergeldern finanziert.
17. Februar

Zeitungsauschnitt OTZ, 17.02.2025
Mit diesem Artikel macht die Ostthüringer Zeitung OTZ auf eine Bundeswehrübung auf dem Rennsteig zwischen Hörschel und der Ebertswiese aufmerksam. Die Zuarbeit zum Artikel erfolgte durch das Landratsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.
Auf meine Anfrage beim Pressesprecher der Werratal-Kaserne Bad Salzungen am heutigen Tag ergab sich ein völlig anderer Sachverhalt:
Radpanzer kommen überhaupt nicht zum Einsatz. Es handelt sich lediglich um 2 allradtaugliche Begleitfahrzeuge, welche auch nicht die Soldaten auf dem Rennsteig begleiten. Sie sind dafür gedacht bei Unfällen und sonstigen Problemen rasch vor Ort zu sein. Der Einsatz erfolgt über ausgebaute Forstwege und das nur bei Bedarf, ähnlich wie bei Rettungs- und Feuerwehreinsätzen. Der Marsch der Soldaten über 45 km gehört zu deren Ausbildung. Der Pressesprecher betonte, dass der Bundeswehr durchaus die Bedeutung des Rennsteiges für den Thüringer Tourismus bekannt ist.
Ich bitte zukünftig die Presse und das Landratsamt bei der Verbreitung sensibler Nachrichten vorher korrekt zu recherchieren, damit derartige "Fake News" nicht in die Öffentlichkeit gelangen.
05. Februar
zum Schmunzeln und Nachdenken - ein Vergleich zur Preisentwicklung
Bei einem Besuch auf dem Großen Inselberg kehrten wir zum kleinen Imbiss ein. Nachfolgend ein Kostenvergleich zu einer Runsteinkehr in den Gothaer Gasthof auf dem Inselsberg im Jahre 1893, allerdings damals incl. Unterkunft, Frühstück und Abendessen:
1893: 2 Mark 15 Pfennig für Halbpension, Bedienung.
2025: 28,70€ für 2 Kännchen Kaffee, 1 kleines Kesselgulasch, 1 Hefekloss, Selbstbedienung.
Wie sich die Zeiten (Preise) ändern - was ich aber nicht den Gasthofbetreibern anlasten möchte, die täglich um das Überleben kämpfen müssen.
26. Januar
Organisatorisches zur Pfingstrunst 2025
156. Runst nach 1990, Wanderführer Lutz Hähner
14.06.2025
Anreisetag, Hörschel, 18.00 Uhr Sippung
15.06.2025
Hörschel - Ascherbrück
16.06.2025
Ascherbrück - Spießberghaus
17.06.2025
Spießberghaus - Oberhof, "Waldschlösschen"/ Stein 16
18.06.2025
Oberhof/ Stein 16 - Neustadt am Rennsteig/ "Hubertus"
19.06.2025
Neustadt am Rennsteig - Limbach/ Übernachtung in Friedrichshöhe Hotel-Pension "Rennsteig"
20.06.2025
Limbach - Steinbach am Wald/ "Hotel Rennsteig"
21.06.2025
Steinbach - Blankenstein/ Übernachtung: "Hotel Rennsteig" Steinbach am Wald
21.06.2025
Abendsippung Steinbach am Wald
22.06.2025
Heimreise nach Frühstück
Bemerkung:
Shuttleservice:
Limbach - Friedrichshöhe und umgekehrt
Blankenstein - Steinbach
Gepäcktransport in Regie des Rennsteigvereins, 1 Gepäckstück (bitte beachten!)
Organisatorisches zur Herbstrunst 2025
157. Runst nach 1990, Wanderführer Ulrich Rüger
30.08.2025
Anreisetag Hörschel, 17 Uhr (nicht 18 Uhr) Abendsippung im Gasthof "Tor zum Rennsteig"
31.08.2025
Hörschel-Hotel Sophienaue-Eisenach-Marienthal
01.09.2025
Shuttle Sophienaue-Hohe Sonne-Wanderung zum Spießberghaus
02.09.2025
Spießberghaus-Oberhof-Stein 16-Waldschlösschen
03.09.2025
Oberhof-Stein 16-Neustadt am Rennsteig-Hotel "Hubertus"
04.09.2025
Neustadt am Rennsteig-Limbach-Übernachtung Friedrichshöhe Hotel "Rennsteig"
05.09.2025
Limbach-Steinbach am Wald-Hotel "Rennsteig"
06.09.2025
Steinbach - Blankenstein/ Übernachtung: "Hotel Rennsteig" Steinbach am Wald
Abendsippung Steinbach am Wald
07.09.2025
Heimreise nach Frühstück
Bemerkung:
Shuttleservice:
Sophienaue/Marienthal/Eisenach-Hohe Sonne in Eigenregie
Limbach - Friedrichshöhe und umgekehrt in Eigenregie
Blankenstein - Steinbach, Vertragsbus, bucht Hotel
Gepäcktransport in Eigenregie, 1 Gepäckstück (bitte beachten!)
Begleitfahrzeug/ Bus: Sylvia Rüger
Die erste Etappe endet an der Hohen Sonne. Zur Unterkunft wandern wir durch die Drachenschlucht.
Durch den Start der 2. Etappe an der Hohen Sonne verlängert sich die Entfernung zum Spießberghaus auf insgesamt 25,5km.
25. Januar
Fragwürdige Post vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie
Am heutigen Tag habe ich Post vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Herrn Dr. habil. Sven Ostritz erhalten. Das hatte folgenden Anlass:
1. Gehen wir aus von meinen Ausführungen in der Chronik vom 26.11.2024. Dazu noch einmal ein entsprechendes Schreiben des Landesdenkmalrates:

Bemerkung: Die angebotene Webseite https://www.historische-grenze.net/grenzsteine-thueringen, ist für thematische Fragen zu Grenzsteinen in Thüringen nicht mehr erreichbar.
2. Aufgrund des Scheibens habe ich mich am 16.01.2025, nachdem ich seitens der Beteiligten keine Rückinformation erhalten habe, nochmals mit der Bitte an die Staatskanzlei gewendet, damit man mir einen Ansprechpartner beim Landesamt für Denkmalpflege benennt:

3. Diese Anfrage wurde mir am 20.01.2025 von der Thüringer Staatskanzlei, Herrn Münchgesang, wie folgt beantwortet:

4. Daraufhin habe ich am 21.01.2025 eine Mail an Herrn Dr. Sven Ostritz geschickt, mit der Bitte um Benennung eines Ansprechpartners:


Die im Text erwähnte Tabelle (Auszug)
5. Von Herrn Dr. Ostritz erhielt ich am 25.01.2025 einen Brief mit einem Exemplar des Heftes "Forstwirtschaft und Bodendenkmalpflege", Ausgabe 2024:



6. Fazit:
Im Brief von Dr. Ostritz werde ich als Vorsitzender des Rennsteigvereins benannt. Das trifft nicht zu, das habe ich in meiner Anfrage vom 21.01.2025 auch nicht so dargestellt (s. oben).
Im Schreiben von Dr. Ostritz wird nicht auf meine Anfrage eingegangen, mir einen Ansprechpartner zu benennen. Stattdessen werde ich auf eine Web-Seite verwiesen, die es nicht mehr gibt und zusätzlich noch als "Mögliches Sicherheitsrisiko" (http) eingestuft wird:

Die dort angebotene Seite war in ihrer aktiven Phase bereits derart mangelhaft und schlecht recherchiert, dass ich schon damals von einer Nutzung abgeraten habe.
Wir erfassen historische Grenzsteine bereits seit mehreren Jahrzehnten und legen bei der Recherchequalität die höchsten Maßstäbe an. Das ist auch im Landesamt für Denkmalpflege bekannt, leider bisher ohne Mitwirkungsangebot seitens der Behörde.
Das Schreiben von Dr. Ostritz ist bezüglich der Zuständigkeit nicht zielführend und entspricht nicht den rechtlichen Regelungen. Der Rennsteig steht als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz, dazu gehören auch die Grenzsteine, die den Weg erst so bekannt gemacht haben. Siehe hierzu auch folgende Quellen:
Das Thüringer Gesetz zur Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmale (Thüringer Denkmalschutzgesetz - ThürDSchG-) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. April 2004, mit der zuletzt berücksichtigten Änderung durch Artikel 2 des Gesetzes vom 18. Dezember 2018 (GVBl. S. 731, 735) regelt im Ersten Abschnitt, Allgemeine Vorschriften unter § 1:
(1) Denkmalpflege und Denkmalschutz haben die Aufgabe, Kulturdenkmale als Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschichte und erdgeschichtlicher Entwicklung zu schützen und zu erhalten sowie darauf hinzuwirken, dass sie in die städtebauliche und dörfliche Entwicklung sowie in die Raumordnung und Landschaftspflege einbezogen werden. Dabei obliegt dem Denkmalschutz die hoheitlich- rechtliche Aufgabe und Verantwortung, der Denkmalpflege die fachliche Beratung und Fürsorge für den hoheitlichen Denkmalschutz.
Im 3. Abschnitt wird unter § 12 Allgemeine Maßnahmen der Denkmalschutzbehörden geregelt:
(1) Die Denkmalschutzbehörden haben diejenigen Maßnahmen zu treffen, die nach pflichtgemäßem Ermessen erforderlich sind, um Kulturdenkmale zu erhalten, zu bergen und zu bewahren sowie Gefahr von ihnen abzuwenden.
Details zum Umfang werden im Staatsanzeiger geregelt:
- Staatsanzeiger Nr. 30/1999, Seiten 1665ff
- Staatsanzeiger Nr. 26/2008, Seite 992
Das im Schreiben von Dr. Ostritz benannte Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation ist lediglich mit ordnungsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem unsachgemäßen Umgang mit historischen Grenzsteinen betraut.
Interessant ist auch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt am Main vom 04.03.1983 (2 Ss 504/82, NJW 1984, 2303). Dort wurden zum Umgang mit historischen Grenzsteinen folgende Aussagen getroffen:
Grenzsteine sind in der Regel keine Bodendenkmale, sondern Baudenkmale.
Historische Grenzsteine sind lediglich Scheinbestandteile des Grundstückes. Sie sind deshalb sonderrechtsfähig und unterliegen weder dem Eigentumsrecht des Grundstückseigentümers noch seiner Dispositionsverfügung.
Mir wurde aber vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege eine Broschüre übergeben, die von Bodendenkmalen spricht (siehe oben). Falls dieses Papier gleichzeitig als Handreichung für die Forstdienstleister dienen soll und nicht ein vom Denkmalrat und von der Staatskanzlei empfohlenes Faltblatt, bei dessen Erstellung wir gerne mitarbeiten möchten, sehe ich den Sinn dieser Aktion als verfehlt an. Kein Forstdienstleister wird sich am Rennsteig hinstellen und eine 64-seitige Broschüre durchlesen, deren Inhalt rein informativ ist und nicht dazu beitragen wird, Schäden an den historischen Grenzsteinen zu vermeiden.
Ich vermisse im Schreiben von Dr. Ostritz den Bezug die hoheitlich-rechtliche Verantwortung, fachliche Beratung und Fürsorge für den hoheitlichen Denkmalschutz, außerdem ist kein pflichtgemäßes Ermessen erkenntlich, Kulturdenkmale zu erhalten, so wie es das Thüringer Denkmalschutzgesetz vorschreibt. Stattdessen werde ich an andere Behörden verwiesen. Es ist meiner Meinung nach auch die Frage des Anstandes, wenn ich als besorgter Bürger/ Verein eine Anfrage stelle und keine oder falsche Auskünfte erhalte, die letztendlich nicht zur Lösung des Problemes beitragen und andere Behörden, vor allem im regionalen Bereich verunsichern. Es ist auch nicht zweckdienlich, privaten Personen die Lösung eines hoheitlichen Missstandes zu überlassen. Wenn Probleme bei der Lösung auftreten sollten, wäre es ratsam, wenn das die Behörden unter sich klären und nicht die hilfesuchende Privatperson im Sinne eines „Buchbinder Wanninger“ zwischen den Behörden umherirren lassen.
Der Denkmalrat und die Staatskanzlei wird vom Antwotrtschreiben des Landesdenkmalamtes informiert. Ich behalte mir in diesem Falle vor, eine Fachaufsichtsbeschwerde zu stellen.
20. Januar
Wanderparkplatz Hörschel gesperrt
Die Stadt Eisenach teilt mit, dass der Wanderparkplatz in Hörschel aufgrund von Umbaumaßnahmen voraussichtlich wie folgt gesperrt ist:
Baustart ab dem 27. Februar 2025.
Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Eisenach am 24.01.2025 werden in der Ortslage von Hörschel keine Ausweichparkplätze angeboten. Wir bitten, dass sich die Wanderer darauf einstellen, können aber selbst keine Empfehlung geben, wo in diesem Zeitraum Fahrzeuge abgestellt werden können.
Folgende Verkehrsumleitungen wurden eingerichtet, um Hörschel und den Rennsteig zu erreichen:
- Von Hörschel aus kann weiterhin am Wanderparkplatz vorbei zum Bahnhof und weiter in Richtung Eisenach gefahren werden. Die Verkehrsbetriebe habe um diese Verkehrsführung gebeten, damit die Schulbusse morgens pünktlich in Eisenach an den Schulen sind.
- Die Einfahrt nach Hörschel von der L 1021 (aus Richtung Eisenach kommend) ist nicht möglich. Lediglich die Zufahrt bis zum Bahnhof ist frei.
- Wer von Eisenach kommend nach Hörschel will, muss über Wartha und Neuenhof fahren (L 1017, L 3251 und K 17). Die Umleitungsstrecke ist ausgewiesen.
- Von der Spichraer Straße aus ist eine Einfahrt in die Rennsteigstraße in Richtung Hörschel nicht möglich. Es kann nur in Richtung Bahnhof gefahren werden. Eine mobile Ampel ist an dieser Stelle nicht möglich: Zu groß ist die Gefahr, dass sich wartende Fahrzeuge stauen und womöglich auf dem Bahnübergang stehen bleiben.
- Für den Busverkehr wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet, und zwar in Wartha. Die bestehende Haltestelle kann von der Umleitung aus schlecht angefahren werden. Daher wird übergangsweise eine neue Haltestelle in der Herleshäuser Straße, schräg gegenüber der Einmündung in die Dorfstraße, geschaffen.
- Die Bushaltestelle in Hörschel bleibt von den Änderungen unberührt. Die Rückfahrt von Eisenach nach Hörschel dauert allerdings nun länger. Fahrgäste fahren bis Lauchröden mit und können dann erst auf der Rückfahrt in Neuenhof beziehungsweise Hörschel aussteigen.
(Quelle: Stadtverwaltung Eisenach)


Bilder vom Beginn der Bauarbeiten, Christel Bindel, Hörschel
Bitte beachten Sie die örtlichen Informationen der Stadt Eisenach.
Eine Bautafel vor Ort informiert über alle wichtigen Ansprechpartner und über den Umfang der geplanten Baumaßnahme.
01. Januar
"Neue Gehlberger Hütte" auf dem Schneekopfgipfel wieder offen

Wie aus der Tagespresse zu erfahren war, hat die "Neue Gehlberger Hütte auf dem Schneekopf ab sofort wieder geöffnet.
Die Öffnungszeiten werden je nach Jahreszeit angepasst.
Im Winterhalbjahr ist Montag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Im Sommerhalbjahr ebenfalls Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr.
Ab März 2025 werden wieder Übernachtungen angeboten.
Wir informieren Sie genauer, wenn uns verlässliche Unterlagen vorliegen.
Januar
Imbiss "Hohe Sonne" ist Geschichte
Tilo Freiboth, Wanderfreund aus Ruhla, stellte mir nachfolgende Bilder zur Verfügung.
Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme an der Hohen Sonne wurde bereits im letzten Jahr der Imbiss geschlossen. Unterdessen wurde das Gebäude abgerissen und die Außenanlagen beräumt.



Die Fotos entstanden im Januar 2025 und stammen von Tilo Freiboth, Ruhla
20. November
Der Rennsteigverein 1896 e.V. erhält den Thüringer Denkmalschutzpreis 2025
"Engagement für Tradition und Zukunft"
Seit mehr als hundert Jahren pflegen wir die Tradition des Rennsteiges.
Es ist uns als Verein ein besonderes Bedürfnis,
geschichtliche Zeitzeugen zu pflegen, zu bewahren, zu dokumentieren und zu publizieren.
Rennsteigverein 1896 e.V., Ulrich Rüger, Hauptwegewart, im Oktober 2025
Es war ein langer, im wahrsten Sinne des Wortes "steiniger Weg" bis hin zur Preisverleihung. Nachdem im Jahre 2000, die Unterlagen unseres damaligen Antrages auf mysteriöse Art und Weise verloren gegangen sind, hat es im Jahre 2025 endlich geklappt.
Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Hildburghausen in Person ihres Mitarbeiters Daniel Reiche, schlug uns zu Beginn des Jahres 2025 für die diesjährige Preisverleihung vor.



Der Antrag wurde von uns kurz vor Meldeschluss am 27. Februar 2025 handschriftlich eingereicht und vom Landratsamt Hildburghausen bearbeitet und nach Erfurt weitergeleitet. Im Oktober erhielten wir von der zuständigen Stelle dann eine erste Bestätigung, dass wir als Preisträger bestätigt worden sind. Um unsere Leistungen ansprechend zu würdigen, wurden von uns noch Informationen und entsprechendes Bildmaterial zur Verfügung gestellt.



Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Auszüge aus der offiziellen Broschüre zum Thüringer Denkmalschutzpreis 2025
30. August bis 06. September - Herbstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V. - Bilder einer Runst

Joseph von Eichendorff
Allgemeines Wandern
Vom Grund bis zu den Gipfeln,
Soweit man sehen kann,
Jetzt blühts in allen Wipfeln,
Nun geht das Wandern an:
Die Quellen von den Klüften,
Die Ström auf grünem Plan,
Die Lerchen hoch in Lüften,
Der Dichter frisch voran.
Und die im Tal verderben
In trüber Sorgen Haft,
Er möcht sie alle werben
Zu dieser Wanderschaft.
Und von den Bergen nieder
Erschallt sein Lied ins Tal,
Und die zerstreuten Brüder
Faßt Heimweh allzumal.
Da wird die Welt so munter
Und nimmt die Reiseschuh,
Sein Liebchen mitten drunter
Die nickt ihm heimlich zu.
Und über Felsenwände
Und auf dem grünen Plan
Das wirrt und jauchzt ohn Ende –
Nun geht das Wandern an!
Anreisetag, 30. August 2025: Sippung in Hörschel

Hörschel: im Rennsteighaus

Begleitbus "Oskar"
Am 30. August 2025, dem Vortag des Runstbeginns, trafen sich 8 Alt- und 5 Jungrenner zur Sippung im Rennsteighaus Hörschel. Die Möglichkeit, uns dort in gemeinsamer Runde mit Mitgliedern unseres Vereins aus den benachbarten Ortsgruppen zu treffen, wurde durch Christel Bindel, der Vorsitzenden der Ortsgruppe Hörschel, ermöglicht. Die Gaststätte konnten wir nicht nutzen, da dort eine private Familienfeier stattgefunden hatte. Versorgt wurden wir mit Getränken, die von uns vorab besorgt worden sind. Eine Pizzeria aus Eisenach versorgte uns mit den Köstlichkeiten der italienischen Küche, die wir dort bestellt hatten. All diese Vorbereitungen liefen zu unserer vollsten Zufriedenheit ab, bedurften aber einer immensen logistischen Vorarbeit.
Auch die Organisation der Unterkünfte gestaltet sich immer komplizierter. Hier an dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich noch einmal beim Ehepaar Lutz und Susanne Hähner für die geleistete Arbeit bedanken.
An diesem Abend besprachen wir den Runstablauf und die obligatorischen Aufgaben wurden an die Runstteilnehmer verteilt, Gedanken und Erfahrungen wurden ausgetauscht.
Erster Tag, 31. August 2025: Hörschel - Hohe Sonne - über die Drachenschlucht zur Sophienaue, Gehzeit mit Pausen 7 Stunden, ca. 17,3 km

eine der auswärtigen Unterkünfte in Hörschel
Unsere Marketenderin Sylvia ("Thüringer Madle") hatte alles voll im Griff

Pünktlich um 09.00 Uhr trafen wir uns am 31. August 2025 am Ufer der Werra, nachdem auch Detlef, unser Altrenner "Ranger" zu uns gestoßen war und starteten nach der obligatorischen Morgenzeremonie die Runst in Richtung Blankenstein. Begleitet wurden wir wieder von Mitgliedern der regionalen Ortsgruppen des Rennsteigvereins, eine Tradition, die wir pflegen und gerne in Anspruch nehmen.

Die Renner versammelten sich zu einem Foto an der Kirche von Hörschel:
Christoph Bader, Rennsteigverein 1896 e.V.
Frank Donath, Rennsteigverein 1896 e.V.
Hubert Michalski, Rennsteigverein 1896 e.V.
Annette Zimmermann
Simon Büttener, TGW Erfurter Bergfreunde
Ulrich Rüger, Rennsteigverein 1896 e.V. Wanderführer
Norbert Nirsberger, Rennsteigverein 1896 e.V.
Annelies Krell, Thüringerwald Verein
Detlef Wolf
Margit Melzer, Rennsteigverein 1896 e.V.
Marion Kunath, Rennsteigverein 1896 e.V.
Gudrun Hoffmann, Rennsteigverein 1896 e.V.
Karen Forster, Rennsteigverein 1896 e.V.
Nicht mit auf dem Foto: Sylvia Rüger, Rennsteigverein 1896 e.V., Marketender
Unter den Teilnehmern waren 5 Jungrenner.
Runstbegleitung:
Willi Lehmann, Altrenner "Druse" vom Inselsberg bis nach Neustadt am Rennsteig
Uwe Jungnickel, Altrenner "Rennsteig-Ameise" von Spechtsbrunn bis Blankenstein

Erste Rast auf dem Großen Eichelbereg


Traditionell werden, wenn wir in Richtung Blankenstein wandern, am Sühnekreuz "Wilde Sau" die Jungrenner zu Altrenneranwärtern erhoben.

Bei dieser Runst war unser Tagesziel das Hotel "Sophienaue" vor den Toren der Wartburgstadt Eisenach. Von der Hohen Sonne wanderten wir durch die Drachenschlucht hinunter zum Hotel.

Zweiter Tag, 01. September 2025: Hohe Sonne - Spießberghaus, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen,25,6 km bis Spießberghaus

Gleich im Anschluss an den Flurort "Hoher Bruch" treffen wir auf das Kneipp Becken mit einer kleinen Schutzhütte, einer Quelle und einem Rastplatz. Während die Gesamtkonstruktion der Sitzgruppe einen ordentlichen Eindruck hinterlässt, wäre es notwendig, die Tischplatte zu erneuern. In diesem Zuge könnte der Rastplatz mit einem neuen Schutzanstrich vesehen werden.
Koordinaten/ UTM: 32U 593301.324E, 5642229.293N

Der Zugang zum Pummpälzweg mit erneuerten Holzreliefs.

Begrüßung der Runstteilnehmer an der Schillerbuche durch unsere Ruhlaer Rennsteigvereinsmitglieder, eine schöne Tradition für die wir uns recht herzlich bedanken möchten. Ein besonderer Gruß galt dem Ruhlaer Vereinsmitglied Karen Forster.

Ein alter Bekannter, Stein 13, Nähe Hühnerwiese.
Der gleich im Anschluss folgende Mangel am Zustand des Weges wurde noch nicht beseitigt.

Rast an der Pension "Zur Rose", das ehemalige Haus "Reitsteine", angenehm entspannend, freundliches Flair im Wiener Kaffeehausstil.


Der Aufstieg zum Großen Jagdberg über die ehemalige Schanze erwies sich als unangenehm und teilweise gefährlich. Der desolate wurde bereits bei der Pfingstrunst bemängelt, wurde aber in die Planung für Wegebauarbeiten im Jahr 2026 aufgenommen, jedoch gibt es unterschiedliche Meinungen über Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen zur Beseitigung der Mängel. Meiner Einschätzung nach müsste eine umfassende Sanierung erfolgen, um die Sicherheit der Wanderer (auch für ältere Wanderer) für einen Nutzungszeitraum von mindestens 10 Jahren zu gewährleisten. ThüringenForst und TTG streben ein Minimalprogramm an, das vorsieht nur marode Teile auszuwechseln, um die Kosten niedrig zu halten.
Die Mängel an der Schutzhütte oben auf dem Großen Jagdberg hingegen, wurden noch nicht beseitigt.



Kurz vor unserem Tagesziel in der Nähe des Spießberghauses.

Abendliche Aussichten in das Thüringer Land vom Spießberghaus aus.
Dritter Tag, 02. September 2025: Spießberghaus - Oberhof, Gehzeit 9 Stunden, 25 km bis Hotel

Der Runstgesang vor dem Beginn unseres 3. Runsttages am Spießberghaus

Riesige Holzstapel zwischen der Alten und Neuen Ausspanne gefährden die dort stehenden Grenzsteine. Von der immer wieder beteuerten "Sensibilisierung" der Forstbetriebe im Umgang mit den denkmalgeschützten historischen Grenzsteinen bleibt angesichts solcher Bilder nicht mehr allzu viel übrig.

Die Wegesituation am Sperrhügel ist seit der Pfingstrunst nicht besser geworden. Zwar wurden in der Vergangenheit auch in diesem Bereich immer wieder Wegeinstandsetzungen vorgenommen. Leider erwiesen sie sich als nicht zielführend. Die immer wieder auftretenden Ausspülungen lassen sich weitgehend vermeiden, würde man sich an die Erfahrungen beim Forstwegebau längst vergangener Jahre orientieren. Damals als Forstwirtschaft noch einen gewissen Anspruch auf ästhetische Grundzüge hatte, versuchte man den Wegebau auf langlebige Wege zu orientieren. Nicht weit von hier am "Hohen Schorn", kann man solche Wegeabschnitte noch vorfinden. Die damaligen Wegebauer arbeiteten mit sogenannten Packlagern, die aufgrund der Einbautechnologie, einmal das Oberflächenwasser aufnehmen konnten, es aber auch vermochten, das anfallende Wasser abzuleiten. Leider eine Technologie die heute aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr angewendet wird. Deshalb müssen wir mit solchen Wegen offenbar zukünftig leben.
Erschwerend kommt bei diesem Rennsteigabschnitt hinzu, dass es sich um Privatwald handelt.

Schmalkalder Loibe

Defekter Rastplatz und erneuerungsbedürftiger Wegweiser am "Hirtenrasen"
Koordinaten: 32U 616023.635E, 5620475,158N


Grenzstein Nr. 168, herausgerissen, am Wegrand liegend
Koordinaten: 32U 616278.697E, 5619737.59N

Vor dem Gustav-Freytag-Stein temporäre Mängel am Weg nach starken Regenfällen. Hier wäre es angebracht vorhandene Unebenheiten im Weg auszugleichen.

Ein schon oft kritisierter Schandfleck am Rennsteig, mit der Hoffnung, dass eine baldige ersatzlose Entfernung erfolgt. Der Rennsteig ist ein international anerkannter Fernwanderweg, keine Müllhalde und schon gar nicht ein Panoptikum für geistige Inkompetenz.

Wie schon erwähnt, mit geringem Aufwand könnte hier Abhilfe geschaffen werden.

Vierter Tag, 03. September 2025: Oberhof - Neustadt am Rennsteig, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen, 27,3 km

Das Maß aller Dinge, Hotel der Superlative, aber, welchen Nutzen bringt es dem Wanderer?

In die Jahre gekommener Wegweiser an der Suhler Ausspanne, sollte erneuert werden
Koordinaten: 32U 622532.55E, 5613853.341N

Christoph mit einem selbstverfassten Gedicht an Plänckners Aussicht auf dem Großen Beerberg

Am Borstenplatz, ein Höhepunkt unserer Runst. Der Besuch der Suhler Ortsgruppe. Aber nicht genug: Die Presse war da, das Regionalfernsehen, lustige Musikanten und unsere hoffentlich zukünftigen Wanderer von einem befreundeten Kindergarten. Ein gelungener Höhepunkt unserer Ortsgruppe des Rennsteigvereins. Herzlichen Dank an Ernst Haberland und seine Mitstreiter, die diesen Höhepunkt ermöglichten und gestalteten.
Nachfolgend der Link zum Fernsehbeitrag bei Rennsteig TV:
https://www.rennsteig.tv/kindergarten-lernt-wandern-vor-ort/



Sogar getanzt wurde!

Maroder Wegweiser am Mordfleck, müsste erneuert werden.
Koordinaten: 32U 625619.94E, 5610912.192N


Grazienhütte

Am Großen Dreiherrenstein, ganz nahe der Mitte des Rennsteiges

Eine Unsitte der Forstbetriebe, Holzlager in unmittelbarer Nähe von Grenzsteinen. Der Stapel im unteren Bild wurde kurzfristig auf unser Verlangen hin beseitigt.


Bergfest im "Hubertus", Neustadt am Rennsteig. Simon spielte Ukulele, Norbert Mundharmonika. Sogar ein schwedischer Besucher, der mit seiner "Indian" am Rennsteig unterwegs war, gesellte sich zu uns, weil ihm die Stimmung so gut gefiel.

Fünfter Tag, 04. September 2025: Neustadt am Rennsteig - Limbach, Gehzeit 9 Stunden mit Pausen, 21,5 km


Kurz vor dem Hohen Stock treffen wir auf diesen Grenzstein, aufwändig saniert, zerstört und beschmiert

am Triniusstein

Mittagsrast kurz nach Masserberg

auf dem Weg von Masserberg nach Friedrichshöhe

An der Pechleite wurden die wegen Forstarbeiten in Mitleidenschaft gezogenen Grenzsteine 50, 50A, 50B und 50C gefunden, bzw. die Standorte konnten wieder hergestellt werden.


in Friedrichshöhe waren wir bei Thomas Lutz zu Gast, angenehm und rustikal


nächtliche Stimmung in Friedrichshöhe

Sechster Tag, 05. September 2025: Limbach - Steinbach am Wald, Gehzeit 10 Stunden, 26,9 km

Stauseeblick auf dem Sandberg bei Steinheid, sogar an eine Smartphonehalterung für Selfies wurde gedacht.

Bei Mäharbeiten oder beim Winterdienst zerstörter Grenzstein 95a aus dem Jahre 1906. Trotz wiederholter Bitte meinerseits, den Grenzstein vor Beschädigungen aus den genannten Gründen zu sichern, wurde nichts unternommen. Das Ergebnis sieht man hier. Alle verurteilen es, aber niemand fühlt sich verantwortlich.

Ein Besuch im Thüringer Wald Shop in Neuhaus am Rennweg.


Schutzhütte gegenüber vom Wintersportehrenmal. Reparaturarbeiten am Dach wurden begonnen, sind aber ins Stocken geraten. Im Inneren der Hütte wurde der Tisch erneuert.



Rennsteig zwischen "Kalter Küche" und "Schildwiese"

Rast an der Frankenwaldhütte bei der Schildwiese. Uwe Jungnickel (im Vordergrund rechts), ist extra aus Großenhain angereist, um uns an den letzten beiden Tagen der Runst zu begleiten.

Culinarium Atmosphera in Steinbach am Wald, hier kehren wir gerne immer am Abend ein
Siebter Tag, 06. September 2025: Steinbach am Wald - Blankenstein, Gehzeit 10 Stunden mit Pausen, 28,8 km

Steinkontrolle muss sein

Altrennertaufe am Kurfürstenstein.
Lieber Altrenneranwärter
Knie nieder und lege Deine rechte Hand an diesen Stein.
Nachdem Du im Kreise wackerer Altrenner nach den Sitten
und Traditionen unseres Vereins den Rennsteig des
Thüringer- und Frankenwaldes in 7 Tagen erfolgreich erwandert hast
erhebe ich Dich in den Stand eines Altrenners und gebe
Dir den Rennernamen:
………………………………………………………………………
Trage diesen Namen in Ehren und wirke fortan im Sinne des Rennsteiggedankens!
Gut Runst!


Das Grab von Eduard Birnstiel auf dem Friedhof in Brennersgrün wurde durch Auffrischung der Schriftzüge aufgebessert.

Am Waldspielplatz hinter Brennersgrün

Der überdachte Rastplatz "Am Beerholz" müsste erneuert werden
Koordinaten: 32U 685725.351E, 5587148.676N

Endspurt beim Blumenbinden vor Schlegel

Zahlreiche Wegweiser, speziell zwischen Brennersgrün und Blankenstein bedürfen einer dringenden Reparatur, bzw. müssten komplett erneuert werden. Eine ausführliche Liste dazu wurde von Simon Büttner erarbeitet und weitergeleitet.

Für jeden einen kleinen Strauß, für den Wanderführer einen Kranz, so will es die Tradition. Zum Abschluss der Runst wird der Blumenschmuck, in diesem Fall, der Selbitz übergeben. Vielen Dank an Sylvia und die Wanderfreunde, die sich um die Herstellung des Blumenschmuckes gekümmert haben.




Gruppenfoto am Steinernen Wanderer in Blankenstein

Die letzten Meter zur Selbitz

Welche Ähnlichkeiten

Der Wimpel wird zum Abschluss der Runst mit dem Wasser der Selbitz geweiht

Blumenschmuck ade, zusammen mit unseren Steinen, die wir von Hörschel bis hierher trugen, wurde alles der Selbitz übergeben.
Unsere neuen Altrenner erhielten nach eingehender Besprechung folgende Namen, die sie fortan in aller Ehre tragen dürfen:
Christoph Bader: Literat
Marion Menzel: Pfefferküchlerin
Simon Büttner: Panther
Annette Zimmermann: Alchimistin
Karen Forster: Fundamenta
Nach einer internen Ermittlung beliefen sich die Gesamtkosten der Runst auf durchschnittlich 800€ pro Person.

Es war eine gelungene Runst. Die Resonanz der Teilnehmer und diesmal auch die der Medien, bestärkt uns, weiterzumachen. Es ist nicht einfach in einer Zeit wie dieser, in welcher fast keine politische Entscheidung mehr dem Wohle der Bevölkerung dient. Fehlentscheidungen färben in gewisser Weise auch auf unsere Aktivitäten am Rennsteig ab, sie stellen Entscheidungen in Frage, die aus mangelnder Sach- und Fachkenntnis heraus getroffen werden. Sie fordern uns zur Achtsamkeit auf, damit eines Tages unsere Traditionen nicht verloren gehen.
Zur Durchsetzung der Interessen des Vereines bedarf es eines breiten Engagements aller Vereinsmitglieder, damit bei Entscheidungen über die Zukunft des Rennsteiges rechtzeitig reagiert werden kann.
08. Juli
Thüringen: Wanderer verunglückt (Pressemitteilung)
Schweres Wander-Unglück in Thüringen! (Meldung vom 10.07.2025)
Ein Wanderer ist bei seiner Tour in Thüringen meterweit in die Tiefe gefallen – weil er den Weg abkürzen wollte.
Von der Feuerwehr und der Stadt Eisenach hieß es gegenüber Thüringen24, dass es am Dienstagabend (8. Juli) zu dem Unglück gekommen ist. Demnach war ein Wanderer aus Hamburg allein auf dem Rennsteig unterwegs und wollte eine Abkürzung nehmen – zwischen dem Wanderparkplatz „Vachaer Stein“ und der „Wilden Sau“. Dabei ist er dann offenbar an einer steilen Stelle gestolpert und mehrere Meter tief den Abhang hinuntergefallen. Dabei überschlug er sich offenbar zunächst mehrfach, bevor er dann verletzt liegenblieb – verletzt, aber ansprechbar. Er konnte sogar noch per Handy einen Notruf absetzen.
Die Leitstelle Westthüringen schickte gegen 18.40 Uhr einen Alarm mit dem Stichwort „abgestürzte Person“ raus – zum dem Zeitpunkt war die genaue Lage des Wanderers noch völlig unklar. Bis zur unwegsamen Unglücksstelle am Rennsteig zu kommen, war für die Einsatzkräfte gar nicht so einfach.
14. bis 22. Juni
156. Pfingstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V nach der politischen Wende in Deutschland - Bilder einer Rennsteigfahrt
Die 156. Runst nach der politischen Wende fand nach den Regeln der Runstordnung des Rennsteigvereins 1896 e.V. statt und führte wie immer in ungeraden Jahren von Hörschel nach Blankenstein.
14 Rennerinnen und Renner waren angetreten um die 169,3 km zwischen Hörschel und Blankenstein zu bewältigen. Ein Jung- und ein Altrenner mussten die Tour leider vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen beenden. Vier Jungrenner wurden am Kurfürstenstein traditionell zu Altrennern geschlagen.
Das Wetter war bis auf einen kurzen Regenschauer am ersten Wandertag warm und sonnig.
Wanderführer der Pfingstrunst war Lutz Hähner, einer der beiden stellvertretenden Fürsteher des Rennsteigvereins 1896 e.V.
Der Gesamteindruck der am Rennsteig vorgefundenen Verhältnisse war gemischt. Die Natur scheint sich trotz extremer werdender Umwelteinflüsse rascher zu erholen, als gedacht. Sattes Grün erwartete und dort, wo vor wenigen Jahren noch tote Wälder als Folge des Borkenkäferbefalles unsere ständigen Begleiter waren. Fast 60% befallene und zerstörte Wälder im Freistaat Thüringen hinterlassen aber auch hier auf den Höhen am Rennsteig ihre Narben. Ich habe den Eindruck, dass es der Forstwirtschaft des Freistaates Thüringen an einer gesunden Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichen und touristischen Interessen mangelt. Mängelbeseitigungen am schadhaften Rennsteiginventar gehen schleppend voran, während andererseits der ehemalige Verlauf des Rennsteiges in rasanter Art und Weise als breiter Wirtschaftsweg für die Forstwirtschaft ausgebaut wird und der Wanderer immer mehr auf wild angelegte Fußpfade neben dem ursprünglichen Rennsteig ausweicht, da das Profil der sanierten Wege schlichtweg schlecht begehbar ist und zu gesundheitlichen Problemen führen kann und führt.
Diese Erfahrungen habe ich im Laufe der diesjährigen Pfingstrunst leider sammeln müssen, sie wurden mir aber auch im Gespräch mit zahlreichen anderen Wanderern bestätigt.
Die Kosten für die Runst sind im Vergleich zum Vorjahr um 28% gestiegen. Das bedeutet, dass für eine 7-tägige Runst am Rennsteig höhere Kosten wie für einen "All-inclusive" Urlaub beispielsweise in die Türkei anfallen. Auch hier wäre ein Machtwort der Politik gefragt, um der Preistreiberei ein Ende zu bereiten - Schuldzuweisungen ausdrücklich ausgeschlossen. Die Vielzahl "touristischer Kümmerer" im Freistaat ist zu groß, gemessen an den Ergebnissen, die bei den Wandertouristen ankommen. Es nützt nichts jedes Jahr weitere Premiumwanderwege aus dem Boden zu stampfen, wenn man nicht in der Lage ist, diese Wege zu erhalten und eine entsprechende Infrastruktur dort auf Dauer zu installieren, wenn schon alleine das Auswechseln eines schadhaften Wegweisers 4 Jahre und länger nach Schadensanzeige dauert. Alleine Hochglanzprospekte, die nach dem Erscheinen in unserer schnelllebigen Zeit ohnehin schon nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen, nützen nichts. Wir sind im Freistaat Thüringen in der Lage uns in der Folge 3 Jahre mit den gleichen Missständen zu beschäftigen, ohne sie zu ändern, weil man sich über die Zuständigkeit nicht einigen kann, die uns befähigt diese Missstände abzustellen. Das ist auch ein Schlag in das Gesicht der zahlreichen Ehrenamtler, die in ihrer Freizeit an ergebnislosen Beratungen teilnehmen (Problematik Grenzsteine!).
Weniger ist oft mehr. Angeraten wäre eine Abschaffung der "Kleinstaaterei" für die Thüringen bekannt ist, im Tourismus. Gebündelte Kompetenz in wenigen Händen, die auch entscheidungsbefugt sind, wäre eine Lösung.
A long smile make a short mile.
Anreise Abendsippung, 14.06.2025


Erfreuliches gleich zu Beginn unserer Runst am Anreisetag.
In Hörschel wird am Wanderparkplatz (Bild oben) gebaut, obwohl es nicht danach aussieht, dass die Eröffnung wie geplant stattfinden wird, ist alleine die Errichtung des Parkplatzes ein großes Plus für die Region. Gleich neben dem Gasthof "Tor zum Rennsteig" wurde vorab zusätzlich ein großzügiger Parkplatz errichtet (Bild darunter).
Am Anreisetag fand abends im Gasthof "Tor zum Rennsteig" die Eröffnungssippung statt, jeder Teilnehmer erhielt entsprechend der Runstordnung eine Aufgabe, die er während der Runst gewissenhaft erledigen musste. Alle Renner stellten sich vor.
Gäste von der Ortsgruppe Hörschel-Eisenach und Stedtfeld besuchten uns am Abend.
1. Tag, Sonntag, 15.06.2025: Hörschel - Ascherbrück - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 19 km


Der Start unserer Runst erfolgte um 8 Uhr in altbewährter Art und Weise mit einem Spruch und dem Runstgesang. Begleitet wurden wir auf diesem Rennsteigabschnitt vom Mitgliedern der Ortsgruppe Hörschel-Eisenach des Rennsteigvereins 1896 e.V.
Traditionell tragen wir bei der jeder Runst einen Stein vom Anfangs- zum Endpunkt der Runst. Leider erwies sich die Suche nach einen geeigneten Stein in Hörschel als schwierig, da der Steintrog am Werraufer leer war.

Etwa 200m vor der "Wilden Sau" an dieser markanten Waldwegekreuzung ist der Verlauf des Wanderweges Rennsteiges in Richtung Hohe Sonne aufgrund fehlender Markierungen nicht exakt nachvollziehbar. Die Beschilderung sollte dringend erneuert werden, da auch der Aufsteller für das Radwegeschild nicht mehr vorhanden ist.
Koordinaten, UTM: 32U 0590542 5644682

Am Sühnekreuz "Wilde Sau" versammeln sich die Renner. Der Wanderführer erklärt die Bedeutung des Kreuzes. Die Jungrenner werden zu Altrenneranwärtern geschlagen.
Auch hier gibt es Mängel am Inventar. Die Informationstafel mit Hinweisen zum Pummpälzweg ist kaum noch lesbar und müsste erneuert werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0590719 5644569


Durch unsere Wanderfreunde von der Ortsgruppe Hainich-Rennstieg werden wir wie immer bei den traditionellen Runsten unseres Rennsteigvereins bestens versorgt. Einen herzlichen Dank an das Team, das die Versorgung übernommen hatte.

Der Altbau des historischen Hotelkomplexes Hohe Sonne wurde komplett abgerissen und beräumt. Die Bauarbeiten am Neubau stagnieren derzeit. Für die gastronomische Versorgung wurde ein kleiner mobiler Imbiss mit Eiswagen eingerichtet.



Vor uns die malerisch etwas nördlich vom Rennsteig liegende "Rennsteiggrotte", kurz bevor wir die Schutzhütte "Zollstock" erreichen, wo bereits Wanderfreunde der Ortsgruppe Ruhla mit Kaffee und Kuchen auf uns warten. Auch hier einen herzlichen Dank an die Mitglieder der Ruhlaer Ortsgruppe.


Bis Ascherbrück ist es nicht mehr weit. Nach 1,6 km, mit informativen Einlagen vom Ruhlaer Vereinsmitglied Tilo Freiboth zur Bedeutung der Rennsteigwasserleitung erreichen wir am Nachmittag unser Tagesziel, das Hubertushaus "Ascherbrück", wo wir den ersten Wandertag mit einem geselligen Abend ausklingen lassen.
2. Tag, Montag, 16.06.2025: Ascherbrück - Spießberghaus - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 20,8 km

Ruhlaer Häuschen: Neu errichtet wurde die Schutzhütte und der davor liegende Rastplatz durch Mitarbeiter des Forstamtes Marksuhl, nach dem die alte Hütte einem umstürzenden Baum zum Verhängnis geworden war. Der Hütteninnenraum wurde großzügig angelegt und wird von Wanderern gerne zur Übernachtung genutzt.




Auch die Schutzhütte an der "Großen Meilerstätte" wurde einer kleinen Verjüngungskur unterzogen.

Eine gute Idee von den Machern dieser Aktion. Es wird gebeten, die dort neu angepflanzten Setzlinge regelmäßig zu gießen. 2 volle Wasserbehälter, je 1000l und 2 Gießkannen wurden bereitgestellt. Wanderer, die etwas zum Erhalt der Natur beisteuern möchten, bekommen so die Gelegenheit, die frisch gepflanzten Bäume zu gießen. Wir haben das gerne angenommen und hoffen, dass es auch andere Wanderer tun.



Ein weiterer Mangel am Wegeprofil vor uns. Wir befinden uns an der "Hühnerwiese" kurz vor dem "Zigeunerberg". Dieser Mangel wurde bereits bei vorhergehenden Runsten festgestellt und angezeigt. Leider wurde er noch nicht abgestellt. Der Rennsteigbereich tangiert private Waldflächen im Norden. Die sichtbaren Fahrspuren deuten darauf hin, dass der private Waldbesitzer der Verursacher der Schäden ist.
Koordinaten, UTM: 32U 0600108 5633619


Auf dem Gipfel des Großen Inselsberges tut sich etwas. In das touristische "Brachland" kommt Bewegung. Der ehemalige Gothaer Gasthof ist endlich Geschichte - abgerissen und beräumt. Bleibt nur zu hoffen, dass den markigen Worten benachbarter Lokalpolitiker rasch Daten folgen, um den Berggipfel "rennsteigverträglich" wieder zu reaktivieren. Bei unserer Ankunft auf dem Gipfel des Berges, war lediglich ein Imbiss geöffnet, aus der Not heraus geboren, aber wenigstens ein Lichtblick.

Ein schon in den Vorjahren mehrfach kritisierter schlechter Wegeabschnitt: Der Aufstieg zum Großen Jagdberg von der Gabelwiese her über die ehemalige Naturschanze. Von Treppenanlage kann man hier schon nicht mehr sprechen. Der Aufstieg über die unterschiedlich hohen Treppenstufenfragmente gestaltet sich schon schwierig und kraftraubend. Der Abstieg ist noch gefährlicher, besonders bei feuchtem Wetter hat er das Flair eines ungesicherten Klettersteiges. Hier muss dringend eine grundlegende Sanierung erfolgen. Für den Wanderer ist es derzeit eine Zumutung!
Koordinaten, UTM: 32U 0605240 5632708 (Mittelwert)

Auch der Zustand der Schutzhütte auf dem Großen Jagdberg wurde von mir bereits in den Vorjahren mehrfach bemängelt und gemeldet. Eine Komplettsanierung wäre hier notwendig. Besonders Teile der Dachkonstruktion an den Giebelseiten (Ortbretter und Ortbleche) müssten dringend erneuert und das Dach gesäubert werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0605328 5632624



Neue Aussicht auf den Inselsberg vom Großen Jagdberg aus, ermöglicht durch zahlreiche Fehlstellen im Baumbestand durch Borkenkäferbefall.

bei den überdachten Rastplätzen am Abzweig zum Spießberghaus

Gegen 17 Uhr erreichten wir das Spießberghaus, eine Stätte der Ruhe hier oben auf dem Thüringer Wald, wo sich der Gast wohlfühlt und so richtig entspannen kann. Tag 2 ist geschafft.
3. Tag, Dienstag, 17.06.2025: Spießberghaus - Oberhof - Laufzeit mit Pausen: 8 Stunden, 30 Minuten, 25 km bis zum Hotel

Schutzhütte am Kreuz, originelle Idee, auch diese Hütte wird gerne zur Übernachtung von Outdoorfreunden genutzt.


Der Wegweiser unten an der Ebertswiese vor der Schmalkalder Hütte müsste gereinigt werden, vielleicht wäre auch ein Komplettaustausch und eine Erneuerung nach den aktuellen Richtlinien zur Wegemarkierung angeraten.
Koordinaten,UTM: 32U 0608422 5626762

bei der Alten Ausspanne

neues Dach auf der Schutzhütte "Nesselberg"

Am Aufstieg zum Krämerod von der Neuen Ausspanne wurde der Rennsteig von den privaten Waldbesitzern zum Forstwirtschaftshighway ausgebaut. Eine sehr einseitige Sache, wenn nur forstwirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen und der Wanderer auf seinem "Vorzeigewanderweg" Rennsteig nur geduldeter Gast ist. Sieht etwa so aus, wie die Vertreibung der Indianer im 19. Jahrhundert im Wilden Westen, die mussten auch nehmen was übrigbleibt. Vielleicht werden irgendwann auch Reservate für Wanderer ausgewiesen. So stelle ich mir gegenseitige Rücksichtnahme nicht vor.



Wegemängel verursacht durch mangelnde Ableitung von Oberflächenwasser am Sperrhügel, bereits im Vorjahr bemängelt und noch nicht abgestellt. Durch die Ausspülungen werden die Befestigungsbolzen der wenigen Querhölzer freigelegt - große Gefahr für Radfahrer.
Koordinaten UTM: 32U 0610692 5623333 (Beginn, bei der Schutzhütte) bis ca. 32U 0610912 5622926 (Nähe Gipfel Sperrhügel)


Hinweisschilder für den Bau der Gasleitung zwischen Wachsenrasen und Oberhof. Ein Zeichen, dass es auch anders geht. In die Baumaßnahme wird unser Verein mit eingebunden. In der Thüringer Hütte am Grenzadler finden regelmäßig monatliche Bauberatungen mit allen Beteiligten statt, so dass wir immer den aktuellen Baufortschritt kennen. Für den Wanderer hat das momentan keine Auswirkungen. Der Rennsteig wird lediglich für Radfahrer derzeit als Umleitung genutzt.



Abendstimmung in Oberhof beim Blick auf das Hotel "Panorama".
Unsere heutige Unterkunft war das "Waldschlösschen", ein schönes Hotel unter asiatischer Führung und sehr gutem Speiseangebot.
4. Tag, Mittwoch, 18.06.2025: Oberhof - Neustadt am Rennsteig - Laufzeit mit Pausen: 10 Stunden, 27,3 km ab Hotel Waldschlösschen

Am Rondell konnten wir Wanderfreunde der Ortsgruppe Suhl begrüßen, die uns bis zum Borstenplatz begleiteten. Auch hier ein großes Dankeschön an die Mitglieder der Ortsgruppe Suhl für die Betreuung während der Runst.

Plänckner's Aussicht, ein markanter und bekannter Aussichtspunkt am höchsten Berg des Thüringer Waldes, dem Großen Beerberg. Marietta Schlüter, die ehemalige Leiterin des Regionalverbundes Thüringer Wald hat sich hier als Baumpatin verewigt.


Einkehr und Mittagsrast in der Suhler Hütte, umrankt von Arnika

An der Zuwegung zur Suhler Hütte (Wetterstation) ist dieses Schild umgefallen. Rettungspunkte sind wichtig für die Forstwirtschaft. Durch ihre eindeutige Zuordnung ist bei Unfällen rasche Hilfe möglich. Deswegen sollte das Schild schnellstmöglich wieder aufgestellt werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0625123 5612908
Schild: IK 3284

Bergwiese am Mordfleck

Mangel bei der Richtungsweisung für den Rennsteig, links Abzweig zum Großen Finsterberg, rechts Rennsteig, zwischen Mordfleck und Alter Tränke. An dieser Stelle müssten 2 Richtungsweiser für den Rennsteigverlauf angebracht werden, Ich habe an dieser Stelle vorbeilaufende Wanderer gefragt, welchen Weg sie für den Rennsteig halten. Alle meinten es wäre der Weg zum Großen Finsterberg. Dieser Mangel wurde von mir bereits seit mehreren Jahren regelmäßig angezeigt, bisher keine Abstellung.
Koordinaten, UTM: 32U 0625996 5610645

Grazienhütte


...wieder ein historischer Entfernungsstein (Alte Landesgrenze, beim Großen Dreiherrenstein) wahrscheinlich durch Forstfahrzeuge umgefahren. Dieser Stein wurde bereits vor ca. 20 Jahren von einem bulgarischen LKW beschädigt. Obwohl Verursacher und Zeitpunkt der Beschädigung nachgewiesen werden konnten, erfolgte keine Bestrafung. Der historische Wegestein steht unter Denkmalschutz. ThüringenForst versichert immer wieder, die Forstdienstleister für die Belange des Denkmalschutzes zu sensibilisieren, davon ist nach meiner Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschütztem Kulturgut am Rennsteig nicht viel zu spüren.
Koordinaten, UTM: 32U 0634050 5608156

Maroder Wegweiser auf dem Burgberg. Gegenüber Grenzstein Nr. 30 wartet ebenfalls noch darauf "gerettet" zu werden.
Koordinaten, UTM: 32U 0634925 5606453
Unsere Unterkunft in der Ortsmitte von Neustadt am Rennsteig befand sich im Hotel "Hubertus". Am Abend war Bergfest angesagt. Die Hälfte des Weges haben wir geschafft.
5. Tag, Donnerstag, 19.06.2025: Neustadt am Rennsteig - Limbach - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 21,5 km

Hoher Stock: Der Parkplatz und die anschließende Wegeeinmündung nach Altenfeld werden seit Beginn der Borkenkäferaufbereitung vorzugsweise als Holzumschlagplatz und neuerdings auch zum Abstellen von LKW genutzt. Dabei wird oftmals der Verlauf des Rennsteiges blockiert. Auch diese Unsitte wurde von mir schon mehrmals angezeigt, jedoch ohne Folgen. Hier befindet sich auch der Grenzstein Nr.120 der durch die Parkaktivitäten der LKW-Fahrer stark gefährdet ist.
Koordinaten UTM Stein 120: 32U 0637544 5601370

Grenzstein Nr. 120, gegenwärtig fehlt auch der Schutzpfahl

beschmierte Rennsteigleiter, auch eine Folge des "Wildwuchses" am Hohen Schorn

Parkplatz für ausländische LKW

defekte Bank am Laßmannstein
Koordinaten UTM: 32U 0637559 5600828

Arnika bei der Schwalbenhauptwiese

Panorama am Triniusstein

defekte Treppenanlage am Ende des Hohlweges zum Gipfel des Ersteberges
Koordinaten UTM: 32U 0638144 5598695

Mittagsrast an der Fehrenbacher Werraquelle

Stein Nr. 50 Pechleite, Rätsel geben noch seine Nachbarsteine auf: Nr. 50C wartet im Forstamt Neuhaus darauf, wieder an seinen Standort gesetzt zu werden, Nr. 50A steht noch vor Ort, wahrscheinlich angefahren, von 50B fehlt jede Spur, alles Folgen des Holzeinschlages durch die Klade-Group und ihrer osteuropäischen Forstdienstleister. Wahrscheinlich wurden auch hier trotz anderslautender Hinweise von ThüringenForst die Forstdienstleister nicht über die Bedeutung der historischen Grenzsteine informiert.

Unser Quartier war wieder bei Thomas Lutz und seine Frau Katrin in Friedrichshöhe. Die legendären 1/2 Meter langen Bratwürste von der Oberweißbacher Naturfleisch GmbH dürfen natürlich nicht fehlen.
6. Tag, Freitag, 20.06.2025: Limbach - Steinbach am Wald - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 30 Minuten, 29,6 km
Nach der Kaffeerast am Vortag sind wir noch von Friedrichshöhe nach Limbach gelaufen, so dass wir am 6. Tag unserer Runst in Limbach wieder starten konnten. Ein Bus fuhr uns am Morgen von Friedrichshöhe nach Limbach.

Herrliche, gepflegte Aussicht vom Sandberg zum Trinkwasserstausee Scheibe-Alsbach

Nach dem tristen Bau der Wasserversorgungsanlage von Rennsteigwasser am Sandwieschen, wurde auch sie Steinheider Hütte wieder auf Vordermann gebracht, hat aber durch die Baumaßnahme den Flair vergangener Jahre weitgehend verloren.

"naturbelassen" für mich auch ein Begriff von "Unfähigkeit" Wege so instand zu setzten, dass die naturbelassen wirken.

Blumenladen am Rennsteig in der Ortslage Neuhaus am Rennweg

wie wahr!

Blumenpracht in der Neuhäuser Ernst-Moritz-Arndt-Straße

Waldsterben an der Schleifenwiese und auf dem Glashügel
Danach müssen wir wohl noch das schlechteste Stück Rennsteig von der Schildwiese bis Steinbach am Wald laufen, 8km Asphalt, Freistaat Bayern!
7. Tag, Samstag, 21.06.2025: Steinbach am Wald - Blankenstein - Laufzeit mit Pausen: 9 Stunden, 30 Minuten, 28,8 km

Auf dieser Etappe werden traditionell am Kurfürstenstein von 1513 die Altrenneranwärter zu Altrennern berufen, eine Zeremonie, die auch so in der neuen Runstodnung verankert ist:
Lieber Altrenneranwärter...
Knie nieder und lege Deine rechte Hand an diesen Stein.
Nachdem Du im Kreise wackerer Altrenner nach den Sitten
und Traditionen unseres Vereins den Rennsteig des Thür-
inger- und Frankenwaldes in 7 Tagen erfolgreich erwandert
hast erhebe ich Dich in den Stand eines Altrenners und gebe
Dir den Rennernamen:...
Trage diesen Namen in Ehren und wirke fortan im Sinne des
Rennsteiggedankens!
Gut Runst!


... und überall blüht leuchtend der Fingerhut

Mängel am Rennsteiginventar, Ortseingang Brennersgrün vom Kurfürstenstein her kommend, auch die Mängel an dieser Stelle wurden in den Vorjahren bereits mehrmals gemeldet, ohne dass eine Beseitigung erfolgte.
Koordinaten UTM: 32U 0675136 5590377


Die Gedenktafel an Förster Eduard Birnstiel auf dem Friedhof Brennersgrün wurde in Ordnung gebracht und die Schriftzüge neu nachgezeichnet.
Gleich hinter dem Friedhof quert der Rennsteig die Straße von Brennersgrün nach Tschirn und verläuft im Wald, vorbei am Waldspielplatz, östlich der Straße.
Jedoch befindet sich direkt an der Straße immer noch in Sichtweite ein weißes R an seinem Straßenbaum, so dass manche Wanderer dem Verlauf der Straße in Richtung Tschirn folgen und nicht dem tatsächlichen Verlauf des Rennsteiges. Auch dieser Mangel wurde bereits mehrfach in der Vergangenheit kritisiert und nicht beseitigt.
Koordinaten UTM: 32U 0675313 5589884



Waldspielplatz "Mooshäuschen" kurz nach Brennersgrün, ein herzliches Dankeschön an die Kinder von Brennersgrün, die mit ständig neuen Ideen der Gestaltung die Wanderer zum Verweilen einladen

Forstarbeiten am Ochsenhut, beschmierte Grenzsteine durch Forstarbeiten auf Thüringer Seite, neu angelegter Forstwirtschaftsweg (Forstamt Rothenkirchen) auf bayerischer Seite, der für Wanderer sehr schlecht begehbar ist. In der Folge sind die Steine 45, 46, 47 durch die dort durchgeführten Forstarbeiten in Mitleidenschaft gezogen, wieder ein Beweis dafür, dass die Forstwirtschaft nur wirtschaftliche Interessen verfolgt. Denkmalschutzrechtliche Gegebenheiten werden nicht beachtet.
Koordinaten UTM: 32U 0675447 5589512 (Stein 44)

neuer Wendeplatz für Forstfahrzeuge, angelegt vom Bayerischen Staatsforst auf der Hohen Tanne, auch der Rennsteigverlauf ist hier betroffen

Der Dreiherrenstein "Hohe Tanne" wurde ohne behördliche Genehmigung von "Heimatfreunden" aus Tschirn zur "Aufhübschung" im Februar 2025 entfernt und bis heute noch nicht wieder an Ort und Stelle gesetzt. Die Entnahme wurde von mir bei den zuständigen Thüringer Behörden angezeigt, wahrscheinlich ohne entsprechende Reaktion.
Koordinaten UTM: 32U 0676268 5589563

Sorgenkind Meiler Hohe Tanne, Schutzhütte als Dauerbaustelle oder ganz einfach als "Lost Place" am Rennsteig, seit mehreren Jahren angezeigt, keine Änderung!
Koordinaten UTM: 32U 0676369 5589519

am Imbiss "MaReile"

Das Reußische Forstamt in Rodacherbrunn, mit der Pensionierung des letzten Försters Hartmuth Hoffmann im Jahre 2023 wurde das Forstamt geschlossen.

Tafel in Rodacherbrunn

Der Kranz für unseren Wanderführer Lutz, liebevoll angefertigt von seiner Frau Susanne

Ortsszene in Schlegel, Rennsteigverlauf

neuer überdachter Rastplatz am Sportplatz Schlegel

Kornblumen am Krähenhügel bei Schlegel

Borkenkäferaufarbeitung Taubenhügel

Gruppenfoto am Steinernen Wanderer

Abschluss der Runst in Blankenstein auf dem Selbitzsteg. Heute mussten wir aufpassen. Teilnehmer des Rennsteigstaffellaufes kühlen sich im Wasser der Selbitz ab. Das bedeutet, genau zielen wohin wir unsere Steinchen von Hörschel hinwerfen, damit wir niemanden verletzen.
22.06.2025: Rückreise
Es war wieder eine gelungene Runst mit vielen Höhepunkten und schönen Erinnerungen. Sie zeigte aber auch die Schattenseiten des Rennsteiges, teils hervorgerufen durch wirtschaftliche Zwänge der Forstwirtschaft, teils aber auch ein Ausdruck der Unfähigkeit politisch Verantwortlicher im Umgang mit solchen Krisensituationen, die oftmals im blinden Aktionismus ausartet und die Ursachen jener Entwicklung nicht erkennt und bekämpft.
Gut Runst!
09. Mai
Aufforstung
Nach Beseitigung der Forstschäden durch den Borkenkäferbefall stehen umfangreiche Aufforstungsarbeiten an. Es wird gebeten, die neugepflanzten Setzlinge bis zur vollständigen Anwurzlung regelmäßig zu gießen. Zu diesem Zweck stehen punktuell in der Nähe neuangepflanzter Flächen Container mit Gießwasser und Gießkannen bereit. Wanderer werden gebeten, die in der Nähe stehenden Setzlinge zu gießen, um so Verluste durch Wassermangel zu vermeiden.
Von Wanderfreund Tilo Freiboth erhielt ich nachfolgende Fotos, die vom Rennsteigabschnitt zwischen Glasbach und Glöckner stammen.


03. April
Neue Sitzgruppe beim "Ruhlaer Häuschen"
Am Ruhlaer Häuschen wurde eine neue Sitzgruppe aufgestellt. Sie ist einfach und zweckmäßig gebaut. An ihr finden 6 bis 8 Personen Platz.

neue Sitzgruppe. Bild: Tilo Freiboth, Ruhla
25. März
Fredi's Quell gründlich in Ordnung gebracht
Mitglieder der Ortsgruppe Ruhla vom Rennsteigverein 1896 e.V. brachten am 25. März Fredi's Quell rechts am Anstieg zwischen dem Glasbachstein und der Glöcknergruppe in Ordnung, wie mir Tilo Freiboth von der Ortsgruppe Ruhla mitteilte.
Hinweis: Das Quellwasser ist kein Trinkwasser.
Die Bilder stellte mir freundlicherweise Tilo Freiboth zur Verfügung.



11. März
Schmierereien an der Rennsteigleiter "Hoher Stock"
Bei einer Vorortbesichtigung am Inventar der Rennsteigleiter "Hoher Stock" (Gießübel-Altenfeld) stellte ich fest, dass der Aufsteller mit der Infotafel mit Farbe beschmiert wurde. Eine Meldung an den Regionalverbund erfolgte sofort.
Weiterhin wurde der Grenzstein 120 geprüft, da dieser Bereich durch Forstarbeiten (Nutzung als Lagerplatz) stark gefährdet ist. Neuerdings stellen hier auch osteuropäische Fuhrunternehmen ihre Fahrzeuge ab und blockieren teilweise den Wanderweg Rennsteig. Es wäre angebracht, wenn hier der Regionalverbund in Abstimmung mit der Verkehrspolizei ein Parkverbotsschild für LKW aufstellen würde.

beschmierte Rennsteigleiter

Grenzstein Nr. 120

Ohne Datum
Schmierereien am Rennsteiginventar
Anfang des Monats erhielt ich mehrere Hinweise, dass es besonders im westlichen Rennsteigbereich wieder zu Schmierereien am Rennsteiginventar, besonders an Wegweisern und Hinweisschildern kommt. Sogar die Presse berichtete schon darüber.

Foro: Tilo Freiboth, Ruhla
Eine gewisse Petra und ein gewisser Micha tun uns kund, dass sie ebenfalls hier waren, was aber niemanden sonderlich interessieren dürfte. Fakt ist, hier werden mutwillig teilweise im Ehrenamt aufgestellte Schilder verunstaltet. Ich hoffe darauf, dass eine entsprechende Anzeige erstattet wird und die Täter gefasst und vor allem bestraft werden.
Zur Auffindung der Verursacher hier einige Vorschläge:
Es sollte geprüft werden, ob diese Form des geistigen Dünnsch... irgendwo in den sozialen Medien veröffentlicht wurde.
Vielleicht gibt es auch in den Hotels und Gaststätten im Raum Eisenach, Ruhla einen Hinweis auf Petra und Micha.
Es könnte auch sein, dass Wanderer diese Beiden bei ihren künstlerischen Ergüssen beobachtet haben.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie Hinweise auf Petra und Micha haben. Ansprechpartner sind der Regionalverbund Thüringer Wald, die Naturparkverwaltung Thüringer Wald. Gerne können Sie sich mit sachdienlichen Hinweisen auch an mich wenden.
ohne Datum
Faltblattvorschlag für Forstdienstleister

aktuell: neutrale Seite, Ansprechpartner können sich in geeigneter Art und Weise in das freie Feld (Stempel)
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erster Entwurf noch mit Logo ThüringenForst

Innenseite, für beide gleich
Das Faltblatt sollte eigentlich eine Gemeinschaftsarbeit zwischen ThüringenForst, der Oberen Denkmalschutzbehörde und dem Rennsteigverein werden, soweit die Forderung des Thüringer Ddenkmalrates und der Thüringer Staatskanzlei aus dem Jahre 2024.
Nachfragen haben ergeben, dass ThüringenForst auf dem Faltblatt nicht namentlich genannt werden wollte und die Obere Denkmalschutzbehörde kein Interesse an diesem Faltblatt hat. Ich erspare mir jeden Kommentar über die Zusammenarbeit der Landesbehörden mit den Vereinen und vor allem der Respektlosigkeit gegenüber von Weisungen der Obersten Landesbehörde. Wir als Verein arbeiten ehrenamtlich, die Behörde wird von unseren Steuergeldern finanziert.
17. Februar

Zeitungsauschnitt OTZ, 17.02.2025
Mit diesem Artikel macht die Ostthüringer Zeitung OTZ auf eine Bundeswehrübung auf dem Rennsteig zwischen Hörschel und der Ebertswiese aufmerksam. Die Zuarbeit zum Artikel erfolgte durch das Landratsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.
Auf meine Anfrage beim Pressesprecher der Werratal-Kaserne Bad Salzungen am heutigen Tag ergab sich ein völlig anderer Sachverhalt:
Radpanzer kommen überhaupt nicht zum Einsatz. Es handelt sich lediglich um 2 allradtaugliche Begleitfahrzeuge, welche auch nicht die Soldaten auf dem Rennsteig begleiten. Sie sind dafür gedacht bei Unfällen und sonstigen Problemen rasch vor Ort zu sein. Der Einsatz erfolgt über ausgebaute Forstwege und das nur bei Bedarf, ähnlich wie bei Rettungs- und Feuerwehreinsätzen. Der Marsch der Soldaten über 45 km gehört zu deren Ausbildung. Der Pressesprecher betonte, dass der Bundeswehr durchaus die Bedeutung des Rennsteiges für den Thüringer Tourismus bekannt ist.
Ich bitte zukünftig die Presse und das Landratsamt bei der Verbreitung sensibler Nachrichten vorher korrekt zu recherchieren, damit derartige "Fake News" nicht in die Öffentlichkeit gelangen.
05. Februar
zum Schmunzeln und Nachdenken - ein Vergleich zur Preisentwicklung
Bei einem Besuch auf dem Großen Inselberg kehrten wir zum kleinen Imbiss ein. Nachfolgend ein Kostenvergleich zu einer Runsteinkehr in den Gothaer Gasthof auf dem Inselsberg im Jahre 1893, allerdings damals incl. Unterkunft, Frühstück und Abendessen:
1893: 2 Mark 15 Pfennig für Halbpension, Bedienung.
2025: 28,70€ für 2 Kännchen Kaffee, 1 kleines Kesselgulasch, 1 Hefekloss, Selbstbedienung.
Wie sich die Zeiten (Preise) ändern - was ich aber nicht den Gasthofbetreibern anlasten möchte, die täglich um das Überleben kämpfen müssen.
26. Januar
Organisatorisches zur Pfingstrunst 2025
156. Runst nach 1990, Wanderführer Lutz Hähner
14.06.2025
Anreisetag, Hörschel, 18.00 Uhr Sippung
15.06.2025
Hörschel - Ascherbrück
16.06.2025
Ascherbrück - Spießberghaus
17.06.2025
Spießberghaus - Oberhof, "Waldschlösschen"/ Stein 16
18.06.2025
Oberhof/ Stein 16 - Neustadt am Rennsteig/ "Hubertus"
19.06.2025
Neustadt am Rennsteig - Limbach/ Übernachtung in Friedrichshöhe Hotel-Pension "Rennsteig"
20.06.2025
Limbach - Steinbach am Wald/ "Hotel Rennsteig"
21.06.2025
Steinbach - Blankenstein/ Übernachtung: "Hotel Rennsteig" Steinbach am Wald
21.06.2025
Abendsippung Steinbach am Wald
22.06.2025
Heimreise nach Frühstück
Bemerkung:
Shuttleservice:
Limbach - Friedrichshöhe und umgekehrt
Blankenstein - Steinbach
Gepäcktransport in Regie des Rennsteigvereins, 1 Gepäckstück (bitte beachten!)
Organisatorisches zur Herbstrunst 2025
157. Runst nach 1990, Wanderführer Ulrich Rüger
30.08.2025
Anreisetag Hörschel, 17 Uhr (nicht 18 Uhr) Abendsippung im Gasthof "Tor zum Rennsteig"
31.08.2025
Hörschel-Hotel Sophienaue-Eisenach-Marienthal
01.09.2025
Shuttle Sophienaue-Hohe Sonne-Wanderung zum Spießberghaus
02.09.2025
Spießberghaus-Oberhof-Stein 16-Waldschlösschen
03.09.2025
Oberhof-Stein 16-Neustadt am Rennsteig-Hotel "Hubertus"
04.09.2025
Neustadt am Rennsteig-Limbach-Übernachtung Friedrichshöhe Hotel "Rennsteig"
05.09.2025
Limbach-Steinbach am Wald-Hotel "Rennsteig"
06.09.2025
Steinbach - Blankenstein/ Übernachtung: "Hotel Rennsteig" Steinbach am Wald
Abendsippung Steinbach am Wald
07.09.2025
Heimreise nach Frühstück
Bemerkung:
Shuttleservice:
Sophienaue/Marienthal/Eisenach-Hohe Sonne in Eigenregie
Limbach - Friedrichshöhe und umgekehrt in Eigenregie
Blankenstein - Steinbach, Vertragsbus, bucht Hotel
Gepäcktransport in Eigenregie, 1 Gepäckstück (bitte beachten!)
Begleitfahrzeug/ Bus: Sylvia Rüger
Die erste Etappe endet an der Hohen Sonne. Zur Unterkunft wandern wir durch die Drachenschlucht.
Durch den Start der 2. Etappe an der Hohen Sonne verlängert sich die Entfernung zum Spießberghaus auf insgesamt 25,5km.
25. Januar
Fragwürdige Post vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie
Am heutigen Tag habe ich Post vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Herrn Dr. habil. Sven Ostritz erhalten. Das hatte folgenden Anlass:
1. Gehen wir aus von meinen Ausführungen in der Chronik vom 26.11.2024. Dazu noch einmal ein entsprechendes Schreiben des Landesdenkmalrates:

Bemerkung: Die angebotene Webseite https://www.historische-grenze.net/grenzsteine-thueringen, ist für thematische Fragen zu Grenzsteinen in Thüringen nicht mehr erreichbar.
2. Aufgrund des Scheibens habe ich mich am 16.01.2025, nachdem ich seitens der Beteiligten keine Rückinformation erhalten habe, nochmals mit der Bitte an die Staatskanzlei gewendet, damit man mir einen Ansprechpartner beim Landesamt für Denkmalpflege benennt:

3. Diese Anfrage wurde mir am 20.01.2025 von der Thüringer Staatskanzlei, Herrn Münchgesang, wie folgt beantwortet:

4. Daraufhin habe ich am 21.01.2025 eine Mail an Herrn Dr. Sven Ostritz geschickt, mit der Bitte um Benennung eines Ansprechpartners:


Die im Text erwähnte Tabelle (Auszug)
5. Von Herrn Dr. Ostritz erhielt ich am 25.01.2025 einen Brief mit einem Exemplar des Heftes "Forstwirtschaft und Bodendenkmalpflege", Ausgabe 2024:



6. Fazit:
Im Brief von Dr. Ostritz werde ich als Vorsitzender des Rennsteigvereins benannt. Das trifft nicht zu, das habe ich in meiner Anfrage vom 21.01.2025 auch nicht so dargestellt (s. oben).
Im Schreiben von Dr. Ostritz wird nicht auf meine Anfrage eingegangen, mir einen Ansprechpartner zu benennen. Stattdessen werde ich auf eine Web-Seite verwiesen, die es nicht mehr gibt und zusätzlich noch als "Mögliches Sicherheitsrisiko" (http) eingestuft wird:

Die dort angebotene Seite war in ihrer aktiven Phase bereits derart mangelhaft und schlecht recherchiert, dass ich schon damals von einer Nutzung abgeraten habe.
Wir erfassen historische Grenzsteine bereits seit mehreren Jahrzehnten und legen bei der Recherchequalität die höchsten Maßstäbe an. Das ist auch im Landesamt für Denkmalpflege bekannt, leider bisher ohne Mitwirkungsangebot seitens der Behörde.
Das Schreiben von Dr. Ostritz ist bezüglich der Zuständigkeit nicht zielführend und entspricht nicht den rechtlichen Regelungen. Der Rennsteig steht als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz, dazu gehören auch die Grenzsteine, die den Weg erst so bekannt gemacht haben. Siehe hierzu auch folgende Quellen:
Das Thüringer Gesetz zur Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmale (Thüringer Denkmalschutzgesetz - ThürDSchG-) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. April 2004, mit der zuletzt berücksichtigten Änderung durch Artikel 2 des Gesetzes vom 18. Dezember 2018 (GVBl. S. 731, 735) regelt im Ersten Abschnitt, Allgemeine Vorschriften unter § 1:
(1) Denkmalpflege und Denkmalschutz haben die Aufgabe, Kulturdenkmale als Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschichte und erdgeschichtlicher Entwicklung zu schützen und zu erhalten sowie darauf hinzuwirken, dass sie in die städtebauliche und dörfliche Entwicklung sowie in die Raumordnung und Landschaftspflege einbezogen werden. Dabei obliegt dem Denkmalschutz die hoheitlich- rechtliche Aufgabe und Verantwortung, der Denkmalpflege die fachliche Beratung und Fürsorge für den hoheitlichen Denkmalschutz.
Im 3. Abschnitt wird unter § 12 Allgemeine Maßnahmen der Denkmalschutzbehörden geregelt:
(1) Die Denkmalschutzbehörden haben diejenigen Maßnahmen zu treffen, die nach pflichtgemäßem Ermessen erforderlich sind, um Kulturdenkmale zu erhalten, zu bergen und zu bewahren sowie Gefahr von ihnen abzuwenden.
Details zum Umfang werden im Staatsanzeiger geregelt:
- Staatsanzeiger Nr. 30/1999, Seiten 1665ff
- Staatsanzeiger Nr. 26/2008, Seite 992
Das im Schreiben von Dr. Ostritz benannte Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation ist lediglich mit ordnungsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem unsachgemäßen Umgang mit historischen Grenzsteinen betraut.
Interessant ist auch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt am Main vom 04.03.1983 (2 Ss 504/82, NJW 1984, 2303). Dort wurden zum Umgang mit historischen Grenzsteinen folgende Aussagen getroffen:
Grenzsteine sind in der Regel keine Bodendenkmale, sondern Baudenkmale.
Historische Grenzsteine sind lediglich Scheinbestandteile des Grundstückes. Sie sind deshalb sonderrechtsfähig und unterliegen weder dem Eigentumsrecht des Grundstückseigentümers noch seiner Dispositionsverfügung.
Mir wurde aber vom Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege eine Broschüre übergeben, die von Bodendenkmalen spricht (siehe oben). Falls dieses Papier gleichzeitig als Handreichung für die Forstdienstleister dienen soll und nicht ein vom Denkmalrat und von der Staatskanzlei empfohlenes Faltblatt, bei dessen Erstellung wir gerne mitarbeiten möchten, sehe ich den Sinn dieser Aktion als verfehlt an. Kein Forstdienstleister wird sich am Rennsteig hinstellen und eine 64-seitige Broschüre durchlesen, deren Inhalt rein informativ ist und nicht dazu beitragen wird, Schäden an den historischen Grenzsteinen zu vermeiden.
Ich vermisse im Schreiben von Dr. Ostritz den Bezug die hoheitlich-rechtliche Verantwortung, fachliche Beratung und Fürsorge für den hoheitlichen Denkmalschutz, außerdem ist kein pflichtgemäßes Ermessen erkenntlich, Kulturdenkmale zu erhalten, so wie es das Thüringer Denkmalschutzgesetz vorschreibt. Stattdessen werde ich an andere Behörden verwiesen. Es ist meiner Meinung nach auch die Frage des Anstandes, wenn ich als besorgter Bürger/ Verein eine Anfrage stelle und keine oder falsche Auskünfte erhalte, die letztendlich nicht zur Lösung des Problemes beitragen und andere Behörden, vor allem im regionalen Bereich verunsichern. Es ist auch nicht zweckdienlich, privaten Personen die Lösung eines hoheitlichen Missstandes zu überlassen. Wenn Probleme bei der Lösung auftreten sollten, wäre es ratsam, wenn das die Behörden unter sich klären und nicht die hilfesuchende Privatperson im Sinne eines „Buchbinder Wanninger“ zwischen den Behörden umherirren lassen.
Der Denkmalrat und die Staatskanzlei wird vom Antwotrtschreiben des Landesdenkmalamtes informiert. Ich behalte mir in diesem Falle vor, eine Fachaufsichtsbeschwerde zu stellen.
20. Januar
Wanderparkplatz Hörschel gesperrt
Die Stadt Eisenach teilt mit, dass der Wanderparkplatz in Hörschel aufgrund von Umbaumaßnahmen voraussichtlich wie folgt gesperrt ist:
Baustart ab dem 27. Februar 2025.
Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Eisenach am 24.01.2025 werden in der Ortslage von Hörschel keine Ausweichparkplätze angeboten. Wir bitten, dass sich die Wanderer darauf einstellen, können aber selbst keine Empfehlung geben, wo in diesem Zeitraum Fahrzeuge abgestellt werden können.
Folgende Verkehrsumleitungen wurden eingerichtet, um Hörschel und den Rennsteig zu erreichen:
- Von Hörschel aus kann weiterhin am Wanderparkplatz vorbei zum Bahnhof und weiter in Richtung Eisenach gefahren werden. Die Verkehrsbetriebe habe um diese Verkehrsführung gebeten, damit die Schulbusse morgens pünktlich in Eisenach an den Schulen sind.
- Die Einfahrt nach Hörschel von der L 1021 (aus Richtung Eisenach kommend) ist nicht möglich. Lediglich die Zufahrt bis zum Bahnhof ist frei.
- Wer von Eisenach kommend nach Hörschel will, muss über Wartha und Neuenhof fahren (L 1017, L 3251 und K 17). Die Umleitungsstrecke ist ausgewiesen.
- Von der Spichraer Straße aus ist eine Einfahrt in die Rennsteigstraße in Richtung Hörschel nicht möglich. Es kann nur in Richtung Bahnhof gefahren werden. Eine mobile Ampel ist an dieser Stelle nicht möglich: Zu groß ist die Gefahr, dass sich wartende Fahrzeuge stauen und womöglich auf dem Bahnübergang stehen bleiben.
- Für den Busverkehr wird eine Ersatzhaltestelle eingerichtet, und zwar in Wartha. Die bestehende Haltestelle kann von der Umleitung aus schlecht angefahren werden. Daher wird übergangsweise eine neue Haltestelle in der Herleshäuser Straße, schräg gegenüber der Einmündung in die Dorfstraße, geschaffen.
- Die Bushaltestelle in Hörschel bleibt von den Änderungen unberührt. Die Rückfahrt von Eisenach nach Hörschel dauert allerdings nun länger. Fahrgäste fahren bis Lauchröden mit und können dann erst auf der Rückfahrt in Neuenhof beziehungsweise Hörschel aussteigen.
(Quelle: Stadtverwaltung Eisenach)


Bilder vom Beginn der Bauarbeiten, Christel Bindel, Hörschel
Bitte beachten Sie die örtlichen Informationen der Stadt Eisenach.
Eine Bautafel vor Ort informiert über alle wichtigen Ansprechpartner und über den Umfang der geplanten Baumaßnahme.
01. Januar
"Neue Gehlberger Hütte" auf dem Schneekopfgipfel wieder offen

Wie aus der Tagespresse zu erfahren war, hat die "Neue Gehlberger Hütte auf dem Schneekopf ab sofort wieder geöffnet.
Die Öffnungszeiten werden je nach Jahreszeit angepasst.
Im Winterhalbjahr ist Montag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Im Sommerhalbjahr ebenfalls Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr.
Ab März 2025 werden wieder Übernachtungen angeboten.
Wir informieren Sie genauer, wenn uns verlässliche Unterlagen vorliegen.
Januar
Imbiss "Hohe Sonne" ist Geschichte
Tilo Freiboth, Wanderfreund aus Ruhla, stellte mir nachfolgende Bilder zur Verfügung.
Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme an der Hohen Sonne wurde bereits im letzten Jahr der Imbiss geschlossen. Unterdessen wurde das Gebäude abgerissen und die Außenanlagen beräumt.



Die Fotos entstanden im Januar 2025 und stammen von Tilo Freiboth, Ruhla